Komponist (1897-1957). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift. Wien. Gr.-4to. 1 p. Dreiseitiger Goldschnitt. Leicht gebräunt (an den Rändern etwas stärker).
4.500 €
(100420)
Sieben Takte aus vier seiner Opern: „Der Ring des Polykrates“ – „Violanta“ – „Die tote Stadt“ – „Das Wunder der Heliane“. Darunter die Widmung: „Herrn Generalintendanten Tauber | mit den innigsten Glückwünschen | zum 50jährigen Jubiläum | in dankbarer Verehrung | ergebenst: | Erich Wolfgang Korngold.“ – Anton Richard Tauber war von 1912 bis 1930 Generalintendant der Vereinigten Stadttheater in Chemnitz.
Komponist (1897-1957). Portraitphotographie mit eigenh. Notenzitat, Widmung und U. Wien. 29.03.1913. 168:114 mm auf etwas größerem Untersatzkarton (311:223).
3.500 €
(935909/BN935909)
Seltenes Portrait des damals 13-jährigen Wunderkinds in schwarzem Jackett, weißem Hemd und schwarzer Lavallière. Gewidmet dem "hochverehrten Freunde und Förderer" Dr. Ludwig Winter (urspr. Storozynetz, 1872-1922), k. k. Hofsekretär der Generalintendanz der Hoftheater. Das Notenzitat stammt aus Korngolds 1909/10 komponiertem Klaviertrio D-Dur op. 1. - Aus dem Atelier Rudolf Dührkoop (auch Rudolph Dürkoop), Hamburg, mit dessen auf der Photographie gedr. Signet und blindgepr. Stempel am Trägerkarton. Von kleinen Altersspuren abgesehen tadellos erhalten. Vor allem hinsichtlich der Bekleidung vergleichbare Portraits von Korngold existieren auch a. d. J. 1910 von Madame d’Ora.
Komponist (1897-1957). Eigenh. ausgefüllter Scheck mit U. Hollywood. 28.02.1941. 1 S. Qu.-schmal-8vo.
950 €
(84262/BN54762)
Indossierter Scheck der "Bank of America / Pay to the order of": "The Inter Insurance Exchange of the Automobile Club of Southern Calif." über "Sixtyfour 34/100" Dollars. - Korngold, der 1934 in die Vereinigten Staaten emigriert war, hatte sich mit Hilfe von Max Reinhardt als Filmkomponist etabliert und bis 1941 bereits fünf Oscar-Nominierungen erhalten, davon zwei gewonnen.
Komponist (1897-1957). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. O. O. 85:114 mm. In Bleistift.
1.250 €
(88205/BN58011)
Ein Takt aus dem Eröffnungsakkord seiner im Alter von 17 Jahren komponierten Oper "Violanta".
Komponist (1897-1957). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Widmung und U. Wien. 1 S. Qu.-12mo (76:97 mm).
1.800 €
(90245/BN59716)
Zwei Takte aus seiner im Jahr zuvor uraufgeführten Oper "Violanta".
Komponist (1897-1957). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. Wien. 1 S. Qu.-kl.-4to.
2.500 €
(91529/BN60842)
Vier Takte aus seiner 1927 uraufgeführten Oper "Heliane" mit Widmung an einen Prof. Wellner. - Verso mit kleinen Montagestreifen.
verkauft
E. musikalisches Albumblatt mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Eigenhändige Notenzeile, in die anstelle von Noten sein Namenszug geschrieben ist: „Erich Wolfgang Korngold“. - Bleistift. - Als der neunjährige Erich Wolfgang Korngold 1906 Gustav Mahler in dessen Wiener Wohnung eine selbstkomponierte Kantate vorspielte, lief dieser aufgeregt durch das Zimmer und wiederholte immer wieder den Satz: „Ein Genie.“ Enthusiastisch empfahl er dem stolzen Vater Julius Korngold, Nachfolger des Wagner-Antipoden Eduard Hanslik als Musikkritiker der Wiener „Neuen Freien Presse“, den Knaben bei Alexander Zemlinsky Komposition zu studieren zu lassen. Bald überschlugen sich die Feuilletons vor Begeisterung. Vom „Wunderkind“ berichteten sie, und als der Junge, dessen unglaubliches musikalisches Gedächtnis und dessen Klavierspiel vom Publikum gefeiert wurde, seine ersten Werke für die Konzertsäle und Opernhäuser veröffentlichte, lag ihm die musikalische Welt zu Füßen.
Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Bedeutender Brief, vermutlich an Hans Loewenfeld, Direktor des Hamburgischen Stadttheates wegen der Details zur Uraufführung von Korngolds „Die tote Stadt“ in Hamburg. „[…] auf Ihre frdl. Anfrage teile ich Ihnen die Bläserbesetzung meiner Sinfonietta in H dur, für gr[oßes]. Orch[ester]. op 5 | Fliessend, mit heiterem Schwung | Scherzo: Molto agitato (rasch und feurig) / Molto andante (träumerisch) | Finale: Poetico – Allegro giocoso | nachstehend mit: 2 Flöten, 1 Piccolo | 2 Oboen ... | 2 Clarinetten ... | 2 Fagotte | 4 Hörner F | 3 Tr[om]p[eten] C | 3 Pos[aunen]. | 2 Harfen, Celesta, Klavier (im Finale) Ich glaube, das Programm am besten wie folgt: 1. Sinfonietta ... E.W. Korngold / Pause / 2. ,Kindertotenlieder’ Gustav Mahler bei Gesang u. Orchester ohne Unterbrechung | 3. Suite aus der Musik ,V[iel] L[ärm] u[m] N[ichts]’ E. W. Korngold […]“ Nun das Wichtigste: Die Proben müssen am 6. 10 - mindestens 1/2 2 (2) 7. 10 - 1 8. 10 - 1 (im Saal ,Generalprobe’) stattfinden, da ich am 5. aus Frankfurt nicht rechtzeitig um 10 Uhr ankommen kann. Falls am 7. (tote Stadt) überhaupt keine Probe stattfinden könnte, müsste am 5. die Probe um 11 Uhr beginnen und in meiner Abwesenheit vielleicht Kapellmeister Pollak [d.i. Egon Pollak, 1879-1933, von 1922 bis 1931 Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper] die grosse Güte haben, die ,Kindertotenlieder’ zu probieren beginnen. Ich bitte mir eine Depesche an Scotson Mainz zu senden, ob die Proben am 6. beginnen oder ob ich am 5. von der Bahn direct ins Theater kommen soll. […]“ Am 12. April 1920 dirigierte Pollak – zeitgleich mit Otto Klemperer in Köln – die Uraufführung von Korngolds „Die tote Stadt“. Pollak galt als Wagner-Spezialist und erhielt besonderen Zuspruch für seine Dirigate von Smetanas Verkaufter Braut, Janáček Jenůfa (1926) und Wagners Ring des Nibelungen (1927). Gemeinsam mit dem Intendanten des Stadttheaters, Leopold Sachse, bemühte er sich um gleichbleibend hohes Niveau und Erneuerung des Spielplans. In Hamburg war er auch als Konzertdirigent tätig. Beispielsweise führte er 1927 das Konzert für zwei Klaviere und Orchester von Carl Philipp Emanuel Bach in einer Bearbeitung von Heinrich Schenker auf. „Die tote Stadt, op. 12“ ist eine durchkomponierte Oper in drei Bildern mit einer Musik von Erich Wolfgang Korngold und Texten von Paul Schott, einem Pseudonym, unter dem Julius Korngold, Erich Wolfgang Korngolds Vater, und der Komponist selbst zusammenarbeiteten. Das Libretto basiert auf dem symbolistischen Roman „Das tote Brügge“ (Bruges-la-morte, 1892; deutsche Übersetzung: 1903) von Georges Rodenbach (1855–1898). Korngold, der als „Wunderkind“ galt, war zum Zeitpunkt der Uraufführung erst 23 Jahre alt. Erich Wolfgang Korngold war tief beeindruckt von der Musik Gustav Mahlers. 1906 durfte er als Neunjähriger Gustav Mahler in dessen Wiener Wohnung eine selbstkomponierte Kantate vorspielen. Mahler soll aufgeregt durch das Zimmer gelaufen und wieder den Satz ausgerufen haben: „Ein Genie.“ Mahler empfahl Korngolds Vater Julius Korngold - seinerseits Musikkritiker der Wiener „Neuen Freien Presse“ -, den Jungen von Alexander Zemlinsky in Komposition zu lassen. „Für Korngold war Mahler das ganze Leben lang ein Vorbild und Orientierungspunkt, quasi sein schöpferisches Gewissen, das ihn stets gemahnte, als Schöpfer ernster Musik wahrgenommen zu werden. Es ist die tiefe religionsübergreifende Spiritualität und die Künstlerpersönlichkeit Mahlers, die für Korngold besonderes Gewicht hatte“, heißt es in „Gustav Mahler und die Spiritualität“ (2017) von Alexander Odefey.
