Oskar Kokoschka

Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886–1980). Eigenh. Widmung mit U. in: O. K.: Bildnisse von 1907–1970. Ausstellungskatalog. München. Mit zahlr. Abbildungen auf 53 Tafeln und im Text. 33, (1) SS., (5) Bll. Bedruckte Originalbroschur. Kl.-4to.
400 € (15087)

Der Vortitel mit Widmung an den Ausstellungsorganisator und langjährigen Leiter des Münchener Hauses der Kunst, Peter Ade (1913–2005): „Wenn der liebe Peter Alois nur öfter mit dem Adolf bei mir in Villeneuve auftauchen würde, trotz der wunderschönen Ausstellung hier in München Ihr dankbarer Oskar Kokoschka 14. 9. 71“. – Leichte Gebrauchsspuren, die Widmung selbst tadellos.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886–1980). Eigenh. Widmung mit Illustration und U. („OK“) in: O. K.: Die träumenden Knaben und andere Dichtungen. Salzburg. 39, (5) SS. Bedruckte Originalbroschur. Kl.-8vo.
1.400 € (15089)

Die Bleistiftzeichnung zweier Figuren mit Widmung „für den lieben [Peter] Ade von OK“ am Vortitel. – Peter Ade (1913–2005) war Ausstellungsorganisator und langjähriger Leiter des Münchener Hauses der Kunst; seine Gattin war die Schauspielerin Inge Langen (1924–2007).

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886–1980). Originalphotographie mit eigenh. Datum und U. („OKokoschka“). München. 127:175 mm.
400 € (22742)

Brustbild en face in S/W zusammen mit dem Photographen Hanns Hubmann (1910–1996), umseitig dessen Stempel.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886–1980). Eigenh. Bildpostkarte mit Initialen. [Montreux]. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
600 € (22743)

An „Eilvia Mahncke“ (Elvira?) mit der Aufforderung, „nicht Dein ganzes Taschengeld für Briefmarken an mich“ auszugeben: „[...] Wenn Du Zeit hast geh ins Museum das neu erworbene Dresdenbild ansehen“. – Die Bildseite mit einer Reproduktion seines Bildes „Hamburger Hafen“ a. d. J. 1961.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Originalphotographie mit e. U. („OKokoschka“). Hamburg. 288:312 mm.
1.000 € (48478)

Ausdrucksvolle S/W-Aufnahme mit zwei Zuhörern, denen Kokoschka etwas mit mimischer und gestischer Unterstützung auseinandersetzt. – Die Verso-Seite mit mehreren Stempeln des Photographen Ludwig Hoffenreich, Hamburg. – Mit kleinen Randläsuren.

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Kokoschka, Oskar

Maler (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. Villeneuve (Vaud), Villa Delphin, Quartier Byron. Qu.-Gr.-8vo. 2 Seiten. Bläuliches Papier.
4.500 € (54359)

Bedeutender Brief an den Architekten Kurt Schlauss (1924-2005) in Wien: „[...] Ich komme auf ihre Anregung bezüglich der Ausschmückung der von ihnen in Linz gebauten Gewerbekammer [eig. Wirtschaftskammer; 1952] zurück und hätte nun Zeit mich damit zu beschäftigen wenn sie mir bald nähere Angaben, Pläne, Photos und auch Vorschläge das Honorar betreffend zukommen ließen. Ich möchte mich zu Kartons in Originalgröße für Gobelins entscheiden, welche die Wiener Gobelinmanufaktur ausführen könnte.

