Napoléon I.

Napoléon I.

Kaiser der Franzosen (1769-1821). Brief mit eigenh. Unterschrift „NP“ an den Kriegsminister de Feltre Amsterdam. 4to. 4 pp.
6.500 € (81766)

Der ausführliche Brief ist an den Herzog de Feltre, Henri Clarke d’Hunebourg (1765-1818) gerichtet. Er behandelt die in Deutschland stationierten Truppen. Der Kaiser wiederholt seine Befehle bezüglich dem Kauf von Artilleriegeschützen für die beiden Divisionen, die sich in Köln und Bonn befinden: „[…] Il est probable qu'après que j'aurai vu les deux divisions j'en enverrai une à Erfurt, et je conserverai I'autre dans le Grand Duché de Berg. - Je vous ai fait connaître ce que chaque régiment de carabiniers et de cuirassiers devait avoir, c'est à dire, un caisson d'ambulance et une forge de campagne.

Les divisions doivent avoir des affaires du génie, d'artillerie, des adjoints et des administrateurs dans la proportion observée dans les campagnes précédentes [...] cela doit se faire insensiblement dans le courant de l’année. - Quant à l'artillerie, ce doit être l'objet d'un rapport particulier. Je ne puis me souvenir de ce qui s’est fait dans mes campagnes passées ; mais le plus simple et de suivre ce qui a eu lieu antérieurement. Les batteries attachées à la Cavalerie tirent beaucoup ; il faut donc qu'elles soient bien approvisionnées. J'avais dans mes campagnes passées attaché un parc de réserve aux divisions ; on sera toujours à tems de les réunir au parc général des divisions. Il faut qu'il y ait ce qui est nécessaire pour faire la guerre, c'est à dire un simple approvisionnement marchant avec les pièces, et un demi-approvisionnement, selon ce qui a été pratiqué pour l'armée de Pologne, qui soit toujours au parc de chaque division. Il faut que tout cela existe au complet dans les lieux où je ferai hiverner ces divisions, de sorte que si je suis dans le cas de former une réserve de cavalerie, la réunion de l'artillerie de réserve des quatre divisions forme le parc de réserve. Dans ce cas, un général d'artillerie sera nécessaire pour commander ce parc comme cela s'est pratiqué. Si au contraire je juge à propos d'envoyer ces divisions dans le corps d'armée, elles emmèneront leur parc d'artillerie qui se joindra au parc de réserve du corps d'armée. - I1 me semble que j'ai ordonné que chaque régiment de cuirassiers eut un certain nombre de carabines. Les régiments que j'ai passés en revue n'en ont pas. Faite- moi un rapport la dessus. Il est insensé que parmi 3000 hommes, il n'y en ait pas un qui ait une arme à feu. Il me semble qu'autrefois les cuirassiers étaient armés de mousquetons. Faite- moi connaitre les ordres que j'ai donnés et ce qui s'est pratiqué depuis six ans, et pourquoi les cuirassiers n'ont plus aujourd’hui de carabine […]“ Napoleon äußert seine Absicht, nach Inspektion der beiden Truppen, eine davon nach Erfurt zu schicken und eine im Großherzogtum Berg zu behalten. Gran-Duché de Berg et de Clèves war ein von 1806 bis 1813 bestehender napoleonischer Satellitenstaat mit Hauptstadt Düsseldorf. Napoleon erwähnt die Ausstattung, über die jedes Regiment zu verfügen habe, darunter einen Krankentransport und eine Feldschmiede. Zudem lässt sich der Kaiser über die personelle Zusammensetzung der Regimenter aus. Der Artillerie weist er besondere Bedeutung zu, sie müsse Gegenstand eines Sonderberichts sein. Dabei solle das angewandt werden, was sich in der Vergangenheit bewährt habe. Napoleon geht dabei ins Detail. So spricht er an, dass die Geschütze der Kavallerie oft abgefeuert würden und deshalb besonders gepflegt werden müssten. Er erklärt, was für die Versorgung während eines Krieges besonders wichtig ist: eine einfache Versorgung der Truppen nach dem Vorbild der polnischen Truppen. Napoleon geht es darum, dass die Divisionen alle von ihm aufgeführten Maßnahmen an ihren Überwinterungslagern erhalten, damit er - wann immer er möchte - die gut ausgestatteten Truppen zusammenziehen kann. Für die Organisation sei ein général d’artillerie von Nöten. Gegen Ende des Briefs kritisiert Napoléon, dass seine Anweisungen, dass jedes jedes Kürassierregiment eine bestimmte Anzahl von Karabinern haben sollte, nicht befolgt wurden. Er habe dies überprüft. Der Herzog solle darüber Meldung erstatten, denn es sei „verrückt“, dass keiner der 3000 Männer über eine Waffe verfüge. Die Kürassiere seien doch früher bewaffnet gewesen. Dann wird er konkret: „Lassen Sie mich wissen, wie meine Befehle lauteten, was in den letzten sechs Jahren getan wurde und warum die Kürassiere keine Gewehre mehr haben.“ Der Adressat, Henri-Jacques-Guillaume Clarke, comte d’Hunebourg, duc de Feltre, war ein französischer General. Im Feldzug gegen Österreich 1805 wurde er Gouverneur von Wien, 1806 Gouverneur in Erfurt, dann in Berlin. 1807 kehrte er nach Paris zurück und wurde Kriegsminister. Er verwaltete dieses schwierige Amt mit großem Geschick und seltener Uneigennützigkeit, aber auch mit rücksichtsloser Strenge. Später, bei Napoleons Sturz, spielte er eine unrühmliche Rolle. Er stimmte für die Absetzung des Kaisers und wurde dafür von Ludwig XVIII. zum Pair ernannt..

