Feldherr (1583-1634). Eigenh. Brief mit Unterschrift (Paraphe für „Albrecht zu Waldstegna“). Prag. Folio. 1 p. Mit Ringsiegel und Adresse. Oberrand beschnitten.
9.500 €
(94757)
An den bähmischen Vizekanzler Otto Freiherrn von Nostitz, im Zusammenhang mit seinen Bemühungen um die Umwandlung seiner böhmischen Besitztümer in kaiserliche Lehen und ihre Eingliederung in die 1622 erworbene Herrschaft - bald Fürsten-, dann Herzogtum - Friedland. „[…] Das Kayserlich schreiben an den Fürsten habe ich empfangen undt uberantwort […] Den Lehns brief hette man wie zuvor der Friedlendische gewest ist machen können […] Ich bitt der Herr schicke mir auch den befehlich an den Kurfürsten von Brandenburg […] wie ich dann deßwegen Ihr Matt“ (Kaiser Ferdinand II.) „ein emorial ubergeben hab.“ Eine Woche Später, am 3.9.1623, wurde Wallenstein in den Reichsfürstenstand erhoben.
- Autographen aus dieser Zeit, in der Wallenstein durch Ankauf von Gütern vertriebener Aufständischer den Grund zu seinem enormen Vermögen gelegt, sich aber noch keinen Feldherrenruhm erworben hatte, sind sehr selten..
verkauft
Brief mit eigenh. Empfehlungsformel und U.
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An einen Fürsten mit der Bitte, "sich noch die wenige Zeit unbeschwerdt gedulden [zu] wollen, Solle dersoselben unterthanen, weder in aufbrechen, noch abzug einiger schaden nit zugefügt werden, welches E. Ld. wird in freundlicher antwort nit verhalten wolten [...]". - Etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren; Bl. 2 mit papiergedecktem Siegel; zwei Drittel des Blattes (mit dem Namen des Adressaten) ausgeschnitten.
Eigenh. Brief mit Unterschrift ("AHzFdl").
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An seinen Vertrauten, den Oberst und späteren Feldmarschall Hans Georg von Arnim: aus der Zeit des siegreichen Vormarsches gegen die Dänen und der Besetzung Mecklenburgs, die die dortige Herzogswürde für Wallenstein nach sich zog. - "Dieweil der ob[erst] Hausman itzt zum herren reisen thuet als hab ich nochmahls den herren bitten wollen er wolle ein scharfe disciplin halten auf das die länder nicht ruinirt undt per consequens sie undt nacher die arme in desperacion gebracht. Von den steten als von Wismar vor die ubrige 4000 man von Rostock vor die 1000 pferdt von Strallsundt undt Stetin halte der herr die contribucion zusammen auf das wir sie zu dem gen. nothdürften gebrauchen köndten. Der herr lasse die stück aufs eheste zu Lubek oder was ihm gefallen wirdt giessen auf das wir sie auf den frieling gebrauchen können. [...] Die dänische [...] in der insel Rügen muß man sich starck fortificiren undt dieweils ein gutts landt ist solches desto sterker belegen [...]". - Mit Siegelspuren und Ausschnitt.
Eigenh. Brief mit Unterschrift „AHzFdl“.
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An Ferdinand II. – Wallenstein erwähnt eine Abschrift im Zusammenhang mit Friedland, schreibt über die Verhältnisse in Böhmen u. nennt den Kaiser seinen »“raindt“. – Am 10. Mai 1627 erließ Ferdinand II. die »Verneuerte Landesordnung« für Böhmen u. am 11. Mai 1627 erteilte der Kaiser Wallenstein das Privileg der Rechtsprechung im Herzogtum Friedland. Der oberer u. rechte Rand leicht beschnitten, linker Rand mit Spuren früherer Bindung.
Mitteilung mit eigenh. Unterschrift ("AHzFdl").
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An den kaiserlichen Kämmerer und Hofkriegsrat Heinrich Freiherr von St. Julien (1590-1642) in Wien, Generalkommissar der gesamten kaiserlichen Armee und Wallensteins Hofmarschall: "Wolgeborner besonders lieber Herr Obrister, Wier berichten ihne waßgestalt zue behueff Irer Kay. May. Diennst taußent Centner Pulver unndt zwey tausendt centner geleitterten Salitters solche nach unndt nach unddt zwar daran noch eine Anzahl vor Ostern auf Frankhfurth an der Oder zu liffern auß Poln erhandlet unndt zue selbiger sicheren Verwahrung Heinrichen Pleß Haubtman, unndt Johann Freundt Rathsburger daselbst verordnet worden, welches wier ihme hiemit nachrichtlich anfüegen wollen [...]". - Verso Inhaltsvermerk des Empfängers: "Kriegsmunition betreffend". Faltspuren und Schnitte von durchzogenem Pergamentstreifen. In de Faltungen stellenweise alte Feuchtigkeitsflecken; die Empfängerbezeichnung am Unterrand der ersten Seite beschnitten. Schönes Schreiben Wallensteins auf dem Höhepunkt seiner Macht, nach der Belehnung mit Mecklenburg und dem Frieden von Lübeck, kurz vor seiner Entlassung.
Schreiben mit eigenh. Unterschrift ("AHzFdl").
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An die Grafen Ludwig und Johann Albrecht von Oettingen: "Unsern freundtlichen gruß und was wir mehr liebes und guets vermögen zuvor, hoch- und wolgeborne graffen, insonders liebe herrn und freunde. Wir haben der herrn abgeordtneten, den vesten Georg Wilhelmen von Schlammerßdorff, auf Dapfhaimb, angehört unnd sein anbringen verstanden, unns auch darauff verhoffentlich zu ihrer satisfaction also erkläret, wie sie aus des von Schlammerßdorff relation mit mehrern vernehmen, unnd verbleiben ihnen mit angenehmer freundtwilliger erweisung beygethan [...]". - Leicht braunfleckig; Spuren von früherer Montage; kleiner Ausriss am oberen Rand.