Eine Rivalität mit den Künstlern, die heute für Aubusson [Sitz der bekanntesten Gobelinherstellung] arbeiten, würde mir Spass machen, auch müsste ich in der Wahl meiner Themen unabhängig bleiben dürfen. Denn für eine rein dekorative Aufgabenstellung brächte ich nicht genug Interesse auf. Falls Sie, wie angedeutet gelegentlich ihr Salzburger Besuches, Zeit fänden hierher zu kommen, dann könnten Sie noch das, bis Mitte Okt[ober] in meiner Werkstatt stehende, Wandgemälde für die Hamburger Universität ,Die Verteidigung der Thermopylen' [Triptychon auf Leinwand, gestiftet von der Familie Reemtsma] sehen und danach beurteilen wie ich mir selber Aufgaben stellte und Lösungen fand. In der Erwartung einer baldigen Antwort [...]" - Linker Rand minimal lädiert..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief m. U. Villeneuve. Quer-8vo. 2 pp.
3.500 € (61455)

An Herrn Dr. Schlauss: „[…] ich bekam vor einigen Tagen aus Salzburg Ihre Pläne des Saals der Handels- u. Gewerbekammer nachgesandt. Die drei Flächen, die für Wandschmuckausgespart sind, verlangen, meiner Meinung nach, eine einheitliche Lösung. Gobelins wären sehr angezeigt, doch müßten die Entwürfe dafür von einer Hand stammen. Ich würde mich gerne zur Verfügung stellen, nachdem ich in der letzten Zeit große Wandbilder gemalt hatte (in diesem Jahr ein Tryptichon für die Hamburgische Universität) so daß ich eine Übung in solchen Dimensionen erlangte, welche ich gerne in einem fast gleichen Maaßstab in vorliegenden Fall auf die Gobelintechnik anwenden möchte.

Selbstverständlich würde es sich daran nicht um rein dekorative Lösungen handeln, wie sie die modernen Franzosen, Lurcat u.s.w. bevorzugen. Hätten Sie Zeit und Lust im Verlaufe des Herbstes hierher zu kommen und die genannte Arbeit anzusehen so lange sie noch in meiner Werkstatt bleibt? Wie Sie sich denken können, nimmt die Arbeit an den Entwürfen für Kartons eine geraume Zeit, ich würde mir den ganzen Winter und das Frühjahr dazu nehmen, wenn ich eine definitive Antwort von Ihnen erhalte […]“.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Gedr. Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. 240:300 mm.
350 € (32621/BN24573)

Die S/W-Aufnahme zeigt den Maler in einem Museum vor einem seiner Bilder. - Mit kleinen Randläsuren.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Schreiben ohne U. O. O. 1 S. Qu.-8vo.
850 € (34208/BN29997)

An einen Herrn mit Korrekturen zu einem Manuskript und über Kokoschkas Masaryk-Portrait: "[...] Bitte fragen Sie in der Kunsthandlung Valentin N. York 32 East Fifty-Seventh Street ob mein Masarykbild dort gut aufgehoben und ob eine Verkaufschance ist. Ich brauch es bald für Frl. Edith Sachsel die in Paris vielleicht Not leidet". - Der linke und rechte Rand stärker lädiert und mit Spuren von Klebefilmstreifen.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Bildpostkarte ohne U. [Villeneuve]. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
850 € (44217/BN30299)

An Silvia Mahncke in Hamburg: "Viele gute Neujahrswünsche meiner lieben, langbeinigen Hamburger Deern und herzlichen Dank für die lustigen Photos und den sehr stürmischen Zeitungsartikel. Auf dem umstehenden Ölbild [d. i. "Die Windsbraut" a. d. J. 1914] ist die Heldin und der Held von mir gemalt. Bis ich nach Hamburg komme, gebe ich Dir mein Geschichtebuch wo viel darüber erzählt ist. Da wirst Du Augen machen was Dein OK alles getrieben hat!"

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). 3 eigenh. Briefe mit U. und 2 eh. Ansichtskarten mit U. ("Oskar Kokoschka", "O. Kokoschka", "OK" oder "Oskar"). Prag, Rom, Paris und London. 3 Doppelblätter (kl.-4to), davon 11 Seiten beschrieben, 1 Einzelblatt (qu.-kl.-4to), beide Seiten beschrieben, und die Karten.
12.000 € (47581/BN32242)

Inhaltsreiche Briefe an den Kunsthändler Israel Ber Neumann (1887-1961) in New York, mit Berichten von seinen Reisen in Italien, Frankreich und Nordafrika, vor allem aber über Ausstellungspläne in Amerika und den drohenden Verlust seiner in deutschen Museen hängenden Bilder: "[...] ich freue mich schrecklich, so etwa im Juli in gods own country aufzutauchen. Vielleicht gibt es dann schon Flugzeuge um hinzukommen, aber nicht Zeppeline mit Schwindelgas, weil die Nazis das Geld für Helium in Hetzpropaganda und Kanonen vergäuden müssen [...]" (Prag, 8.

