Immanuel Kant

Philosoph, 1724-1804

Immanuel Kant war ein deutscher Philosoph der Aufklärung und zählt zu den bedeutendsten Vertretern der abendländischen Philosophie. Sein Werk „Kritik der reinen Vernunft“ kennzeichnet einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie. Kant schuf eine neue, umfassende Perspektive in der Philosophie, welche die Diskussion bis ins 21. Jahrhundert maßgeblich beeinflusst. Dazu gehört nicht nur sein Einfluss auf die Erkenntnistheorie mit der Kritik der reinen Vernunft, sondern auch auf die Ethik mit der Kritik der praktischen Vernunft und die Ästhetik mit der Kritik der Urteilskraft.

Quelle: Wikipedia

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Kant, Immanuel

Eigenh. Widmung mit U. ("auctor"), aus der Erstausgabe von "Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft".
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Eigenh. Widmung an seinen ehemaligen Schüler Carl Theophil Fischer: "VIRO | docto, cordato, integerrimo, | Carol. Theophil. Fischer, | Christianismi veri | Praeconi ac Exemplo, | Amico exoptatissimo, | libellum hunc | D[at].D[icat].D[edicat]. | auctor". - Die untere Blatthälfte mit einer mehrzeiligen Echtheitsbestätigung von dem Königsberger Bibliothekssekretär Justus Florian Lobeck: "Die Autographe Kants sind hier schon sehr selten. Es ist mir nur gelungen dieses Autograph aus einem Exemplar der 'Religion innerhalb der Grenzen der [bloßen] Vernunft', welches der Verfasser mit dieser Dedication Fischer schenkte, zu erhalten [...]" (Königsberg, 15. Juni 1850). - C. T. Fischer (1745-1801) war seit 1787 Krankenhausseelsorger in Königsberg und ein Verehrer Kants. In einem Brief vom 29. Jänner 1794 bedankte er sich bei diesem für das "Geschenk der Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft von der Hand ihres Verfassers" (Kant: AA XI, Briefwechsel 1794, S. 486, Nr. 615). - Etwas gebräunt und leicht fleckig; beiliegend zwei Briefe und eine Postkarte späteren Datums zu dem vorliegenden Blatt.


Kant, Immanuel

Eigenh. Manuskript.
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Gedanken über die Gesellschaft und über den Geschmack. "V. Das vornehmste Mittel das Vergnügen des Lebens irgend wo zu finden ist die Gesellschaft. Daher die gesellschaftliche Neigung und Bedürfnis, aber nach langer Erfahrung die Sehnsucht zu einer retraite abgesondert von der Gesellschaft zu leben ... Der Mensch sucht unter seines gleichen Eintracht die Natur will aber Zwietracht um unaufhörlich einen Sporn der Thätigkeit und Beeiferung zu geben. Freundschaft aus affection ist eine bloße Idee. Gesellig ist der so selbst ein angenehmes Glied jeder gesellschaft seyn kan. Meine lieben Freunde es giebt keinen Freund ...". Befriedigung und Glücksgefühl in der Gesellschaft erlange man nur durch nützliches Handeln für die Gesellschaft. "... Man kan seinem Leben in seinen eignen Augen nur einen Werth geben durch das was man thut nicht durch das was man genießt ein nützlicher Mann ist zugleich ein glüklicher Mann vornemlich je mehr er den Eigennutz gebändigt hat. Sonst in Zerstreuung das Wohlbefinden zu suchen macht das Gemüth in der Einsamkeit leer und zur schreklichen Verlassenheit und Einöde ...". - Die zweite Seite unter der Überschrift "Geschmack" enthält Überlegungen zur Ästhetik. "... Was auch ohne alles Interesse gefällt ist schön. Was interessirt aber nur so fern es von dem Subject selbst hervorgebracht oder als ein solches möglich betrachtet wird ist gut. Was gefällt aus objectiven Gründen aber nicht durch Begriffe ist Schön ..." (zitiert unter Auflösung der von Kant häufig gebrauchten Abkürzungen). - Leicht stockfleckig. - Das Blatt stammt aus Kants Handexemplar seiner 1766 in Königsberg erschienenen Schrift "Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen", das vom Autor mit zahlreichen Einfügungen versehen war. Am Unterrand ein zweizeiliger Nachtrag von der Hand des 1836 verstorbenen Pfarrers Christian Friedrich Puttlich, der bei Kant Vorlesungen gehört hatte und aus dessen Nachlaß das Blatt stammt. - Mit unbedeutenden Abweichungen erstmals veröffentlicht von Arthur Warda unter dem Titel "Drei lose Blätter aus Kants Nachlass" in der Altpreussischen Monatsschrift, Band XXXX, Heft 7/8, wovon ein Separatabdruck hier beiliegt.


Kant, Immanuel

Ausschnitt mit zwei eigenh. Zeilen.
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"Crimen sui generis. Gehört zum Policeygesetz des Handels als plagium Menschenraub | plagium intellectuale. Der mandatarius spielt die Rolle des mandanten (stellionatus)." - Der Textausschnitt ist wohl unveröffentlicht und dürfte aus einer Vorarbeit zur "Metaphysik der Sitten: Rechtslehre" (1796/97) stammen. Es ist montiert auf einem Quartblatt mit einer eh. Bestätigung seiner Authentizität durch den Historiker und Staatskundler Friedrich Wilhelm Schubert, der zusammen mit Karl Rosenkranz "Immanuel Kant's Sämmtliche Werke" in 12 Bänden (1838-1842) herausgegeben hatte: "Daß diese zwei Zeilen Crimen sui generis aus einer Handschrift Kant's herrühren und von ihm in den Jahren 1790-95 etwa geschrieben sind, wird von mir als Herausgeber der Werke Kants und Besitzer des Blatts, von dem ich heute diese beiden Zeilen abgeschnitten habe, hiedurch ausdrücklich bescheinigt. | Königsberg d. 8t Novbr 1857 | Dr Fr. W. Schubert Geheim. Regierungsrath u. Professor".


Kant, Immanuel

Autograph letter signed.
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An autograph letter signed “I. Kant”. Written in German to an unidentified recipient, the letter the translation reads as follows: “The enclosed will allow Your Excell.y to see that the man who has so far been our Secretaries does not just seek permission to leave his position, but, more importantly, declares himself as of now free of all duties associated with it, meaning I cannot count on his assistance tomorrow in officio Rectorali. I will ask for his confirmation on that, and in case he does turn it down, I will see myself forced to order the tickets for next Tuesday, with which Your Excell.y usually has no way to give me help. The day after tomorrow, a Senate contest will be all the more called for as the written response by His Excell.y the Budget Minister von Woellner has arrived here which occasion can give us the chance to present our concern regarding a Syndici to the court, maybe with success. I have the honor to present to you my highest respect. Your Excell.y’s devoted servant, I. Kant”.  Although the final digit of the year is unclear, the letter dates to the late 1780s, when Kant was rapidly achieving a reputation for himself as a philosopher and author. He published a revised version of his now-famous Critique of Pure Reason in 1787 and his Critique of Practical Reason in 1788. Von Woellner may refer to Prussian politician and clergyman Johann Christoph von Wöllner (1732-1800), who is known to have censored Kant’s writings because of his views on religion.  The letter has been professionally restored with leafcasting. Kant’s handwritten letters are of great rarity.