Maria Theresia

Maria Theresia

Kaiserin von Österreich (1717–1780). Eigenh. Brief (Fragment?) mit Paraphe. O. O. 1½ SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to.
2.000 € (14979)

An einen namentlich nicht genannten Beamten über die Vorbereitungen zu einem ungarischen Landtag: „Folgt hier des palatini brieff der nichts in meinen resolutionen ändert. mich verwundert das[s] canzler [d. i. Wenzel Anton Fürst von Kaunitz-Rietberg, 1711–1794] ein zweyffel bleibt über meine resolution die khlar ist, das[s] die 6 puncten wort vor wort [...] sollen inarticulirt werden, es mögten nachgehends alle, oder einige davon oder keine davon in article gesetzt werden, ist mir eines, will aber keine representation mehr darüber vernehmen.

und habe mein systeme schon genohmen wie künfftig meine authoritätt und patenten werden souteniren wissen. was alle andere articlen anbelangt ist es das nembliche wie mit diesen 6. diese seind die einzige gewesen die was vor das allgemeine beste in sich gehabt hätten die andres verdienen wenigstens meiner seits nicht die mindeste attention mithin wan selbe nicht verfast seind wie meine so villfältige resolutionen gelautet und mir nur der zeit leyd ist die damit verlohren, so sollen selbe ausbleiben wie die 6 die allein vor nuz gefunden, und ligt mir und dem land nichts daran diese kindereyen als article zu haben, just so gutt sein wird keine article als diese zu haben [...] wegen ceremoniel ist nicht der mühe werth vor ein solchen landtag vill ostentation zu machen je stiller je schlechter je convertabler [...]“. – Ein kleiner Einriß im Mittelfalz alt hinterlegt; mit kleineren Randläsuren, sonst sehr wohlerhalten..

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Kaiserin von Österreich (1717–1780). Eigenh. Notizblatt o. U. O. O. u. D. ½ S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo.
250 € (21217)

„12 m[ille]] fl[orin] die bruck 40 m[ille] fl[orin] coronini forgatsch pach[t] 10 jahr nicht 8 jahr wagner transport ochsen buchborg triest“. - Mit „coronini“ ist vermutlich der Historiker Graf Rudolf Coronini gemeint, mit „forgatsch“ der Obergespan des Csongrader Comitats Graf Johann Forgács. – Mit kleinen Randläsuren.

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Kaiserin (1717-1780). Eigenh. achtzeiliger Zusatz auf einem eh. Brief Graf Dietrichsteins. O. O. u. D. 2 S. auf Doppelblatt. 8vo.
750 € (31438/BN17658)

Sich untertänigst für die Unverfrorenheit entschuldigend, sich direkt an Seine Majestät zu wenden, setzt Dietrichstein Maria Theresia davon in Kenntnis, daß die goldene Untertasse, die sie für Seine Majestät den Kaiser geordert habe, nun fertig sei. Er möchte nun wissen, ob man das neue Jahr abwarten solle oder ob sie wünsche, daß man die Untertasse Seiner Majestät dem Kaiser zeige und frage, wann es ihm genehm sei, sich ihrer zu bedienen. Des weiteren wünsche er zu erfahren, an wen er die Rechnung schicken solle: "[…] j'ai l'impertinence de m'adresser directement à elle pour lui dire que la soucoupe d'or qu'elle at [?] ordonné [!] pour S.

M. l'Empereur est faite. Je la supplie de me faire donner ses ordres [?] si on doit attendre le nouvel an pour en faire usage ou si elle veut qu'on la montre à S. M. l'Empereur et lui demande quand il lui plait [!] de s'en servir et à qui je dois remettre la mémoire […]". Maria Theresia nun ersucht Dietrichstein, die Tasse bis zum Neujahrstag aufzubewahren und sie hernach an einem beliebigen Tag zu übergeben..