Portraitphotographie mit eigenh. Unterschrift und Notenzitat „Heliane“.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Hübsches und frühes Brustbild des Komponisten von vorn. Mit einer Notenzeile aus seiner im Jahr zuvor entstandenen Oper „Das Wunder der Heliane“. Aus der Sammlung des Wiener Anwalts Max Bettelheim (1912-1971). Von dessen Nachfahren übernommen. Die Karriere von Erich Wolfgang Korngold verlief voller Höhen und Tiefen. Mit neun Jahren Gustav Mahler vorgespielt, mit elf Jahren als Wunderkind und zweiter Mozart gefeiert, mit 13 Jahren ein geradezu gereifter Musiker. 1909 (mit 13) war Korngold mit Klavierwerken hervorgetreten, deren Modernität und Reife international Aufsehen erregten und rasch prominente Fürsprecher fanden. Richard Strauss äußerte 1910 seine Bewunderung für ‚diesen jungen Erzmusikanten‘. Violanta (1916), Das Wunder der Heliane (1927) und Die tote Stadt (1920) waren „die“ Opern der 1920-er Jahre neben Strauss und Schreker. Während der Nazi-Herrschaft und des Austrofaschismus lebte und arbeitete Korngold in den USA und war dort als Filmmusiker so erfolgreich, dass er es auf vier Oscar-Nominierungen brachte. 1949 kehrte Korngold nach Wien zurück. Aber er konnte an seine Erfolge von vor 1933 nicht mehr anknüpfen. Seine melodische Musik, die bei aller Dissonanz nie der Tonalität und Schönheit abschwor, wurde von der Nachkriegs-Avantgarde verachtet. 1955 ging Korngold endgültig nach Amerika zurück.
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Eigenhändiges Albumblatt (Postkartenrückseite) mit Noten- und Textzeile (Singstimme mit Begleitung) „Ihr liebt mich, Mona Violanta ...?“ und Werkbezeichnung „Violanta“ aus dem Duett Affons-Violanta in Szene 6 von Korngolds einaktiger Oper „Violanta“.
Portraitpostkarte mit eigenh. Notenzitat und Unterschrift auf der Vorder- bzw. Rückseite.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Hübsches Jugendportrait, das Korngold in einer nachdenklichen Pose zeigt, die Blick in die Kamera gerichtet. Vorderseitig signiert, die Rückseite mit einem Notenzitat aus der 1927 uraufgeführten Oper „Das Wunder der Heliane“ versehen.
Portraitpostkarte mit eigenh. Notenzitat und Unterschrift auf der Vorder- bzw. Rückseite.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Hübsches Brustbild von vorn. Auf der Rückseite ein kurzes Notenbeispiel aus der Oper „Violanta“, die 1916 an der Hofoper in München uraufgeführt wurde.
Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Inhaltsreicher Brief an den Autor Anthony Thomas in Kanada, der seinen Sohn nach Korngold benannt hatte: „[…] Just a […] ‘thank you’ and a word to let you know how flattered and thrilled I am about you naming your little boy after me! All my very best wishes to him and to his dear parents! […]“ In einem P.S. fügte er hinzu: „My violin concert, recorded by Heifetz for RCA Victor, will be released- finally! - in March. My most recent compositions are to works for the American school […] ,Theme and variations’ op. 42 and ,Straussiana’ […]. I am probably leaving for Europe in spring to supervice the music for a Richard Wagner Film, produced and directed by William Dieterle. The the same time I shall prepare the stage for a permiere performance of my ,Simphony in F sharp’ op. 40 and my comedy ,Silent Serenade’ - either in Vienna or in Germany (Berlin or Hamburg).“