V. 1937). - "[...] Man muß alle deutschen Museumsbilder herauskriegen, damit die Narren nur nichts ruinieren, was ich nicht mehr einholen kann von früher her. Praktisch ist in Wien durch Karl Moll und in Prag durch Dr. Feigl im April und im Mai je eine Ausstellung arrangiert, wo man dann Übersicht hat, wie viel man davon für Amerika ausleihen kann. Der brave Moll zeigt deutsche Museumsbilder, Feigl neueste Prager Landschaften. Mir gehört nichts daran, ich hab ja nie in meinem Leben mehr als 1-2 Bilder in eigenem Besitz, weil ich einfach wieder übermale, wenn ein Bild stehen bleibt und mir also auf die Nerven zu gehen beginnt deshalb. Die wichtigste Ausstellung im Moment soll deshalb den Namen dort bei Euch eichen und das wird aber von einer offiziellen Stelle aus geschehen, die die Garantie gegenüber den deutschen Museen geben, die Spesen tragen und sich den Luxus leisten können nichts verdienen zu müssen, das ist aber das New-Yorker New Art Museum [...]" (Prag, XI. 1937). - "[...] I hav[e] success here, true, but I always had it my life long even when it was success only amongst a small crowd of juvenile enthusiasts among w[h]ich you were one of the outstanding figures in my memory of the past [...] Recently I finished a portrait of Mr. Maisky, the Soviet Ambassador of London. I think it to be one of my best works in the near past and would like to have it invited by the Museum of Modern Art, New York. You would oblige me in talking it over with Dr. Barr, the nice Director of the Museum. Nearly 40'000 people saw the collection referred above here in London, many more will see my painting in the country where it will be send around. Some people say it is the painting of this war. History will judge! [...]" (London, 15. IV. 1943). - Kokoschka hatte von 1919 bis 1926 eine Professur an der Kunstakademie in Dresden inne, von der er 1924 freigestellt wurde. Nach seinem plötzlichen Ausscheiden aus der Akademie unternahm er ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und um das östliche Mittelmeer, die ihn zu zahlreichen Städteporträts und Landschaftsbildern inspirierten. 1931 kehrte er nach Wien zurück, hatte Ausstellungen in Paris und Wien. Im Mai 1938 flüchtete Oskar Kokoschka nach Großbritannien, wo er bis 1953 blieb. - In: Olda Kokoschka und Heinz Spielmann (Hrsgs). Oskar Kokoschka. Briefe III, 1934-1953. Düsseldorf 1986, nicht gedruckt..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Portraitpostkarte mit U. ("OK"). O. O. 1 S. Qu.-8vo.
950 € (47651/BN32533)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Das war eine freudige Überraschung, aus Deinem Brief sehe ich daß es auch Dir Freude und Spass gemacht hat. Jetzt musst Du aber auch auf Dich schauen, fesch beinander sein und Dein Asthma ganz verlieren. Wenn Du spät abends schreibst, wickel Dich in die warme, federleichte finnische Kaschmirdecke ein und schreib ein barsches Buch gegen die dumme Welt, mit vielen Episoden im 2. Weltkrieg, wovon die heutige Jugend keine Ahnung hat, und die alten haben vergessen, wie töricht sie handelten [...]". - Mit einer vertikalen Knickspur und kl. Randläsuren.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Widmungsexemplar von: Hans Maria Wingler. Oskar Kokoschka. The Work of the Painter. Salzburg. 401 SS. mit 600 Illustrationen auf 35 Farb- und 132 S/W-Tafeln sowie 400 kleinformatigen Textillustrationen. Zeitgen. Leinenband mit Schutzumschlag. 4to. In Kartonschuber.
1.500 € (47684/BN32607)

