Felix Mendelssohn Bartholdy

Komponist, 1809-1847

Felix Mendelssohn Bartholdy gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik und setzte als Dirigent neue Standards, die das Selbstverständnis des Dirigierens bis heute maßgeblich mitprägen. Daneben setzte er sich für die Aufführung von Werken Händels und Johann Sebastian Bachs ein. Damit trug er wesentlich zu ihrer Wiederentdeckung und zur Herausbildung eines Verständnisses für die „klassische“ Epoche der deutschen Musik bei. Er gilt als Mitbegründer der historischen Musikpflege und gründete das erste Konservatorium in Deutschland.

Quelle: Wikipedia

Mendelssohn Bartholdy, Felix

deutscher Komponist, Pianist und Organist (1809-1847). Eigenh. Ergänzungen und Unterschrift auf einer gedruckten Eintrittskarte der Direktion der Gewandhauskonzerte. Leipzig. Quer-12mo. Feinkarton. Leicht fleckig, ein Eckchen geknickt.
4.600 € (74638)

„Eintritt-Karte“ zu einer „Concert-Probe […] für Hrn. u. Fr. Graf Reuss | eingeführt durch F. Mendelssohn“.

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Mendelssohn Bartholdy, Felix

Komponist (1809-1847). Eigenh. Brief mit U. [London]. ¾ S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
6.500 € (48135/BN30505)

An Mme. Moscheles, die Gattin des Pianisten Ignaz Moscheles: "Wenn Sie heut zu Mittag ganz allein sind und auch Abends so möchte ich wohl zu Ihnen kommen. Ich erfahre so eben den Tod meines alten Lehrers [...]". - Mendelssohn weilte zu jener Zeit, aus der der vorliegende Brief datiert, zur Uraufführung seiner "Hebriden" in London. - Etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren; Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch; kleine Montagespuren.

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Mendelssohn Bartholdy, Felix

Komponist (1809-1847). Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D. 1 S. 32:95 mm.
2.000 € (48175/BN30553)

Etwas gebräunt und mit kleinem Ausriß in der rechten unteren Ecke.

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Mendelssohn Bartholdy, Felix

Komponist (1809-1847). Brief mit eigenh. U. ("F MB"). Berlin. 4 SS. auf Doppelblatt. 4to.
12.500 € (44413/BN30949)

Via seinen Freund und Librettisten Carl Klingemann (1798-1862) an den Orientalisten und Sanskritisten Friedrich Rosen (1805-1837) in London mit einer heftigen Klage über die Berliner samt deren Benehmen Künstlern gegenüber: "[...] Wie denn alles in der Welt anders kommt als man es hofft, fürchtet und berechnet, so auch mein Aufenthalt hier. Ich hatte mir eine fortdauernde Vereinigung ein beständiges Zusammenleben mit meinen nächsten Freunden in der Familie fortwährend Fröhlichkeit und Lust und manche Veränderungen zu finden gedacht, statt dessen habe ich wohl noch nie einen Winter so still hingebracht wie diesen, und wenn auch zum Theil die gewünschten Veränderungen eingetreten sind, so ist doch auch Manches vergangen auf dessen Beständigkeit ich fest gehofft hatte.

Von den vielen Freunden die ich im Haus zu finden hoffte habe ich viele anders, viele gar nicht angetroffen; Ritz hat sich ganz zurückgezogen, theils in Folge von Kränklichkeit, und da er unter keiner Bedingung den Meinigen Beleidigung zufügen darf, so habe ich die Sache weder leimen wollen noch können, auch Droysen zieht sich nach und nach zurück. Alpe [!?] Heydemann waren [!] den ganzen Winter in Stettin wo er am Gymnasium eine Lehrerstelle bekleidete, und ist erst vor einigen Tagen zurückgekehrt, um hier am Friedrich Wilhelms Gymnasium weiter zu arbeiten. All dies war mir so unerwartet, daß es mich eine Zeit lang verstimmte [...]"..

