Oskar Kokoschka

Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886–1980). Eigenh. Widmung mit U. in: O. K.: Bildnisse von 1907–1970. Ausstellungskatalog. München. Mit zahlr. Abbildungen auf 53 Tafeln und im Text. 33, (1) SS., (5) Bll. Bedruckte Originalbroschur. Kl.-4to.
400 € (15087)

Der Vortitel mit Widmung an den Ausstellungsorganisator und langjährigen Leiter des Münchener Hauses der Kunst, Peter Ade (1913–2005): „Wenn der liebe Peter Alois nur öfter mit dem Adolf bei mir in Villeneuve auftauchen würde, trotz der wunderschönen Ausstellung hier in München Ihr dankbarer Oskar Kokoschka 14. 9. 71“. – Leichte Gebrauchsspuren, die Widmung selbst tadellos.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886–1980). Eigenh. Widmung mit Illustration und U. („OK“) in: O. K.: Die träumenden Knaben und andere Dichtungen. Salzburg. 39, (5) SS. Bedruckte Originalbroschur. Kl.-8vo.
1.400 € (15089)

Die Bleistiftzeichnung zweier Figuren mit Widmung „für den lieben [Peter] Ade von OK“ am Vortitel. – Peter Ade (1913–2005) war Ausstellungsorganisator und langjähriger Leiter des Münchener Hauses der Kunst; seine Gattin war die Schauspielerin Inge Langen (1924–2007).

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Gedr. Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. 240:300 mm.
350 € (32621/BN24573)

Die S/W-Aufnahme zeigt den Maler in einem Museum vor einem seiner Bilder. - Mit kleinen Randläsuren.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Schreiben ohne U. O. O. 1 S. Qu.-8vo.
850 € (34208/BN29997)

An einen Herrn mit Korrekturen zu einem Manuskript und über Kokoschkas Masaryk-Portrait: "[...] Bitte fragen Sie in der Kunsthandlung Valentin N. York 32 East Fifty-Seventh Street ob mein Masarykbild dort gut aufgehoben und ob eine Verkaufschance ist. Ich brauch es bald für Frl. Edith Sachsel die in Paris vielleicht Not leidet". - Der linke und rechte Rand stärker lädiert und mit Spuren von Klebefilmstreifen.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Bildpostkarte ohne U. [Villeneuve]. 01.01.1965. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
850 € (44217/BN30299)

An Silvia Mahncke in Hamburg: "Viele gute Neujahrswünsche meiner lieben, langbeinigen Hamburger Deern und herzlichen Dank für die lustigen Photos und den sehr stürmischen Zeitungsartikel. Auf dem umstehenden Ölbild [d. i. "Die Windsbraut" a. d. J. 1914] ist die Heldin und der Held von mir gemalt. Bis ich nach Hamburg komme, gebe ich Dir mein Geschichtebuch wo viel darüber erzählt ist. Da wirst Du Augen machen was Dein OK alles getrieben hat!"

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). 3 eigenh. Briefe mit U. und 2 eh. Ansichtskarten mit U. ("Oskar Kokoschka", "O. Kokoschka", "OK" oder "Oskar"). Prag, Rom, Paris und London. 3 Doppelblätter (kl.-4to), davon 11 Seiten beschrieben, 1 Einzelblatt (qu.-kl.-4to), beide Seiten beschrieben, und die Karten. Mit 3 eh. adr. Kuverts.
12.000 € (47581/BN32242)

Inhaltsreiche Briefe an den Kunsthändler Israel Ber Neumann (1887-1961) in New York, mit Berichten von seinen Reisen in Italien, Frankreich und Nordafrika, vor allem aber über Ausstellungspläne in Amerika und den drohenden Verlust seiner in deutschen Museen hängenden Bilder: "[...] ich freue mich schrecklich, so etwa im Juli in gods own country aufzutauchen. Vielleicht gibt es dann schon Flugzeuge um hinzukommen, aber nicht Zeppeline mit Schwindelgas, weil die Nazis das Geld für Helium in Hetzpropaganda und Kanonen vergäuden müssen [...]" (Prag, 8.