Erste Ausgabe. - Kokoschkas eh. Widmung mit U. am vorderen Vorsatzblatt an den englischen Verleger Sir Stanley Unwin (1884-1968), den Inhaber des Verlags George Allen & Unwin: "For Sir Stanley / This is my life's work. I always enjoyed vision and tried to give a record of what I had seen [...]". - Beiliegend eine gedr. Gedenkschrift für Stanley Unwin und ein Lieferschein der Galerie Welz.

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Kokoschka, Oskar

Austrian artist (1886-1980). "Comenius, the English Revolution, and Our Present Plight". Typed Manuscript Signed. London. 4to. 7 pp. on 7 ff.
4.000 € (60899/BN44762)

In honor of his Czech heritage, Kokoschka writes on the contributions of John Amos Comenius (Komenský in Czech, 1592-1670), a religious refugee, pioneer in education, and one of the earliest champions of universal education. Comenius believed in the role of science in society and promoted his belief that the enlightenment of mankind was ahead. Kokoschka's essay compares the life and work of Comenius, specifically when he visited England in 1641, to the present time of post-war reconstruction and how universal education must still be the most important goal of society.

His essay begins, "The visit of [...] Comenius [...] evokes our particular interest to-day because official voices are now encouraging the aim of re-making the foundations of the social order, just as they were on the eve of the English Civil War when the famous exile paid his visit to England [...]". - Kokoschka presents information on England in the 17th century, saying "there was [...] no fear of foreign ideas [...] Mystical strains [...] awoke again in the social unrest [...] existing order [...] had come into opposition [...] with this Christian principle of the human dignity of the individual". He comments on Comenius' thought, "Salvation is at hand - through education", and presents his own views on how education suffered after World War I. Kokoschka felt that as Comenius believed in fighting illiteracy, that fight needed to be continued now. - "Mass education seems sometimes to have been a failure. But Comenius' plan has not yet been realized. The resolve of the democratic peoples that this crusade against Fascism shall not again fade out [...] can perhaps best be furthered by focusing attention on the problem of how to free the individual by removing the primary cause of his bondage, that is, education for national ends [...] With the break-up of the middle-ages, nationalism rose to a position of dominance over all human affairs. Nationalism has made the tone of popular thought sometimes inhuman [...] superhuman, but never [...] normal and human. We need a covenant on the guiding principles of of [sic] rational education [...]". - His essay ends with an appeal. "Democracy underrates the growing complacency and despair of the backward masses [...] The essential principle of his [Comenius] educational plan translated into modern language demands from world Democracy an international scientific control of mass-education by a board of internationally minded educational experts and scientists [...] A World Education Board [...] would be the greatest instrument ever forged in the interest of world democracy, and thus indeed a realisation of Komensky's [Comenius] highest aims". - Kokoschka then signs in full with place and date. Rust stain and small tear at top of first page..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. Wohl Villeneuve. 1 S. 8vo.
2.500 € (61064/BN45173)

An eine Dame - "aus Ihrem Brief ist Ihr Name unleserlich, leider": "Ich sende Ihren Brief [...] an Herrn Harry Fischer, Leiter der Marlborough Gallery London W1 39 OLD BOND street[.] Ich glaube die Entwürfe für meine Inscenierung der 'Zauberflöte' sollten dieser Tage aus Amerika zurückkommen. Vielleicht kann Herr Fischer diese für die von Ihnen geplante Prager Ausstellung freimachen[,] jedoch dürfte die Versicherungssumme Schwierigkeiten bereiten, welche natürlich sehr hoch sein wird [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). 4 eigenh. Briefe mit U. (davon 1 mit ganzs. signierter Handzeichnung) und 1 eh. Bildpostkarte mit U. Wohl Villeneuve. Zus. 8 SS. auf 5 Bll. 8vo und qu.-8vo. Mit 4 eh. adr. Kuverts.
25.000 € (61065/BN45174)