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Mendelssohn Bartholdy, Felix

Komponist (1809-1847). Eigenh. Brief mit U. Leipzig. 4 SS. auf Doppelblatt. 4to.
18.000 € (44414/BN30950)

An das Komitee des Niederrheinischen Musikfestivals in Düsseldorf, dessen Direktor Mendelssohn damals war, mit einer Empfehlung von Stücken: "[...] Gegen den Marsch und Chor aus den Ruinen von Athen, den Sie zum zweiten Tage hinzufügen wollen, habe ich natürlich nichts einzuwenden; ich würde vorschlagen das Stück unmittelbar nach der Sinfonia eroica zu setzen, was sich gewiß gut ausnehmen würde. Eine Cantate von Bach hingegen wüßte ich für den so ausgestatteten zweiten Tag nicht mehr vorzuschlagen; ich kenne keine die der Dauer, und noch mehr dem Styl nach hineinpaßte; müßte noch ein Stück gewählt werden so würde ich vielleicht den Chor von Haydn 'Des Staubes eitle Sorgen' vorschlagen, aber es scheint mir ohne dies genug.

1833 bei Ihnen und 1834 in Aachen war das Repertoire des 2ten Tages kürzer, als dies; voriges Jahr in Cöln wenigstens nicht länger und so meine ich: 1) Symph. eroica, Marsch u. Chor von Beeth., eine Hymne von Spohr. 2) Ouvert. u. Psalm - wären ein ganz genügendes Programm [...]". - Bl. 2 mit kleinem Ausschnitt durch Siegelbruch; etwas gebräunt..

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Mendelssohn Bartholdy, Felix

Komponist (1809-1847). Eigenh. Brief mit U. ("Felix"). Leipzig. Groß 4to. 2 SS.
18.000 € (48923/BN33034)

Schöner, freundschaftlicher Brief an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Wenn Du mir wieder von der dead season schreibst, und ich wieder an die verzweifelten Nebeltage denke, die ich im James Park diesmal mit Staunen ansah, u. wenn ich dann auf den ekligen Schnee sehe, der hier seit einigen Tagen liegt, so sage ich doch Deutschland für immer. Klein u. jämmerlich ist es mordialisch hier, u. doch so viel zu leben. Wenn ich Character genug hätte, das nächste Rheinische Musikfest abzuschlagen, so wär es möglich ich bliebe ganz u.

gar, mein ganzes Leben lang hier in Leipzig sitzen, u. ich u. meine Kunst wir würden uns nur besser drum befinden. Aber ich fürchte ich bin zu eitel dazu; - und doch muß ich über kurz oder lang so thun. Wir richten uns jetzt ein - wie die Leute sagen - d. h. von Tapeten, Gardinen u. Möbeln ist fortwährend die Rede gewesen, u. in 8 Tagen sollen wir einziehen können, obwohl wir es erst in 4 Wochen thun wollen; in einem neuen, freistehenden Hause 2 Treppen hoch, die Aussicht nach Süden über die Felder u. den Wald, nach Norden auf die Promenade und die Stadt u. Thürme, nach Westen auf eine große Wassermühle mit ihren Rädern - Du magst nur vorsprechen, Dein Quartier ist bereit; in einer Stube mit Blumenbouquets tapeziert sollst Du logi[e]ren, u. den weißen Saal u. unser Zimmer hast Du ganz zur Disposition. Musik sollst Du hören, halb so viel wie ich in den letzten Wochen, d. h. bis über die Ohren - Gesang, Clavier, Quartette, von welcher Sorte Du willst. Und besser als alles das wird Dir mein Rüdesheimer 34 erscheinen. Den habe ich mir in Bingen ausgesucht, im Fasse hieher transportieren lassen, u. errege ungeheures Aufsehen in Leipzig damit, weil man dergleichen nicht gewohnt ist [...]". - Mit kleinen Randläsuren..

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Mendelssohn Bartholdy, Felix

Komponist (1809-1847). Eigenh. Brief mit U. (im Text). "4 Hobart Place Eaton Sqa.", i. e. London. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
3.000 € (60931/BN44887)

An Mrs. Erskine, möglicherweise die Gattin des schottischen Orientalisten und Historikers William Erskine: "'Mr. Mendelssohn presents his Compts. to Mrs. Erskine & regrets most sincerely not to be able to accept of Mrs. Erskine's very kind invitation; as he must leave London already next week he is not sure whether he will be able to thank Mrs. Erskine in person for her kind note, but he hopes to find an opportunity of doing so [...]". - Mendelssohn war im April 1847 ein zehntes und letztes Mal nach England gereist, um Aufführungen des "Elias" in Exeter Hall, in Manchester und Birmingham zu leiten und um die von ihm bewunderte Jenny Lind in Meyerbeers "Robert le Diable" zu hören.