V. 1937). - "[...] Man muß alle deutschen Museumsbilder herauskriegen, damit die Narren nur nichts ruinieren, was ich nicht mehr einholen kann von früher her. Praktisch ist in Wien durch Karl Moll und in Prag durch Dr. Feigl im April und im Mai je eine Ausstellung arrangiert, wo man dann Übersicht hat, wie viel man davon für Amerika ausleihen kann. Der brave Moll zeigt deutsche Museumsbilder, Feigl neueste Prager Landschaften. Mir gehört nichts daran, ich hab ja nie in meinem Leben mehr als 1-2 Bilder in eigenem Besitz, weil ich einfach wieder übermale, wenn ein Bild stehen bleibt und mir also auf die Nerven zu gehen beginnt deshalb. Die wichtigste Ausstellung im Moment soll deshalb den Namen dort bei Euch eichen und das wird aber von einer offiziellen Stelle aus geschehen, die die Garantie gegenüber den deutschen Museen geben, die Spesen tragen und sich den Luxus leisten können nichts verdienen zu müssen, das ist aber das New-Yorker New Art Museum [...]" (Prag, XI. 1937). - "[...] I hav[e] success here, true, but I always had it my life long even when it was success only amongst a small crowd of juvenile enthusiasts among w[h]ich you were one of the outstanding figures in my memory of the past [...] Recently I finished a portrait of Mr. Maisky, the Soviet Ambassador of London. I think it to be one of my best works in the near past and would like to have it invited by the Museum of Modern Art, New York. You would oblige me in talking it over with Dr. Barr, the nice Director of the Museum. Nearly 40'000 people saw the collection referred above here in London, many more will see my painting in the country where it will be send around. Some people say it is the painting of this war. History will judge! [...]" (London, 15. IV. 1943). - Kokoschka hatte von 1919 bis 1926 eine Professur an der Kunstakademie in Dresden inne, von der er 1924 freigestellt wurde. Nach seinem plötzlichen Ausscheiden aus der Akademie unternahm er ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und um das östliche Mittelmeer, die ihn zu zahlreichen Städteporträts und Landschaftsbildern inspirierten. 1931 kehrte er nach Wien zurück, hatte Ausstellungen in Paris und Wien. Im Mai 1938 flüchtete Oskar Kokoschka nach Großbritannien, wo er bis 1953 blieb. - In: Olda Kokoschka und Heinz Spielmann (Hrsgs). Oskar Kokoschka. Briefe III, 1934-1953. Düsseldorf 1986, nicht gedruckt..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Portraitpostkarte mit U. ("OK"). O. O. 10.12.1973. 1 S. Qu.-8vo.
950 € (47651/BN32533)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Das war eine freudige Überraschung, aus Deinem Brief sehe ich daß es auch Dir Freude und Spass gemacht hat. Jetzt musst Du aber auch auf Dich schauen, fesch beinander sein und Dein Asthma ganz verlieren. Wenn Du spät abends schreibst, wickel Dich in die warme, federleichte finnische Kaschmirdecke ein und schreib ein barsches Buch gegen die dumme Welt, mit vielen Episoden im 2. Weltkrieg, wovon die heutige Jugend keine Ahnung hat, und die alten haben vergessen, wie töricht sie handelten [...]". - Mit einer vertikalen Knickspur und kl. Randläsuren.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Widmungsexemplar von: Hans Maria Wingler. Oskar Kokoschka. The Work of the Painter. Salzburg. 401 SS. mit 600 Illustrationen auf 35 Farb- und 132 S/W-Tafeln sowie 400 kleinformatigen Textillustrationen. Zeitgen. Leinenband mit Schutzumschlag. 4to. In Kartonschuber.
1.500 € (47684/BN32607)

Erste Ausgabe. - Kokoschkas eh. Widmung mit U. am vorderen Vorsatzblatt an den englischen Verleger Sir Stanley Unwin (1884-1968), den Inhaber des Verlags George Allen & Unwin: "For Sir Stanley / This is my life's work. I always enjoyed vision and tried to give a record of what I had seen [...]". - Beiliegend eine gedr. Gedenkschrift für Stanley Unwin und ein Lieferschein der Galerie Welz.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. Wohl Villeneuve. 18.03.1967. 1 S. 8vo.
2.500 € (61064/BN45173)

An eine Dame - "aus Ihrem Brief ist Ihr Name unleserlich, leider": "Ich sende Ihren Brief [...] an Herrn Harry Fischer, Leiter der Marlborough Gallery London W1 39 OLD BOND street[.] Ich glaube die Entwürfe für meine Inscenierung der 'Zauberflöte' sollten dieser Tage aus Amerika zurückkommen. Vielleicht kann Herr Fischer diese für die von Ihnen geplante Prager Ausstellung freimachen[,] jedoch dürfte die Versicherungssumme Schwierigkeiten bereiten, welche natürlich sehr hoch sein wird [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). 4 eigenh. Briefe mit U. (davon 1 mit ganzs. signierter Handzeichnung) und 1 eh. Bildpostkarte mit U. Wohl Villeneuve. Zus. 8 SS. auf 5 Bll. 8vo und qu.-8vo. Mit 4 eh. adr. Kuverts.
25.000 € (61065/BN45174)

Vertraute und sehnsuchtsvolle Briefe an Antonia Mangelmann, wohl ein ehemaliges Modell oder Kokoschkas Schülerin an seiner Salzburger Sommerakademie: "Du hast mir eine Hingabe, wahrhaft grenzenlos für eine Mutter, bewiesen, in diesem, deinem vielleicht schönsten Brief, sei nicht erzürnt wenn sich der Schwan menschlich zeigt im Bedürfnis dich zu umarmen zum Dank für alles was du meiner Einbildungskraft so nahe hältst daß ich wirklich den ganzen Tag über glücklich war, sehr glücklich. Wie süss sind Eure beiden Herzen und wie schön Eure zwei Leiber, solche Harmonie der irdischen Formen und der göttlichen Seelen hat es nur in der griechischen Antike gegeben und ich sage dir offen, ich komme nur für Euch zwei noch einmal nach Salzburg.

Von einer so wunderbaren Anmuth weggehen zu müssen, denn bald werde ich sterben müssen, ist ein Schicksal an welches ich mich schwer gewöhnen will! Daß eine Wand zwischen uns dreien sein soll, die Welt der Schatten mich für ewig entfernen wird während du und Inge unterm Himmel, im Licht des Tages und dem Stern der Nacht Eure Anmut und Liebe verstreut wie Blüthenblätter tut mir weh wie meine Liebe weh tut doch aber lebend erhält / dein Oskar". Die Verso-Seite dieses undatierten Briefes mit der ganzseitigen Zeichnung dreier umschlungener Personen, darunter bezeichnet "für die liebe Antonia / Variation unseres Themas / von OK". Die Dargestellten dürften dem Anschein nach Antonia und ihre Tochter Inge sowie Kokoschka selbst sein. - Die Briefe jeweils mit gedr. Briefkopf; beiliegend 11 SS. auf 6 Bll. Gegenbriefe..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. Villeneuve. 24.08.1967. 1¾ SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
3.500 € (62198/BN45350)

An Elisabeth Setnik: "Mein liebes Kind, Du bist in einem Alter wenn einem das Herz überläuft von Gefühlen und die Außenwelt zu kalt und bedrohlich erscheint. Später wird sich ein Gleichgewicht zwischen Wünschen und Können, Vermögen einstellen aber dies ist ein schwacher Trost vorläufig, ich weiß es denn mir ging es auch nicht anders in Deinem Alter und ich litt unsäglich. Wäre ich in Wien, könnte ich Dir Mut machen. Die Arbeiten von Dir, die ich beurteilen sollte, sind verloren gegangen weil ich in Amerika war und so kann ich Dir keinen Rat über Deine Begabung geben.