Vertraute und sehnsuchtsvolle Briefe an Antonia Mangelmann, wohl ein ehemaliges Modell oder Kokoschkas Schülerin an seiner Salzburger Sommerakademie: "Du hast mir eine Hingabe, wahrhaft grenzenlos für eine Mutter, bewiesen, in diesem, deinem vielleicht schönsten Brief, sei nicht erzürnt wenn sich der Schwan menschlich zeigt im Bedürfnis dich zu umarmen zum Dank für alles was du meiner Einbildungskraft so nahe hältst daß ich wirklich den ganzen Tag über glücklich war, sehr glücklich. Wie süss sind Eure beiden Herzen und wie schön Eure zwei Leiber, solche Harmonie der irdischen Formen und der göttlichen Seelen hat es nur in der griechischen Antike gegeben und ich sage dir offen, ich komme nur für Euch zwei noch einmal nach Salzburg.

Von einer so wunderbaren Anmuth weggehen zu müssen, denn bald werde ich sterben müssen, ist ein Schicksal an welches ich mich schwer gewöhnen will! Daß eine Wand zwischen uns dreien sein soll, die Welt der Schatten mich für ewig entfernen wird während du und Inge unterm Himmel, im Licht des Tages und dem Stern der Nacht Eure Anmut und Liebe verstreut wie Blüthenblätter tut mir weh wie meine Liebe weh tut doch aber lebend erhält / dein Oskar". Die Verso-Seite dieses undatierten Briefes mit der ganzseitigen Zeichnung dreier umschlungener Personen, darunter bezeichnet "für die liebe Antonia / Variation unseres Themas / von OK". Die Dargestellten dürften dem Anschein nach Antonia und ihre Tochter Inge sowie Kokoschka selbst sein. - Die Briefe jeweils mit gedr. Briefkopf; beiliegend 11 SS. auf 6 Bll. Gegenbriefe..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Widmung mit U. in: O. K.: Entwürfe für die Gesamtausstattung zu W. A. Mozarts Zauberflöte. Salzburger Festspiele 1955/56. Wien und Salzburg. 64 SS. (davon XVII einseitig bedr. Farbtafeln). Bedr. Originalbroschur. 8vo.
450 € (61075/BN45185)

Kokoschkas Widmung an Antonia Mangelmann, wohl ein ehemaliges Modell oder eine Schülerin an seiner Salzburger Sommerakademie, datiert vom 20. VIII. 1955.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. Villeneuve. 1¾ SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
3.500 € (62198/BN45350)

An Elisabeth Setnik: "Mein liebes Kind, Du bist in einem Alter wenn einem das Herz überläuft von Gefühlen und die Außenwelt zu kalt und bedrohlich erscheint. Später wird sich ein Gleichgewicht zwischen Wünschen und Können, Vermögen einstellen aber dies ist ein schwacher Trost vorläufig, ich weiß es denn mir ging es auch nicht anders in Deinem Alter und ich litt unsäglich. Wäre ich in Wien, könnte ich Dir Mut machen. Die Arbeiten von Dir, die ich beurteilen sollte, sind verloren gegangen weil ich in Amerika war und so kann ich Dir keinen Rat über Deine Begabung geben.

Es wäre auch zu früh, denn in den Entwicklungsjahren ändert sich viel. Lasse die Nase nicht hängen und gehe ins Kunsthistorische Museum für mich und suche Dir nicht Vorbilder, eher Erwecker der Freude und der Andacht vor dem Wunder des Lebens [...]". - Auf bläulichem Luftpostpapier mit gedr. Briefkopf..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. Wien. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.
1.500 € (62369/BN45614)

An den Akademischen Verein für Literatur und Musik: "Ich bitte den Übersender dieses Herrn Nowak [...] der mir von maßgebender Seite warm empfohlen wurde in seiner Absicht tunlichst zu unterstützen in dem Sie ihm Möglichkeit geben, im Rahmen Ihres Vereins Vortragsabende zu veranstalten. Bitte sich in gegebenem Fall mit dem Herrn wegen der sicheren Bestimmungen ins Einvernehmen zu setzen [...]".