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Mendelssohn-Bartholdy, Felix

Komponist (1809-1847). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. "Donnerstag d. 5ten Januar 1843 in Leipzig Nachmittags". ¾ S. Qu.-gr.-4to. Unter Passepartout gerahmt.
12.000 € (41008/BN21490)

17 Takte für Klavier aus einem nicht näher bezeichneten Werk, "all[egr]o vivace". - Leicht gebräunt und stellenweise leicht fleckig; die Ecken alt beschnitten; die Verso-Seite mit alten Montagespuren.

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Mendelssohn-Bartholdy, Felix

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847), Komponist. E. Brief mit U. („Felix“). Leipzig, 25. Februar 1840. 2¾ SS. auf Doppelblatt. 8°. Mit e. Adresse. – Schöner Brief an seinen Jugendfreund Julius Schubring (1806–1889) über eine Festmusik für Leipzig, wohl der „Festgesang“ für Johannes Gutenberg zum Buchdruckerfest im Juni: „[...] so wenig Recitative als möglich möcht’ ich haben, da ich mir nicht den Zuschnitt eines kleinen Oratoriums, sondern den einer recht großen, schwungvollen Hymne auf den Vorausverkündiger, sein Leiden u[n]d Tod, und die Erfüllung, wünsche. Deshalb bin ich auch nicht ganz mit Deiner Idee mit der Erscheinung des Engels u[n]d der Eintheilung in 3 Abschnitte einverstanden [...] Die Hauptmomente herausgehoben, u[n]d namentlich den letzten, sein Entgegentreten dem Herodes u[n]d sein Gefängniß u[n]d Tod, recht lebendig dargestellt das Ganze durch Chöre, u[n]d so wenig als möglich durch Recitative verbunden, in einem Zuge fortlaufend, nach dem Tode des Joh. u[n]d seiner Bestattung auf Christus hinweisend u[n]d damit schließend – so dächte ich es mir am Liebsten. Indes, wie gesagt, die Hauptsache ist, wie Du dies u[n]d daß Du dies gern denkst. Auf die Leipziger Festmacher darf, das bitte ich Dich, nicht die geringste Rücksicht genommen werden; denen gegenüber habe ich versprochen irgend ein neues Stück aufzuführen, u[n]d werde es halten, denn ich habe genug andre dazu da; es mag sich nun dies Stück eignen oder nicht. Ich ergreife die Gelegenheit etwas neues zu componi[e]ren aber nicht es zu der Gelegenheit zu componi[e]ren; u[n]d das wissen sie auch u[n]d sind damit einverstanden. Ein sehr wichtiges Wort hast Du mir mit Deinem apokryphischen Nicodemus geschrieben, u[n]d und mit seiner Höllenfahrt – ich glaube das führt mich geraden Wegs zur Vollendung meiner Idee über Hölle u[n]d Himmel ein großes Werk zu componi[e]ren, u[n]d das wird der Pfeiler sein, nach dem ich mich so lange schon umgesehen habe. Wo kann ich diesen Nicodemus denn (wär es auch nur in einem schlechten Auszug) lesen? Übersetzt ist er wohl nicht; und was sind die Hauptgegenstände seines Evangeliums? Im schlimmsten Falle müßte ich mich dran machen es Griechisch zu lesen, doch thäte ich es nicht gern [...]“. – In redigierter Form abgedruckt in: Julius Schubring (Hrsg.): Briefwechsel zwischen Felix Mendelssohn Bartholdy und Julius Schubring. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte und Theorie des Oratoriums. Leipzig, Duncker & Humblot, 1892. – Bl. 2. mit kl. Ausschnitt durch Siegelbruch (dieses gänzlich erhalten; keine Textberührung) und kl. Papierdurchbruch im weißen Rand.