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Kaiser der Franzosen (1769-1821). Gedr. Schiffspatent mit eigenh. U. ("Np"). Le palais des Tuileries [Paris]. 490:350 mm. Blankoformular.
4.500 € (33106/BN27891)

Schiffspatent für ein namentlich nicht genanntes amerikanisches Schiff, mitunterzeichnet von Handelsminister Jean-Baptiste Henry Collin (1776-1837), Staatssekretär Pierre Antoine Noël Bruno comte Daru (1767-1829), Marineminister Denis Decrès (1761-1820) und dem Generaldirektor der Zollverwaltung. Schönes Dokument aus der Zeit der Koalitionskriege, als Großbritannien mit seiner Armee die iberische Halbinsel besetzt hatte und gegen die napoleonischen Truppen focht und Feldmarschall Wellington kurz vor der abschließenden, schließlich für die Engländer erfolgreichen Offensive stand.

Das vorliegende Schiffspatent wurde durch den französischen Konsul in Charlestown, New York, Boston oder Baltimore ausgestellt und gestattete den amerikanischen Schiffen, sich mehr oder weniger frei auf See in Richtung Frankreich zu bewegen, wo freilich die Gefahr in Gestalt der britischen Kriegsschiffe lauerte: Diese blockierten seit Beginn der Koalitionskriege die amerikanischen Häfen an der Atlantikküste und unterbanden so den Handel Amerikas mit dem Kriegsgegner Frankreich, was im Jahr zuvor eine der Mitursachen des Britisch-Amerikanischen Kriegs gewesen war, der erst im Dezember des folgenden Jahres (1814) beigelegt werden sollte. - Mit größeren, teils hinterlegten Einrissen in den Faltungen sowie kleinen Randläsuren, sonst in gutem Zustand; am linken Rand augenscheinlich in den gedruckten Text des Gegenblatts hinein beschnitten..

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Kaiser der Franzosen (1808-1873). Schriftstück mit eigenh. U. ("Np"). Kaiserliches Hauptquartier Dresden. 4 SS. auf Doppelblatt. Folio.
4.500 € (77551/BN49996)

Das Dekret über die Aufstellung eines "Corps d'Observation d'Italie" unter dem Befehl des Prinzen Eugène Beauharnais wurde während des Waffenstillstands von Pläswitz zu Beginn der Freiheitskriege verfasst, als Napoleon den Anschluss Österreichs an die Allianz von Preußen und Russen befürchten musste, und regelt die Zusammensetzung der neu aufzustellenden Armee für die drei Waffengattungen in allen Einzelheiten. Neben französischen Verbänden werden Truppen der Königreiche Italien und Neapel bereitgestellt: Die Armee solle aus sieben Infanteriedivisionen (mit 62 französischen, 24 italienischen und 8 napoleonischen Bataillonen), drei Kavallerieregimentern (einem französischen, drei italienischen und einem neapolitanischen) und 27 Batterien reitender und Fuß-Artillerie bestehen (15 französischen, 5 italienischen und 2 neapolitanischen)..