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). 2 eigenh Briefe mit U. und 1 eh Bildpostkarte mit U. O. O., Villeneuve (Vaud) und Salzburg. Zusammen 4 SS. auf 3 Bll. (Gr.-8vo). Mit einem eh. adr. Kuvert. Mit zwei mitunterzeichneten Neujahrskarten und einigem zeitgen. Werbematerial.
4.500 € (73815/BN47698)

Die Schreiben sind an Franz Leeb, Bürgermeister von Pöchhlarn, gerichtet: "[...] Ihrem Pöchlarner Sohn und Ehrenbürger fehlen vorläufig Worte um Ihnen und allen Freunden, die mir so viel Freude bereitet haben, zu danken. Begnügen Sie sich bitte mit dem Ausdruck meines innigsten Dankes und der Versicherung, daß ich diesen, einer meiner schönsten Lebenstage, nie vergessen kann als Sie mich [vor] der ganzen Bevölkerung so herzlich in meiner Geburtsstadt empfangen und gefeiert haben. Ein herzlichen Gruß Ihnen, lieber Herr Bürgermeister, dem Stadtrat und allen meinen Mitbürgern [...]" (18. VII. 1956).

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Kokoschka, Oskar

Austrian artist (1886-1980). Autograph sketch signed ("O. K."). No place. 4to (295:208 mm). 1 page. In pencil.
4.500 € (74317/BN48301)

Depicting a young girl identified as Gertrud Liggefeld.

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Kokoschka, Oskar

E. U. auf Buchseite
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Oskar Kokoschka (1886-1980), österr. Maler, Graphiker, Bühnenbildner, Schriftsteller. E. U. auf einer Buchseite seines Gemäldes „Countess Drogheda (1946)“, o. O. u. D., 1 Seite 4°. – Schwungvolle Unterschrift am unteren Rand. – Leichte Knickspuren u. minimal gebräunt.


Kokoschka, Oskar

Portraitphotographie m. e. Widmung u. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Oskar Kokoschka (1886-1980), Maler, Graphiker und Schriftsteller. Portraitphotographie mit e. Widmung u. U., o. O. u. D., 1 Seite 4°. Format der Fotografie: 24 x 18 cm. Mit Widmung an Willy Haas, Publizist und Literaturkritiker (1891-1973). – „Für den feinen Deuter meines Bühnenstücks und Dichtungen überhaupt in Dankbarkeit für ein Verständnis, das mir selten, soweit Erinnerung reicht, entgegengebracht worden ist | Oskar Kokoschka“. – Die Photographie zeigt Kokoschka im Profil nach rechts. Gerahmt.


Kokoschka, Oskar

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Oskar Kokoschka (1886–1980), Maler, Graphiker und Schriftsteller. E. Brief mit U. Villeneuve, 17. Juli 1961. 1¼ SS. 8°. Mit e. adr. Kuvert. – An den Maler Benton Scott (1907–1983): „I regret very much to have to tell you that the painting of which you sent me a photo, is not my work. I never painted such genre scenes as you can find out for yourself looking through Hans Maria Wingler K[okoschka] and the work of the painter […] Since my work has become known now everywhere, a flood of fakes and silly attributions makes it difficult for me to answer requests similar to yours. With your kind permission I keep the the photo for my already large collections of fakes and works attributes to me through error […]”. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.


Kokoschka, Oskar

Albumblatt m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Oskar Kokoschka (1886–1980), Maler, Graphiker und Schriftsteller. Albumblatt mit e. U. O. O. u. D. 1 S. 8°. – Die U. am oberen Rand einer alt auf das Blatt montierten gedruckten Zeichnung des „Papageno“, der Teil einer 32 Figurinen und Szenen-Entwürfe umfassenden Reihe von Arbeiten ist, die Kokoschka 1964 für die Londoner Covent Garden Opera und 1965 für eine Genfer Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ entwarf. – Die Verso-Seite mit alt montiertem Zeitungsausschnitt hierzu.