Mendelssohn-Bartholdy, Felix

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), Komponist. E. Brief mit U. Leipzig, 11. Juli 1846. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4°. Mit e. Adresse und gut erhaltenem Siegel (Faltbrief). – An Stadtrat J. Seydlitz in Köln: „Heute komme ich mit einer musikalisch-diplomatischen Bitte zu Ihnen. Die Frau Hermentag (ich hoffe, ich schreibe den Namen richtig) wünschte zu wiederholten Malen, ich möchte der Frl. Schloß eine feste Anstellung als Concertsängerin, hier oder anderswo, verschaffen. Nun habe ich von einer solchen Anstellung wider Vermuthen gehört, und es wäre möglich, daß Frl. Schloß dieselbe erhalten könnte, aber ehe ich etwas darin thun kann, müßte ich wissen, ob sie für nächsten Winter disponibel ist und eine solche Stelle in Deutschland, und mit deutschen (nicht englischen) Bedingungen anzunehmen gesonnen ist. Diese Frage aber möchte ich nicht gern der Frl. Schloß direct thun, möchte auch nicht, daß Sie sich damit belästigen, aber da Sie die Frau Hermentag oft sehen und diese mit Frl. Schloß so sehr bekannt schien, so dachte ich auf diesem Wege wäre es am besten zu erfahren, und darum bitte ich Sie nun [...]“. – Der Adressat des Schreibens war der Schwiegersohn des Land- und Appellationsgerichtsrats Erich Heinrich Verkenius (1776–1841); Mendelssohn-Bartholdy besuchte ihn am 15. August des Jahres auf seiner Reise nach Birmingham, wo am 26. die Uraufführung seines Oratoriums „Elias“ stattfinden sollte. – Die Kölner Altistin Sophie Schloß (1822–1903) war mit M.-B. seit 1836 bekannt und schon 1839 in Düsseldorf zu hören gewesen, wo sie unter M.-B. als Leiter des Niederrheinischen Musikfestes gesungen hatte; später war sie häufig in Konzerten im Leipziger Gewandhaus zu hören und wirkte an mehreren Premieren von M.-Bs. Werken mit (darunter an der endgültigen Fassung der „Walpurgisnacht“, op. 60, 1843). – Mit kl. Registraturvermerk in blauem Farbstift in der linken oberen Ecke von Bl. 1 recto.


Mendelssohn-Bartholdy, Felix

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), Komponist. E. Brief mit U. Leipzig, 30. März 1841. 1¼ SS. Gr.-8°. Mit e. Adresse (Faltbrief). – An den mit ihm befreundeten Maler Eduard Bendemann: „Die Ueberbringerinn (oder -schickerin) dieser Zeilen Sophy Horsley gehört nebst ihrem Bruder, der sie begleitet[,] zu meinen besten, genauesten Englischen Freunden, und daher möchte ich zweierlei: einmal daß sie Dich, wenn auch nur auf kurze Zeit in den 3 Tagen ihres Aufenthaltes zu sehen bekäme; dann, daß Du ihr für diese 3 Tage Erlaubniß gebest die Gallerie zu sehn [...] Sie hat 14 Tagen bei uns gewohnt, kann Dir also alles mögliche, das Du wissen willst, von uns erzählen [...]“. – Sophy Horsley war die Tochter des mit Mendelssohn-Bartholdy seit 1829 eng befreundeten Komponisten William Horsley (1774–1858) – Eduard Bendemann (1811–1889) „galt als große Hoffnung der Düsseldorfer Schule und wurde 1836/37 mit Julius Hübner als Professor und 1838 als Leiter eines Malerateliers an die Dresdener Akademie berufen. In dieser Zeit malte [er] die Wandgemälde des Schlosses (1839–55) und seine besten Portraits“ (DBE). Nach Wilhelm von Schadows Rücktritt vom Amt des Direktors der Düsseldorfer Akademie 1859 übernahm Bendemann deren Leitung, „bis er 1867 u. a. aus gesundheitlichen Gründen resignierte. Sein Haus war Anziehungspunkt bedeutender Persönlichkeiten, unter ihnen Clara Schumann“ (ebd.).