Es wäre auch zu früh, denn in den Entwicklungsjahren ändert sich viel. Lasse die Nase nicht hängen und gehe ins Kunsthistorische Museum für mich und suche Dir nicht Vorbilder, eher Erwecker der Freude und der Andacht vor dem Wunder des Lebens [...]". - Auf bläulichem Luftpostpapier mit gedr. Briefkopf..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. Wien. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.
1.500 € (62369/BN45614)

An den Akademischen Verein für Literatur und Musik: "Ich bitte den Übersender dieses Herrn Nowak [...] der mir von maßgebender Seite warm empfohlen wurde in seiner Absicht tunlichst zu unterstützen in dem Sie ihm Möglichkeit geben, im Rahmen Ihres Vereins Vortragsabende zu veranstalten. Bitte sich in gegebenem Fall mit dem Herrn wegen der sicheren Bestimmungen ins Einvernehmen zu setzen [...]".

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). 2 eigenh. Briefe mit U. und 1 eh. Bildpostkarte mit U. O. O., Villeneuve (Vaud) und Salzburg. Zusammen 4 SS. auf 3 Bll. (Gr.-8vo). Mit einem eh. adr. Kuvert. Mit zwei mitunterzeichneten Neujahrskarten und einigem zeitgen. Werbematerial.
4.500 € (73815/BN47698)

Die Schreiben sind an Franz Leeb, den Bürgermeister von Pöchlarn, gerichtet: "[...] Ihrem Pöchlarner Sohn und Ehrenbürger fehlen vorläufig Worte um Ihnen und allen Freunden, die mir so viel Freude bereitet haben, zu danken. Begnügen Sie sich bitte mit dem Ausdruck meines innigsten Dankes und der Versicherung, daß ich diesen, einer meiner schönsten Lebenstage, nie vergessen kann als Sie mich [vor] der ganzen Bevölkerung so herzlich in meiner Geburtsstadt empfangen und gefeiert haben. Einen herzlichen Gruß Ihnen, lieber Herr Bürgermeister, dem Stadtrat und allen meinen Mitbürgern [...]" (18. VII. 1956).

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. Villeneuve (Vaud). 24.10.1962. 2 SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
2.500 € (77586/BN50053)

An den Kunsthistoriker Ludwig Goldscheider, Phaidon Press, London: "Sie haben mir ja einen richtigen Lobbrief geschrieben und diesen liebenswürdig als Versuch Ihre Erschütterung loszuwerden motiviert. Ich wurde rosig wie eine Jungfrau und vergaß für eine kurze Zeit meine Bestürzung daß ja, nachdem die Ausstellung als mein Lebenswerk zu gelten hat, es sozusagen zu Ende wäre. Und ich war doch nie anders als ein Beginner und Morgen sollte ich dann was erreichen, was das frühere überflügelte! Verdammt dieser Kalender, der viel zu schnell abläuft, das fällt einem besonders schwer, denkt man wirklich an die Heiligen und Großen, im Reich der Kunst, die Sie erwähnen, diese kamen aus mit der Lebenszeit während ich fast fertig bin mit der mir gegebenen Spanne Zeit und stehe noch vor der Türe.

Aber es war liebenswert von Ihnen, lieber Freund, mir so tröstend zu schreiben. Haben Sie vielleicht meine Schallplatte der Deutschen Grammophongesellschaft noch nicht gehört? Wenn so, dann lasse ich Ihnen diese senden, falls es Sie freut. Die läuft fast 45 Minuten, mit Unterbrechungen, ich wählte Musik, die ich gerne selber höre[,] weil zu langes Reden ermüdet. Ich sprach sie auch Englisch, die deutsche war spontan und improvisiert gemacht. Der Vorschlag selber eine Einleitung zu schreiben? Es wird lange dauern, ich will so viel auf einmal, daß der Tag vorüber ist ehe ich beginne [...] Für die Taktlosigkeiten 'Karl Kraus', 'Altenberg' kann ich nichts, ich hatte Winglers Aufsatz im Katalog erst gelesen nachdem Ihr Brief mich darauf verwiesen hat. Ich bedauere es sehr! Nun mit allen herzlichen Wünschen und Grüssen von uns beiden Ihr Oskar Kokoschka"..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Brief mit U. ("OK"). O. O. 2 SS. Qu.-4to.
2.500 € (80860/BN52739)

An Nelly Palache, eine aus Wien emigrierte Freundin in London, über seine heikle finanzielle Lage: "Hier bringe ich Dir die Aquarelle die Du gesehen hast und die Alpdruckcrabbe. Das Blatt mit der Orchidee schenkte ich für die Weihnachtssammlung der Free German Culture League, deren President [!] ich bin und das Blatt würde, gottseidank, auch gleich gut verkauft zugunsten der deutschen, österreichischen und czechischen Internierten in den englischen Camps. Ich konnte auch noch 20 Pfund von einem cechischen [!] Gönner hinzufügen, so daß für einen ganz ansehnlichen Betrag Wolldecken, Ess- und Rauchwaren abgeschickt werden konnte[n].