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Kaiserin (1717-1780). Urkunde mit eigenh. U. Wien. Ca. 720:560 mm (bei ausgefalteter Plica). Tinte auf Pergament, 2-fl-Stempel.
2.500 € (935820/BN935820)

Nur Monate vor ihrem Tod ausgestelltes zwanzigjähriges Privilegium für den Mediziner Pasquale Joseph Ferro (1753-1809) "zu Erricht- und Erbauung des nach dem beygebrachten Risse an der Seite der Brigittenau angetragenen kalten Baades", welches "der menschlichen Gesundheit sehr nutzlich" sein und "dem Publico in sehr vielen kränklichen Umständen zum grossen Nutzen" gereichen solle. Der aus Bonn gebürtige Ferro, ausgebildeter Wundarzt und langjähriger pfälzischer Feldscher, studierte anschließend in Heidelberg, Straßburg und Wien Medizin.

1777 promoviert, stieg er rasch zum Mitarbeiter Anton v. Störcks auf; später wurde er Stadtphysikus Wiens und machte sich mit Reformen in der Santitätsverwaltung verdient. "Als therapeutisch innovativ ist seine 1780 erfolgte Einführung der Kaltwasserbehandlung sowie der Sauerstofftherapie in Wien zu beurteilen" (Czeike II, 284). Sein Anfang Mai 1781 eröffnetes Kaltwasserbad "Am Tabor", dem die kaiserlichen Leibärzte van Swieten und Störck mit großer Skepsis begegneten, befand sich an einem Donauarm bei der hinteren Türe des Augartens; es wies schwimmende Hütten sowie Badekörbe für sog. "Sturzbäder" auf. Ein Bad kostete 40 Kreuzer. Am 26. 5. 1781 inserierte Ferro in der Wiener Zeitung (Nr. 42, S. 11) seine "neu eingerichtete[n] englische[n] Bäder", die über eine stets offengehaltene Augartentür bequem zugänglich seien und für die auch Abonnements und Vorverkaufskarten erhältlich waren. Obwohl freilich nicht gänzlich ohne Vorläufer - schon 1717 hatte der Chirurg Zehmayer in der Leopoldstadt die erste Kaltwasserbadeanstalt (das Schüttelbad) eröffnet -, begründete Ferro mit diesem Bad die eigentliche Wasserheilkunde in Österreich. - Etwas angestaubt. Gegenzeichnungen von Heinrich Gf. Blümegen und Josef Gf. Auersperg sowie Johann Wenzel von Margelick; verso Vermerk des Registrators Mariophilus von Leißner. Drei Löcher für die Kordel; es fehlt das Siegel. Gefaltet..

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Erzherzogin, Königin von Ungarn und Böhmen, Kaiserin (1717-1780). Urkunde mit eigenh. U. sowie Gegenzeichnung von Wenzel Fürst Kaunitz-Rietberg (1711-1794). Wien. 8 SS. Lateinische Handschrift auf Pergament. Kordelgehefteter roter Samteinband mit Papiervorsatzblättern, Wolkenkleisterspiegeln und Seidenbändern. Folio (255 x 359 mm).
2.000 € (60903/BN44778)

Ernennungsurkunde für den Grafen Carlo Pertusati (gest. 1804) zum königlichen Finanzintendenten von Pavia. 1773 übernahm er dasselbe Amt in Mailand; 1780 wurde er Hofkammerrat. 1776 wurde er in den toskanischen Ritterorden von St. Stephan aufgenommen. Der Ernannte stammte aus einer alten Mailänder Adelsfamilie; er war Sohn des Grafen Luca Pertusati, der die umfangreiche Bibliothek seines eigenen Vaters, des Präsidenten des Mailänder Senats Carlo Pertusati (1674-1755), über Intervention von Firmian und Kaunitz an Mailand verkauft hatte, wo sie Maria Theresia 1770 öffentlich zugänglich machte - der Nukleus der Biblioteca Braidense.

- Mit Gegenzeichnung des Leiters des italienischen Departements in Wien, Joseph Frhr. von Sperges (1725-91); Vermerk über Entrichtung der Siegelgebühr von 6 Gulden und 55 Kreuzern; am hinteren fliegenden Vorsatz Gebührenvermerk über 25 Gulden und 39 Kreuzer sowie Registraturvermerk von Joseph Gerenzanus. Etwas stockfleckig. Es fehlt das Siegel..