Mendelssohn-Bartholdy, Felix

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), Komponist. E. Brief mit U. Leipzig, 16. September 1839. 2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. Mit e. Adresse (Faltbrief). – Nach seiner Rückkehr nach Leipzig an den Getreide- und Hopfenhändler Dietrich Wilhelm Krause (1773–1845) mit Dank für den so überaus gastfreundlichen Aufenthalt bei Krause in Braunschweig: „[...] Es geht mir mit dem Schreiben von dem was ich so recht herzlich meine fast wie mit dem Sprechen – es will mir nicht so wie ich’s fühle aus der Feder, so wenig wie aus dem Munde [...] Unsere musikalische Saison fängt nun nach Gerade an, einige Virtuosen lassen sich schon sehen u. bald auch hören, man verspricht uns eine sehr gute Concertsängerinn [!] aus Brüssel, und ich hoffe Sie würden einen Ausflug hieher nicht zu bereuen haben, wenn wir es Ihnen auch nicht in dem Maaße schön bieten könnten, wie Sie uns bei sich [...] Herrn u. Frau Hollandt geht es hoffentlich so wohl, wie ich von Herzen wünsche [...]“. – Krause war der Besitzer der in frühklassizistischem Still errichteten Villa Salve Hospes in Braunschweig, wo Mendelssohn Bartholdy logiert haben dürfte; nach Krauses Tod erbte seine Adoptivtochter Helene Sand (1816–1866), die mit dem holländischen Offizier Hermann Hollandt verheiratet war, das Anwesen, das im 19. Jahrhundert zum Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Braunschweigs zählte und wo u. a. Caroline Schlegel, Friedrich Schelling und Hans Christian Andersen verkehrten. – Das Respektblatt mit kleinem Ausschnitt durch Öffnen der Verschlußmarke und kleinen Notizen von fremder Hand zum Verfasser; leicht knittrig. – Unveröffentlicht.


Mendelssohn Bartholdy, Felix

Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Widmung und U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Drei Takte Stimmenauszug aus Mendelssohns Oratorium „Paulus“ (op. 36), der Beginn des Chors „Seid uns gnädig hohe Götter“. – Gewidmet „an Frau Helene Hollandt zu freundlicher Erinnerung“ – „Aber warum treten die Hörner nicht ein?“ – Mendelssohn-Bartholdy war im August/September 1839 einige Tage lang Gast in der Villa Salve Hospes in Braunschweig gewesen, die Helene Hollandts (1816–1866) Adoptivvater, der Getreide- und Hopfenhändler Dietrich Wilhelm Krause (1773–1845), Anfang des 19. Jahrhunderts hatte errichten lassen und die zu einem Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Braunschweigs geworden war, wo u. a. Caroline Schlegel, Friedrich Schelling und Hans Christian Andersen verkehrten. – Mit lithographierter Zierbordüre. – Mit stärkeren Randläsuren und kleinem Ausriß in der rechten oberen Ecke (keine Textberührung); etwas angestaubt.


Mendelssohn-Bartholdy, Felix

„Canone a 2“. Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Widmung und U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

14 Takte in zweizeiligem System aus einem (wie auf der Verso-Seite in Bleistift alt vermerkt) „ungedruckten Kanon in Es dur“, „zu freundlicher Erinnerung an Felix Mendelssohn Bartholdy“. – Tatsächlich jedoch handelt es sich hier um einen zweiteiligen Kanon in c-Moll, der unter diesem Datum nicht im TNG angeführt ist, wo jedoch ein anderer (in Es-Dur) mit dem selben Datum vermerkt ist. Bei dem vorliegenden Blatt dürfte sich um eine spätere Niederschrift des ursprünglich 1837/38 komponierten Kanons handeln, dessen früheste datierte Überlieferung ein mit 10. Februar 1839 datiertes Albumblatt ist, das heute in der Bibliotheque nationale in Paris verwahrt wird. – Etwas angestaubt und gebräunt sowie mit kleineren Randläsuren, sonst wohlerhalten.