Ich dachte die Crabbe mitzubringen, damit Du sie in Deinem flat zeigst. Du sollst Dich nicht damit herumschleppen. Ich habe es nicht eilig mit diesem Bild, das außerdem teuer sein soll weil mir wieder lange so etwas nicht gelingen wird. Von einem eventuellen Verkauf sollst Du, bitte, auch nur mir allein Mitteilung machen sonst sind meine wirtschaftlichen Reserven ebenso schnell in Rauch aufgegangen wie in der letzten Zeit. Die Eltern Olda's sind verwöhnt, ich gebe alles her, nachher bin ich aber zu hochmütig mich von den Eltern Olda's erhalten zu lassen die von der cechischen [!] Regierung soviel Geld erhalten können als sie wollen weil ihr Vater Freund von Beneš ist und einmal Minister war, seit einigen Wochen ist er bezahlter Berater des Präsidenten. Ich muß aber von meinen Händen, meinem Gehirn und meinem Herz leben. Das macht einen Unterschied aus im leben - und leben lassen! Du wirst verstehen! Dies im Vertrauen […] Ich wäre sehr, sehr froh wenn Dir ein Verkauf gelingen würde, weil ich tatsächlich seit 2 Wochen fertig bin mit dem eigenen Geld das die Olda verwaltet hat und mir jeden Schilling extra auszubitten gelingt mir nicht recht. Bin zu alt für den Beruf eines ausgehaltenen Schwiegersohns, der ich außerdem im legalen Sinne nicht bin […] Im kommenden Jahr versuche ich nach Amerika zu gehen wo ich einen sehr guten Namen habe und einen glänzenden Markt. Hinschicken von hier ist nicht erlaubt, malen auch nicht (Landschaften) und zu blöd sind die Leute hier auch noch dazu um mich zu verstehen oder zu fördern. Es ist nicht der Krieg schuld, es war vor 15 Jahren ebenso! Sie halten erst beim Dadaismus, von Kunst haben sie keine Ahnung. We got the best art in England where everything is the best. Auch der Antisemitismus und die concentration camps […]". - Die erwähnte "Alpdruckcrabbe" mag ident sein mit dem 1939/40 geschaffenen Ölgemälde "Die Krabbe", einer satirischen Darstellung von Großbritanniens Appeasementpolitik, oder einem danach geschaffenen Aquarell..

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Kokoschka, Oskar

Austrian painter, graphic artist and writer (1886-1980). Autograph signature. [Postmark: Dresden. Oblong 8vo (postcard). ½ page.
280 € (84519/BN55026)

Inscribed to the German dermatologist Alwin Scharlau. - Best known for his intense expressionist portraits and landscapes, as well as for his theories on vision that influenced the Viennese Expressionist movement, Kokoschka was severely wounded in Ukraine in 1915 and worked as a war painter on the Isonzo front in 1916 before moving to Dresden in 1919, where he taught at the Academy of Arts until 1924. He travelled Europe and North Africa until his return to Austria in 1931, where he was later deemed "the most degnerate of the degenerate" by the Nazi regime.

- Traces of a few angular folds. Self-addressed by the collector on the reverse. The Mecklenburg physician Scharlau (b. 1888) assembled a collection of artists' autographs by personal application..

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Kokoschka, Oskar

Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980). Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-kl.-8vo.
1.200 € (87139/BN57566)

"Die 'Moral' verlangt ein Erliegen der Denkkraft der Helden und sei es mit dem Recht der physischen Überwältigung? Das ist die 'Hausbackene Moral' die im Märchen vom Hans der nicht fürchten lernte 'mit einer' kalten Dusche endete. / Oskar Kokoschka".

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Kokoschka, Oskar

Portraitphotographie m. e. Widmung u. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Oskar Kokoschka (1886-1980), Maler, Graphiker und Schriftsteller. Portraitphotographie mit e. Widmung u. U., o. O. u. D., 1 Seite 4°. Format der Fotografie: 24 x 18 cm. Mit Widmung an Willy Haas, Publizist und Literaturkritiker (1891-1973). – „Für den feinen Deuter meines Bühnenstücks und Dichtungen überhaupt in Dankbarkeit für ein Verständnis, das mir selten, soweit Erinnerung reicht, entgegengebracht worden ist | Oskar Kokoschka“. – Die Photographie zeigt Kokoschka im Profil nach rechts. Gerahmt.


Kokoschka, Oskar

Ms. Brief m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Oskar Kokoschka (1886–1980), Maler, Graphiker und Schriftsteller. Ms. Brief (Durchschlag) mit e. U. („OKokoschka“) und kleiner e. Ergänzung. O. O. u. D. [Um 1938]. 3 SS. auf 3 Bll. 4°. – Langer und wütender Brief an das Komitee der Ausstellung „Twentieth Century German Art“ in London. Die im Juli 1938 in den Räumen der New Burlington Galleries veranstaltete Schau zeigte Werke der in Deutschland als „entartet“ verfemten Künstler, darunter auch Bilder von Kokoschka. In diesem offensichtlich vor Ausstellungsbeginn geschriebenen Brief bedauert er, daß die ursprüngliche Idee der Ausstellung mit deren neuem Programm entschärft würde: „[...] The new program, which I have just received from you, departs from the idea of taking action in defence of the ‚under dog’ as you express it so caustically in English, and has taken up a policy of ‚fair play’ [...] The ‚under dog’ instead of being provided with a forum in which to state his case, as promised in your original circular, would merely serve as a dummy so to say and give the impression in countries other than Germany, that it was merely a question of a competition to illustrate two differing points of views, which of course would presuppose a certain impartiality on both sides. Such an impartiality has however, as one well knows, been entirely set aside by the physical and political force of that ideology, to which this group of artists acknowledges its adherence [...] if these artists should arrive from Germany without the necessary authorizations – it would not conform with my sense of honour as an artist and I may say with my personal sense of honour to endeavour to avoid this struggle with my own conscience, and I consequently must beg you to delete my name from the list of German artists who are exhibiting and also not to borrow paintings from private collections, as I will not be represented in this exhibition [...]“. – Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren sowie einer kleinen Rostspur durch eine alt entfernte Büroklammer.