Kokoschka, Oskar

Ms. Brief m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Oskar Kokoschka (1886–1980), Maler, Graphiker und Schriftsteller. Ms. Brief (Durchschlag) mit e. U. („OKokoschka“) und kleiner e. Ergänzung. O. O. u. D. [Um 1938]. 3 SS. auf 3 Bll. 4°. – Langer und wütender Brief an das Komitee der Ausstellung „Twentieth Century German Art“ in London. Die im Juli 1938 in den Räumen der New Burlington Galleries veranstaltete Schau zeigte Werke der in Deutschland als „entartet“ verfemten Künstler, darunter auch Bilder von Kokoschka. In diesem offensichtlich vor Ausstellungsbeginn geschriebenen Brief bedauert er, daß die ursprüngliche Idee der Ausstellung mit deren neuem Programm entschärft würde: „[...] The new program, which I have just received from you, departs from the idea of taking action in defence of the ‚under dog’ as you express it so caustically in English, and has taken up a policy of ‚fair play’ [...] The ‚under dog’ instead of being provided with a forum in which to state his case, as promised in your original circular, would merely serve as a dummy so to say and give the impression in countries other than Germany, that it was merely a question of a competition to illustrate two differing points of views, which of course would presuppose a certain impartiality on both sides. Such an impartiality has however, as one well knows, been entirely set aside by the physical and political force of that ideology, to which this group of artists acknowledges its adherence [...] if these artists should arrive from Germany without the necessary authorizations – it would not conform with my sense of honour as an artist and I may say with my personal sense of honour to endeavour to avoid this struggle with my own conscience, and I consequently must beg you to delete my name from the list of German artists who are exhibiting and also not to borrow paintings from private collections, as I will not be represented in this exhibition [...]“. – Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren sowie einer kleinen Rostspur durch eine alt entfernte Büroklammer.


Kokoschka, Oskar

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Oskar Kokoschka (1886-1980), Maler, Graphiker und Schriftsteller. E. Brief m. U., London, 25. April 1967, zwei Seiten 8°. Mit e. Briefumschlag. Gedruckter Hotelbriefkopf „Hyde Park Hotel“. Blaues Papier. An den Genealogen Heinz Schöny in Wien: „[…] Ich danke Ihnen sehr für die Übersendung des Heftes der Genealogie worin meine Familiengeschichte enthalten ist. Besonders aufschlußreich meiner seeligen Mutter’s Herkunft bestätigt. Vieles was auch sie erzählt hat. Merkwürdig ist das Ypsilon in L o y d l , manchmal Loyd-el, also ein keltischer Suffix in der Bedeutung wie vom Rain, zum Weg, am Hof also gar nicht al[l]emanisch. Dem nachzugehen wäre auch interessant, weil in meiner Mutterfamilie eine Legende weitererzählt worden ist nach welche ein Missionar aus Irland, dort eine Liebesgeschichte angebandelt haben soll, ähnlich wie Herd und Leander, die Burgruine soll noch bestehen. Sowohl meine Mutter wie die Großmutter hatten das zweite Gesicht gleich wie meine arme, in Prag elend zugrundegegangene Schwester, (Opfer des Tsch[ech]ischen Chauvinismus), die eine zarte, feine Lyrikerin war. Ich wäre für ein paar mehr Exemplare des Heftes […] Januar 67 sehr dankbar, bleibe noch in London etwa 3-4 Wochen und bäte auch meinem Bruder ein Exemplar zu senden falls es Ihnen nicht zu viel Mühe macht […]“ – Beiliegt: 1 Brief m. U., Villeneuve, 12. April 1986, v. Olda Kokoschka an denselben Empfänger: „[…] Sie haben bewundernd viel über OK’s Familie auf der österreichischen Seite herausgefunden und die Genealogie sehr viel weiter geführt […]“