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Erzherzogin, Königin von Ungarn und Böhmen, Kaiserin (1717-1780). Schreiben mit eigenh. U. Wien. 3¼ SS. auf Doppelblatt. Folio. Geheftet mit Kuvertblatt, Adresse verso (Faltbrief) und großem papierged. Siegel.
3.500 € (79787/BN51934)

An Präsidenten und Räte der Hofkammer, mit ausführlichen Anweisungen zu neuen Münzprägungen nach der Kaiserkrönung: "Es erfordert unser Dienst, daß in unserem Münzambt zu Gräz vor jeder ausmünzung goldener, oder silbener Münzen jederzeit die Helffte mit Unserer, und die andere Helffte mit Ihro May. des Kaysers Bildnus und Insignien ausgemünzet werden solle, wobey aber folgendes wohl zu beobachten seyn wird, daß nemblichen die Umschrifft um Ihro May. des Kaysers Bildnus auf denen Ducaten seyn müsse: Franciscus D.

G. R. I. S. A. Germ. Jer. Rex. auf dem Revers muß der doppelte mit der Kay. Cron gezierte Adler seyn mit dem gekrönten Mittel-Schild von Lothringen, und Toscana, Von dem Band des Ritterordens Sancti Stephani, und mit der ordens Ketten des goldenen Vliesses umgeben, die Umschrift auf dem Revers deren Duggaten [!] muß seyn: Tu Domine Spes mea, und unter denen zwey mit Schwert und Scepter bewaffneten Füssen des Adlers, müssen die zwey erste Buchstaben des Worths gräz erscheinen, nemblich G.R. auf gleiche weiß muß auch die Helffte deren mit Ihrer May. des Kaysers bildnus ausmünzenden silbernen Münzen seyn, ausser daß um die bildnus auf denem Thallern denen obigen folgende buchstaben beyzurücken seyn werden: Lo. B. et M. He. D. auf dem Revers deren silbernen aber anstatt, Tu Domine Spes mea müssen folgende darauf gepräget werden, in te Domine speravi und auf dem Rand seynt folgende einzupräg. Pro Deo et Imperio. Bey Unseren Ducaten und Thallern aber auch die Umschrift theils auf der rechten, theils auf dem revers folgender massen seyn: Maria Theresia Romanorum Imperatrix, Germaniae, Hungariae, Bohemiae Regina, Archidux Austriae, Dux Burgundiae, Styriae, Comes Tyrolis, und verstehet sich, daß wegen unzulänglichkeit des plazes ein und anderns worth deren Ländereyen nur mit denen ersten Sylben auszudrücken seyn werde [...]". - Gegengezeichnet von Franz Frhr. v. Schmidlin und Johann Baptist Marco von Zuana. Wohlerhalten. Mit mehreren parallelen Einschnitten durch Briefverschluss, verso Notiz von alter Hand sowie Signatur des Alessandro Volpi..

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[Maria Theresia

Erzherzogin, Königin von Ungarn (1717-1780)]. Zeitgenössische Abschrift des Patents zur Besitznahme Niederbayerns und der Oberpfalz. Wien. 2 SS. Folio.
200 € (79801/BN51948)

Nach dem Tod von Kurfürst Maximilian III. Joseph (1727-77) erhob Maria Theresia mit dem vorliegenden Dekret Anspruch auf Kurbayern und die Kurpfalz und löste dadurch den Bayerischen Erbfolgekrieg mit Preußen (1778/79) aus: "Demnach es dem unerforschlichen Willen Gottes gefahlen hat, den Durchlauchtigsten Fürsten, und Herrn Maximilian Joseph in Ober- und Niedern Bayern, auch der Oberen Pfalz etc etc. Unseren Villgeliebten Herrn Vötter aus diesen vergänglichen leben abgefordert, und also durch diesen betriebten Todfahl der Curbaieri[sche] Wilhelminische Manns Stammen erloschen ist, so erklären wir hiermit, und geben zu wissen, daß vermög den von Kaiser Sigismundo von 1426 dem Herzog Alberth von Oesterreich ertheilten wirklichen Belehnung alle die jenige Lande, Districta in Nieder, und ober Baiern, auch der oberen Pfalz, welche die damalige mit dem Herzog Johann von Baiern erloschene Straubing[isch]e Linie besessen hat, Unsern Erzhause wirklich angefahlen seye [...]".