Kokoschka, Oskar

Eigenh. Bildpostkarte mit Initialen.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An „Eilvia Mahncke“ (Elvira?) mit der Aufforderung, „nicht Dein ganzes Taschengeld für Briefmarken an mich“ auszugeben. „Wenn Du Zeit hast geh ins Museum das neu erworbene Dresdenbild ansehen“. – Die Bildseite mit einer Reproduktion seines Bildes „Hamburger Hafen“ a. d. J. 1961.


Kokoschka, Oskar

Originalphotographie mit e. U. („OKokoschka“).
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Ausdrucksstarke S/W-Aufnahme mit zwei Zuhörern, denen Kokoschka etwas mit mimischer und gestischer Unterstützung auseinandersetzt. – Die Verso-Seite mit mehreren Stempeln des Photographen Ludwig Hoffenreich, Hamburg. – Mit kleinen Randläsuren. Die Abbildung zeigt Oskar Kokoschka im Gespräch mit einer Schauspielerin der Theatergruppe „Die Brücke“ während der Proben für sein Drama „Orpheus und Eurydike“ in Hamburg 1951. Ernst Kreneks Oper „Orpheus und Eurydike“ ist ein Schlüsselwerk für den Textautor Oskar Kokoschka, der hier seine leidenschaftliche Affäre mit Alma Mahler verarbeitete. 1912 lernte Kokoschka durch den Maler Carl Moll dessen Stieftochter Alma Mahler, Witwe des weltberühmten Komponisten Gustav Mahler, kennen. Es ist der Beginn einer leidenschaftlichen, aber schwierigen Liebesbeziehung. Sie inspirierte ihn zu zahlreichen Porträts und illustrierten Dichtungen. 1914 trennten sich Kokoschka und Alma Mahler und Kokoschka meldete sich kurz darauf freiwillig zum Kriegsdienst. Kokoschka zog sich an der Front einen Genickschuss und einen Bajonettstich in die Lunge zu. Während der Genesung gestaltete Kokoschka seine traumatischen Erfahrungen als Drama und machte sich dabei zum Orpheus, Alma zur Eurydike. Als Kokoschka sich eine Vertonung seines 1921 uraufgeführten Dramas wünschte, wurde ihm Krenek als Komponist vorgeschlagen. Dieser sagte zu, obwohl er den Text für „expressionistisches Blabla“ hielt. Aber die dahinterstehende Liebesgeschichte interessierte den Schwiegersohn Alma Mahlers. Er kürzte diese psychoanalytische Interpretation des alten Mythos, die um das aus „Lohengrin“ übernommene Frageverbot kreist und Orpheus im Wahnsinn enden lässt, und komponierte sie. 1926 wurde Kreneks Oper erfolgreich in Kassel uraufgeführt, bis schon ein Jahr später der viel größere Erfolg von „Jonny spielt auf“ sie weitgehend in Vergessenheit geraten ließ. Der Stadt Hamburg, wo die Aufnahme entstand, war Oskar Kokoschka sehr verbunden. Er fertigte nicht nur vier Portraits der Hansestadt an, sondern schuf auch eine ganze Reihe von Druckgraphiken für Hamburger Institutionen, Museen, Verlage, Galerien und künstlerische Vereinigungen. Für den Neubau der St. Nikolai Kirche wurde 1974 das Altar-Mosaik „Ecce homines“ nach einem Entwurf von Kokoschka geschaffen. Er hat das umstrittene Werk gestaltet, „damit die Menschen endlich barmherziger werden“. Kokoschka mochte Hamburg sehr. In einem Brief schrieb er 1967: „Wie lieb ich mein Hamburg. Wenn ich daran denke, bekomme ich fast Heimweh. Keine andere Stadt hat mich so inspiriert, und nirgendwo anders fand ich so liebe großzügige Menschen.“ 1951 fertigte er beispielsweise das Ölbild „Max Brauer als Bürgermeister von Hamburg“. 1979 porträtierte er Helmut Schmidt. 1951 fertigte er während eines Besuchs des Zirkus Bonglione in Hamburg Skizzen an. Kokoschka malte mit „Hamburg III“ auch eine der begehrtesten Stadtansichten der Hansestadt. Dafür richtete er sich 1961 drei Wochen in der Kanzel eines Kranes der Stülcken-Werft in Steinwerder ein. Aus 60 Meter Höhe hatte er dort einen Traumblick auf die Stadt mit den Türmen von Michel, St. Nikolai oder St. Petri. Vom selben Standort schuf Kokoschka noch ein Bild („Hamburger Hafen II“). Oskar Kokoschka gilt neben Picasso als einer der großen Verfechter einer gegenständlichen Kunst im 20. Jahrhundert. Darüber hinaus schrieb er Dramen und entwarf Bühnenbilder und Kostüme. Der bahnbrechende Architekt Adolf Loos verschaffte dem noch unbekannten Kokoschka Porträtaufträge und führte ihn in den Kreis um die Schriftsteller Karl Kraus und Peter Altenberg ein. Er verkehrte zudem im Akademischen Verband für Literatur und Musik in Wien um die Pädagogin Eugenie Schwarzwald und deren Gatten Hermann, zu dem auch die Komponisten Arnold Schönberg und Anton von Webern gehörten, die er allesamt porträtiert. Kokoschka emigrierte 1938 nach England. 1951 wurden seine Werke erstmals wieder in Ausstellung in Deutschland gezeigt, darunter im Haus der Kunst in München, die anschließend in Hamburg und Mannheim. Kokoschka lebte ab 1953 bis zu seinem Tod in der Schweiz.