Mendelssohn-Bartholdy, Felix

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847), Komponist. E. Brief mit U. Leipzig, 2. April 1847. ¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-4°. Mit wohlerhaltenem rotem Lacksiegel. – Empfehlungsschreiben für einen ehemaligen Schüler, den Organisten und Pianisten Gustav Albrecht (1825–1901): „Daß Herr Gustav Albrecht mir als ein sehr tüchtiger und gründlicher Musiker bekannt ist, daß er auf dem Piano wie auf der Orgel bedeutende Fertigkeit mit ächter [!] Solidität verbindet, daß seine Kenntnisse in allem was zu wahrer musikalischer Bildung gehört ausgezeichnet und schätzenswerth sind, daß ich ihn mithin zu einer Organisten- od. Musikdirectorstelle vorzugsweise befähigt halte und ihn für den Fall einer solchen Vacanz aufs dringendste empfehlen kann bescheinige ich durch meinen Namen | Felix Mendelssohn Bartholdy“. – Mit kleinen Randläsuren und einem winzigen Papierdurchbruch inmitten; gering fleckig und mit leichtem Abklatsch des Siegels.


Mendelssohn Bartholdy, Felix

Eigenh. Brief mit U. „Felix MB“.
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An seinen Freund Carl Klingemann mit einer Empfehlung für Herrn von Beckerath aus Krefeld: „Er geht nach England um sein bedeutendes Rhein Wein-Geschäft nach forthin auszudehnen“ und wäre „gern mit einigen meiner dortigen Freunde bekannt […], die ihm theils zu seinen dortigen Geschäftszwecken mit Rath behilflich, theils in Hinsicht seiner großen Musikliebe übereinstimmend wären […]“. Er hätte ihn „in den Jahren die ich am Rhein zubrachte in seinem Hause stets so freundlich u. gastfrei aufgenommen, wir haben uns so oft bei den Musikfesten begegnet und verständigt, und sein Name klingt mir gleich so rheinisch und vergnüglich ins Ohr, daß ich ihm gerne alles Gute erweisen […] möchte […] An Benecke schreibe ich auch, vielleicht geht ihr einmal zusammen hinaus; ich wollte ich wäre der Dritte [...]“.


Mendelssohn-Bartholdy, Felix

Fragment eines e. Kuverts
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Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), Komponist. Fragment eines e. beschriftetes Kuverts (Vorderseite), o. O. u. D., 1 Seite quer-kl.-8°. „Herrn | Herrn Klengel. | Wohlgeboren. | hier“. – Die Rückseite abgetrennt u. hier nicht vorliegend. Allerdings mit nur am Rand leicht gebrochenen schwarzen Lacksiegel „FMB“. – Der Empfänger ist Julius Klengel, Lehrer am Leipziger Conservatorium.


Mendelssohn Bartholdy, Felix

Eigenh. Musikmanuskript.
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Skizze zu einer Chorkomposition. Partitur eines intermittierenden Stimmeneinsatzes auf die Worte „ich tilge deine Uebertretung um meinetwillen“ (Jesaja 43, 25). Elf Takte auf zehn Systemen, von denen nur die unteren vier bzw. fünf ausgeführt sind. Am Oberrand der Vorderseite eine Echtheitsbestätigung m. U. seines Schwagers Wilhelm Hensel.


Mendelssohn Bartholdy, Felix

Eigenh. Brief mit U. ("Felix Mendelssohn Bartholdy").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An den Präsidenten des Comités für das (24.) Niederrheinische Musikfest zu Düsseldorf, Schramm, dessen Festspielleitung zum wiederholten Male Mendelssohn Bartholdy innehatte: "Dem geehrten Comité mache ich heut die Anzeige, daß der Tenorist [Carl] Schrader aus Wiesbaden wie auch der Tenorist [Heinrich] Schmidt aus Leipzig dem Vernehmen nach Lust u. Zeit haben würden, das Musikfest zu besuchen u. daher mitzuwirken. Ersteren habe ich noch nicht singen gehört; Sie würden in der dortigen Gegend leicht das Nähere über ihn erfahren können; letzerer hat vor 3 Jahren, wie Sie sich entsinnen werden, die sämmtlichen Blo's [?] im letzten Moment übernehmen müssen und durchaus ehrenwerth und befriedigend vorgetragen. Da man mir sagt, daß sich gegen das Engagement des diesjährigen Blosängers Hrn. [Adolph] Schunck Schwierigkeiten erhoben hätten, so hielt ich die sofortige Nachricht über diese beide Herren nicht für überflüssig. Mit der Bitte die inliegenden Briefe den Adressaten gefälligst zukommen zu lassen bin ich [...]". - Siegelreste.