- Die preußische Kriegserklärung erfolgte am 4. Juli 1778, allerdings konnte der Krieg ohne nennenswerte militärische Auseinandersetzungen bereits am 13. Mai 1779 durch den Frieden von Teschen beendet werden. Im Friedensvertrag verzichtete Österreich gegenüber Preußen und den Wittelsbachern auf den Großteil seiner Gebietsansprüche und erhielt im Gegenzug das sogenannte Innviertel. - Ohne die im Original vorhandene Titulatur. Mit Tintenflecken. An den Rändern beschmutzt und leicht gebräunt..

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Maria Theresia

Eigenh. Brief (Fragment) mit Paraphe.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „[...] die alsogleich sollen Vorgenohmen werden und mit allen Kräfften und Kosten die pontons artillerie besonders munitionen zur Armee zu bringen [...] über die Disposition die er [d. i. Feldmarschall Maximilian Browne, 1705–1757] mit seiner Armee und des piccolomini seiner machen will ist ihm nichts vorzuschreiben, Ihm Völlig zu überlassen [...]“. – In der wenig später, am 1. Oktober, stattfindenden Schlacht bei Lobositz besiegte Friedrich der Große die Österreicher unter Feldmarschall Browne, die den bei Struppen unweit von Pirna eingeschlossenen sächsischen Truppen zu Hilfe geeilt waren. – Papierbedingt etwas gebräunt, sonst sehr wohlerhalten.


Maria Theresia

Adelsdiplom mit eigenh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Adelsdiplom für Georg Philipp (v.) Hildebrand, Kapitän-Leutnant im Wolfenbüttler Infanterieregiment; gegengezeichnet von Heinrich Graf Blümegen (1715-1788) und Hofrat Franz Anton von Blanc (1734-1806). - Ohne Einband und Siegel.


Maria Theresia

Schreiben mit eigenh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An Samuel Freiherr von Bru(c)kenthal (1721-1803) in Sachen der Bestellung Graf Leopolds von Clary und Aldringen zum königlichen Thesaurarius in Hermannstadt (Siebenbürgen): "Da dermahlen der Clary noch nicht in Siebenbürgen anweesend [sic], ihme aber zu Einführung daselbst des neuen Contributions-Systematis als Commissarium dahin abgeschicket habe, als habe ihme untereinstens mitzugeben befunden, daß er über jenes, so das Siebenbürgische Thesaurariat zur Erleichterung der diesfältigen Operation von seiten des Cammeralis mitzuwirken hat, mit dem alldortigen Gremio ein Vernehmung pflegen solle; Beynebst wird er sich angelegen halten, mit erwehnten Cameral-Gremio dahin fürzusehen, wie, und auf was art jene zwischen zeit, so zwischen zweyen Gerichts-periodis ohne einigen Juridischen Verhandlungen bestehet, pro Futuro sowohl bey dem Foro productionali, als der Gerichtstafel ab seiten deren Judicum zur Vorbereitung der schleinigeren Revision deren Causarum Fiscalium nüzlicher angewendet werden könnte? nicht minder wird er mit dem Thesauriat sich einvernehmen, nachdem für Siebenbürgen eine besondere Commercial-Commission bereits aufgestellet worden, was, und in wie weit zu solchen Endzweck, das Thesauriat ebenfalls beytragen könnte? [...]". - Brukenthal war Beauftragter der Sächsischen Nationsuniversität am Wiener Hof, trat nach mehrjährigem guten Einvernehmen mit Maria Theresia in den österreichischen Staatsdienst über und wurde von ihr 1762 zum Provinzialkanzler von Siebenbürgen ernannt. Von Kaiser Franz I. zum Reichsfreiherrn erhoben, wurde Brukenthal dann 1765 mit dem Vorsitz der Siebenbürgischen Hofkanzlei in Wien und 1774 als "bevollmächtigter Commissär und Präses des siebenbürgischen Guberniums" betraut und schließlich 1777 zum wirklichen Gouverneur von Siebenbürgen mit dem Sitz in Hermannstadt ernannt. Noch im selben Jahre holte er Samuel Hahnemann, der später als Homöopath weltweite Geltung erlangen sollte, als Bibliothekar und Leibarzt aus Wien zu sich nach Hermannstadt. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.