Kokoschka, Oskar

Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Bedeutender Brief an den Architekten Kurt Schlauss (1924-2005) in Wien: „[...] Ich komme auf ihre Anregung bezüglich der Ausschmückung der von ihnen in Linz gebauten Gewerbekammer [eig. Wirtschaftskammer; 1952] zurück und hätte nun Zeit mich damit zu beschäftigen wenn sie mir bald nähere Angaben, Pläne, Photos und auch Vorschläge das Honorar betreffend zukommen ließen. Ich möchte mich zu Kartons in Originalgröße für Gobelins entscheiden, welche die Wiener Gobelinmanufaktur ausführen könnte. Eine Rivalität mit den Künstlern, die heute für Aubusson [Sitz der bekanntesten Gobelinherstellung] arbeiten, würde mir Spass machen, auch müsste ich in der Wahl meiner Themen unabhängig bleiben dürfen. Denn für eine rein dekorative Aufgabenstellung brächte ich nicht genug Interesse auf. Falls Sie, wie angedeutet gelegentlich ihr Salzburger Besuches, Zeit fänden hierher zu kommen, dann könnten Sie noch das, bis Mitte Okt[ober] in meiner Werkstatt stehende, Wandgemälde für die Hamburger Universität ,Die Verteidigung der Thermopylen' [Triptychon auf Leinwand, gestiftet von der Familie Reemtsma] sehen und danach beurteilen wie ich mir selber Aufgaben stellte und Lösungen fand. In der Erwartung einer baldigen Antwort [...]" - Linker Rand minimal lädiert.


Kokoschka, Oskar

"Comenius, the English Revolution, and Our Present Plight". Typed Manuscript Signed.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

In honor of his Czech heritage, Kokoschka writes on the contributions of John Amos Comenius (Komenský in Czech, 1592-1670), a religious refugee, pioneer in education, and one of the earliest champions of universal education. Comenius believed in the role of science in society and promoted his belief that the enlightenment of mankind was ahead. Kokoschka's essay compares the life and work of Comenius, specifically when he visited England in 1641, to the present time of post-war reconstruction and how universal education must still be the most important goal of society. His essay begins, "The visit of [...] Comenius [...] evokes our particular interest to-day because official voices are now encouraging the aim of re-making the foundations of the social order, just as they were on the eve of the English Civil War when the famous exile paid his visit to England [...]". - Kokoschka presents information on England in the 17th century, saying "there was [...] no fear of foreign ideas [...] Mystical strains [...] awoke again in the social unrest [...] existing order [...] had come into opposition [...] with this Christian principle of the human dignity of the individual". He comments on Comenius' thought, "Salvation is at hand - through education", and presents his own views on how education suffered after World War I. Kokoschka felt that as Comenius believed in fighting illiteracy, that fight needed to be continued now. - "Mass education seems sometimes to have been a failure. But Comenius' plan has not yet been realized. The resolve of the democratic peoples that this crusade against Fascism shall not again fade out [...] can perhaps best be furthered by focusing attention on the problem of how to free the individual by removing the primary cause of his bondage, that is, education for national ends [...] With the break-up of the middle-ages, nationalism rose to a position of dominance over all human affairs. Nationalism has made the tone of popular thought sometimes inhuman [...] superhuman, but never [...] normal and human. We need a covenant on the guiding principles of of [sic] rational education [...]". - His essay ends with an appeal. "Democracy underrates the growing complacency and despair of the backward masses [...] The essential principle of his [Comenius] educational plan translated into modern language demands from world Democracy an international scientific control of mass-education by a board of internationally minded educational experts and scientists [...] A World Education Board [...] would be the greatest instrument ever forged in the interest of world democracy, and thus indeed a realisation of Komensky's [Comenius] highest aims". - Kokoschka then signs in full with place and date. Rust stain and small tear at top of first page.


Kokoschka, Oskar

Eigenh. Brief m. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An Herrn Dr. Schlauss: „[…] ich bekam vor einigen Tagen aus Salzburg Ihre Pläne des Saals der Handels- u. Gewerbekammer nachgesandt. Die drei Flächen, die für Wandschmuckausgespart sind, verlangen, meiner Meinung nach, eine einheitliche Lösung. Gobelins wären sehr angezeigt, doch müßten die Entwürfe dafür von einer Hand stammen. Ich würde mich gerne zur Verfügung stellen, nachdem ich in der letzten Zeit große Wandbilder gemalt hatte (in diesem Jahr ein Tryptichon für die Hamburgische Universität) so daß ich eine Übung in solchen Dimensionen erlangte, welche ich gerne in einem fast gleichen Maaßstab in vorliegenden Fall auf die Gobelintechnik anwenden möchte. Selbstverständlich würde es sich daran nicht um rein dekorative Lösungen handeln, wie sie die modernen Franzosen, Lurcat u.s.w. bevorzugen. Hätten Sie Zeit und Lust im Verlaufe des Herbstes hierher zu kommen und die genannte Arbeit anzusehen so lange sie noch in meiner Werkstatt bleibt? Wie Sie sich denken können, nimmt die Arbeit an den Entwürfen für Kartons eine geraume Zeit, ich würde mir den ganzen Winter und das Frühjahr dazu nehmen, wenn ich eine definitive Antwort von Ihnen erhalte […]“


Kokoschka, Oskar

Eigenh. Handzeichnung mit U. ("O. K.").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Ein Portrait eines jungen Mädchens, vermutlich Gertrud Liggefeld.