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Napoleon I.

Brief m. e. U. "Napoleon" (aus München)
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Napoleon I. (1769–1821), Kaiser der Franzosen. Brief mit e. U. („Napoleon“). München, 4. Januar 1806. ½ S. auf Doppelblatt. Folio. – An Kardinal Filippo Casoni (1733–1811), dem er für Glückwünsche zum Jahreswechsel dankt: „Mon Cousin, Les témoignages que votre lettre du 25 novembre contient de vos sentiments et des voeux qu’ils vous inspirent, pour moi à l’occasion du renouvellement de l’année me sont on ne peut pas plus agréables. Je goute un vrai plaisir à vous assurer de l’interêt que Je prendrai dans tous les tems à votre satisfaction [...]“. – Bayern war am 26. Dezember 1805 durch den Frieden von Preßburg Königreich geworden. – Mit dreiseitigem Goldschnitt. – Sehr schönes Blatt mit ungekürzter Unterschrift.


Napoleon I.

Eigenh. Randvermerk mit Paraphe („Np“).
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Auf Marschall Bertrands Bericht v. 10. Februar über Reparaturen am Dach der Eisfabrik von Maricana merkt Napoleon an: „Approuvé à porter sur les dépenses imprévues“. – Wenige Tage darauf, am 26. Februar, sollte Napoleon Elba verlassen und sich auf seinen Marsch nach Paris begeben, womit die Herrschaft der Hundert Tage eröffnet war. – Mit einem kleinen Einriß am unteren linken Rand und zwei kleinen Stecknadeldurchstichen am unbeschriebenen Bl. 2. – Beiliegend vier weitere Schriftstücke betr. des Zustands und notwendiger Reparaturen an der Eisfabrik.


Napoléon I.

Schriftstück mit eigenh. U. ("Napoleon").
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Hs. ausgefülltes "Brevet de Sous Lieutenant pour le C[it]oy[en] Simon (Georges Hery)" und mitunterzeichnet von Kriegsminister Berthier sowie von einem Staatssekretär. - Mit gest. Vignette "Au nom du Peuple Français" und gepr. Siegel der Republik. - Stärker (die Verso-Seite stark) fleckig und angestaubt.


Napoleon I.

Haar.
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Wie auf den beiden Umschlägen vermerkt, von Napoleons Totenbett stammend: "Napoleons Hair given to Lord Queensberry by Dr Arnot [sic] who attended him on his death Bed at St. Helena". - "Hair / of Napoleon Bonaparte I. / The Great / Emperor of France / Cut off on his deathbed".


Napoléon I.

Pensionsurkunde mit eigenh. U. ("Bonaparte").
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Dekret über die Zahlung einer monatlichen Pension i. H. von 200 Francs an Marie Anne Soiron, die Witwe nach Jean Louis Lianna. - Gegengezeichnet von Kriegsminister Graf Lazare Carnot und Napoléons erstem Sekretär Hugues-Bernard Maret, duc de Bassano. Mit lithographiertem Briefkopf; etwas angestaubt; einige Falteinrisse alt hinterlegt; etwas fleckig und mit kleinen Randläsuren.


Napoleon I.

2 Randvermerke m. e. U.
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Napoleon I. (1769-1821), Kaiser von Frankreich. 2 Randvermerke (der zweite eigenh.) m. U. „Np“ auf einem an ihn gerichteten Schriftstück des Generals Drouot, Porto Ferraio, 12. Juli 1814, mit einer Nachschrift des Marschalls Bertrand vom 17. Juli 1814, 1 Seite Folio. Etwas beschnitten. Auf dem Bericht des Generals Drouot wegen des hohen Preises, den der Kaufmann Foresi für eine „ration de fourages“ fordere, die Anweisung des Kaisers: „Renvoyé au Grand Maréchal“. Darunter der Bericht des Grand Maréchal Bertrand, der eine Preisminderung vorschlägt. – Am Rand der Genehmigungsvermerk des Kaisers: „app[rouvé] Np“.