Kokoschka, Oskar

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
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An den Verlag Kurt Wolff: „[…] Trotz wiederholter Vorstellungen bin ich seit Jahresfrist ohne Vertrag über den in Ihrer Sammlung: Jüngster Tag erschienenen Band meiner kleinen Dramen. Da ich seinerzeit als ich Ihnen diese Stücke zum Vertrieb übergab, mir den Bühnenvertrieb und das Recht auf Luxusausgaben vorbehielt, so bitte ich mir mindestens diese Punkte umgehend freundlichst zu bestätigen zu wollen, weil ich in den nächsten Tagen von diesem Rechte Gebrauch machen will […]“ - Der Jüngste Tag war eine Broschürenreihe, die von 1913 bis 1921 in Leipzig (und ab 1919 in München) vom Verleger Kurt Wolff und seinen Lektoren Franz Werfel und Max Brod herausgegeben wurde. Sie sollte ein Forum für Neue Dichtungen werden und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Veröffentlichungsorte expressionistischer Literatur. In der aus insgesamt 86 Bänden bestehenden Reihe veröffentlichte unter anderem Oskar Kokoschka. In der Ausgabe von 1917 sind vermerkt: Wolff, Kurt (Hrsg.), Kokoschka, Oskar (Illustrationen), Hoetger, Bernhard (Illustrationen), Schuhmann, Klaus (Nachwort), Heym, Georg (Beitrag), Kafka, Franz (Beitrag), Lasker-Schüler, Else (Beitrag), Trakl, Georg (Beitrag), Walser, Robert (Beitrag), Werfel, Franz (Beitrag). Zweig, Arnold (Beitrag). Genau genommen Kapitel 41: Oskar Kokoschka: Der brennende Dornbusch. - Mörder. Hoffnung der Frauen. 2 Schauspiele. Kokoschkas expressionistische Bestrebungen haben sich zuerst in literarischen Arbeiten niedergeschlagen. Seiner schon am Übergang zum Expressionismus stehenden Dichtung „Die träumenden Knaben“ (1907) folgen innerhalb kürzester Zeit weitere bedeutende expressionistische Texte. Sie konzentrieren sich auf den Zeitraum zwischen 1907 und 1917. In „Der brennende Dornbusch“ verletzt die Frau den Mann tödlich durch einen Steinwurf und findet durch seine darauffolgende Aufopferung zur Liebe zurück. Die Idee des Opfertodes und der gleichsam mütterlichen Liebe war bereits in der Ursprungsfassung „Schauspiel“ von 1911 und in dem Plakat für das Sommertheater von 1909 enthalten. 1911 wurde erstmals das Stück „Mörder, Hoffnung der Frauen“ publiziert, das entscheidenden Einfluss auf die frühexpressionistische Bühnenliteratur ausüben sollte - 1911 war Kokoschka nach Wien zurückgekehrt, wo er sich tiefer Kränkungen ausgesetzt sah, als seine bei der Künstlervereinigung „Hagenbund“ ausgestellten Gemälde und Aktzeichnungen als „ekelhafte Pestbeulen“ veruteilt wurden. 13 Jahre vergehen bevor Kokoschka wieder bereit war, in Wien auszustellen. Nach Abschluss seiner expressionistischen Phase („Daisy“, 1921) verfasste Kokoschka keine weiteren Dichtungen mehr. Kokoschka wandte sich dafür, insbesondere am Anfang der dreißiger Jahre, der literarischen Form der Erzählung zu.


Kokoschka, Oskar

Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift
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„Dear Sir, In spring 1958 the ,Haus der Kunst’ München Germany, is going to arrange an extensive exhibition of my work and desires to show for the first time also paintings in possession of the different owners in the United States. I gave my consent to this exhibition and promised to patronize it in order to assure this undertaking the desired success. […] I should be very much obliged to you if you would promise him to give your painting ,Portrait of a Gentleman’ in loan. […]“ - Die erwähnte Ausstellung fand vom 14.3.-11.5.1958 in München statt. - Beiliiegt: 1 Eintrittskarte zur Ausstellung.


Kokoschka, Oskar

Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift
Autograph ist nicht mehr verfügbar

„Dear Sir, In spring 1958 the ,Haus der Kunst’ München Germany, is going to arrange an extensive exhibition of my work and desires to show for the first time also paintings in possession of the different owners in the United States. I gave my consent to this exhibition and promised to patronize it in order to assure this undertaking the desired success. […] I should be very much obliged to you if you would promise him to give your painting ,Woman with slaves’ in loan. […]“ - Die erwähnte Ausstellung fand vom 14.3.-11.5.1958 in München statt. - Beiliegt: 1 Eintrittskarte zur Ausstellung.


Kokoschka, Oskar

Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift
Autograph ist nicht mehr verfügbar

„Dear Sir, In spring 1958 the ,Haus der Kunst’ München Germany, is going to arrange an extensive exhibition of my work and desires to show for the first time also paintings in possession of the different owners in the United States. I gave my consent to this exhibition and promised to patronize it in order to assure this undertaking the desired success. […] I should be very much obliged to you if you would promise him to give your painting ,Tailor E-benstein in loan. […]“ - Die erwähnte Ausstellung fand vom 14.3.-11.5.1958 in München statt. - Beiliegt: 1 Eintrittskarte zur Ausstellung.


Kokoschka, Oskar

Sammlung von 4 Neujahrskarten (davon 3 mit eigenh. Unterschrift) und 1 eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
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Die Weihnachts- bzw. Neujahrskarten an Herrn Professsor Carl Heise auf der Rückseite von Kunstpostkarten von Kokoschkas Werken. Neben der Unterschrift von Oskar Kokoschka auch von seiner Frau Olga signiert. - Die Postkarte mit Unterschrift „OK“ auf der Rückseite eines gedr. Selbstportraits von 1966: „Was mach denn der liebe Bassa und Trauthilde? Olda träumte von Euch heute nachts von Euch sehr liebreich und so unterhielten wir uns am morgen beim Frühstück und darum diese Karte mit recht herzlichen Grüssen […]“


Kokoschka, Oskar

Sammlung von 7 eigenh. Briefen mit Unterschrift (davon 4 von Oskar Kokoschka, 2 von Olda Kokoschka und 1 Brief von Nina Kandinsky).
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An den Drucker und Verleger J. J. Tholenaar in Amsterdam über ein geplantes Taschenbuch-Projekt. 1. 15.10.1962: „[…] freundlichen Dank für das mir eingesandte Probebändchen Ihrer Kunstmonographien, eine verlegerisch verdienstvolle Arbeit weil sie Qualität und niedrigen Preis verbindet. Diese Vorzüge empfehlen die Bändchen vornehmlich der Jugend an deren Erziehung zur Kunst auch sehr interessiert bin wie Sie aus dem Erfolg meiner Salzburger Kurses ,Schule des Sehens’ sicher geschlossen haben werden. Ich bin sehr für eine solche Monographie in der Serie Ihres Verlages. Ich möchte Sie auf die einzigartige Gelegenheit meiner derzeitigen Ausstellung in der Tate Gallery, (London) die bis zum 11. Nov. 62 läuft, verreisen wo fast mein Lebenswerk aus vielen Ländern der Welt zusammengetragen wurde. Diese Bilder und Zeichnungen werden ach diesem Termin wieder in alle Welt zersträut [!] und zum größeren Teil unzugänglich geworden sein. Da ich selber vorhabe noch einmal nach London zu kommen bevor die Arbeiten an ihre Eigentümern zurückersandt werden wäre es vielleicht angezeigt daß wir uns bei dieser Gelegenheit einigen und auch die Wahl eines englischen Schriftstellers treffen könnten, der die Einführung zu schreiben hätte. […]“ II. 9.1.1963: „[…] Seit London hörte ich nichts mehr von Ihrem Projekt eine Taschenbuchausgabe meines Werkes in verschiedenen Sprachen herauszubringen. Ich möchte, ehe Sie ernstlich damit beginnen, in Ihrem eigenen Interesse vorschlagen keine deutsche Ausgabe zu machen sondern mir italienisch, englisch und hauptsächlich französisch, in welcher Sprache aus verschiedenen Gründen heut nicht eine einzige Buchpublikation meines Werkes auf dem Markt ist. Umgekehrt in deutscher Sprache giebt [!] es zu viele und in weitaus besserer Ausführung als Ihre Ausgabe es leisten kann und ungefähr zum selben Preis. Ich nenne nur die O.K. Bibel bei Friedrich Welz, Salzburg, die zu tausenden in Deutschland verbreitet wird. Es wäre aber für Sie ein unnötiges Verlustgeschäft während ich für französische und italienische, holländische auch englische billige Ausgaben besonders bei der Jugend mir eine große Chance verspreche die der Propaganda meines Werkes sehr förderlich sein wird. Ich möchte natürlich vor Drucklegung, die Farbproben und Texte zur Begutachtung einsehen können. […]“


Kokoschka, Oskar

Original Sepia-Photographie.
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Fotografie von 1919, die Carl Georg Heise (1890-1979), Oskar Kokoschka und Hans Mardersteig (1892-1977) vor dem Dresdner Zwinger zeigt. Kokoschka malte 1919 zwei Doppelporträts des Kunsthistorikers Heise und des Verlegers Mardersteig. Farben, Formen und Verformungen des Körpers dienen in den Porträts Kokoschkas dazu, den ganzen Menschen mit seinem psychischen Inneren – und nicht nur sein physisches Äußeres – zu zeigen. Im Mai 1919 porträtierte Oskar Kokoschka in Dresden Carl Georg Heise und Hans Mardersteig. Er malte zwei Doppelbildnisse der jungen Männer, von denen das eine das andere vorbereitete. Das frühere Doppelporträt hält mit lockeren Pinselstrichen die Männer in Halbfigur auf abstrakt wirkendem Grund fest. Die Körper sind ein wenig zu klein für die Köpfe, einander leicht zugekehrt, sind sie sich nahe, die Unterarme berühren sich. Das zweite Doppelporträt besteht aus zwei Leinwänden, die von einem Rahmen zusammengehalten werden. Hier hat der Maler Mardersteig und Heise mit kräftigen Farben als Dreiviertel-Sitzfiguren dargestellt, die Proportionen sind weitgehend stimmig. Die Doppelbildnisse teilen gestalterische Eigenheiten mit anderen Werken aus Kokoschkas Dresdner Zeit (1916-1922). Heise hatte Kokoschka 1919 im Weißen Hirsch aufgesucht und zunächst ein Einzelporträt in Auftrag geben wollen. Das lehnte Kokoschka ab. So entstand die Idee zum Doppelporträt, wobei Kokoschka die beiden Männer so gut wie möglich kennenlernen wollte. „Kurzum, es war ein Leben zu Dritt, bald wie unter alten Freunden”, erinnerte sich Heise später. Der Hamburger Großbürgersohn Carl Georg Heise wurde 1915 als Assistent an die Hamburger Kunsthalle gerufen. Privat baute er damals schon eine Sammlung von Expressionisten auf. Der aus Weimar stammende Hans Mardersteig fing 1917 beim Leipziger Kurt Wolff-Verlag als Lektor für Bücher über „jüngere bildende Kunst” an. In dieser Funktion arbeitete er mit vielen wichtigen Künstlern seiner Zeit zusammen. Gemeinsam konzipierten Heise und Mardersteig den „Genius”, eine halbjährlich erscheinende „Zeitschrift für werdende und alte Kunst” im Kurt Wolff-Verlag.


Kokoschka, Oskar

Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und Unterschrift auf der Bildseite.
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Altersportrait im Profil beim Anstecken einer Zigarette. Photographie: G. Fehr, Territet.