Otto Erich Hartleben

Hartleben, Otto Erich

deutscher Schriftsteller (1864-1905). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Berlin [Poststempel]. Quer-8vo. 1 p. Bleistift.
190 € (87827)

An den Lyriker Caesar Flaischlen (1864-1920): „Die Generalprobe findet nicht Montag Vormittag 10 1/2 statt. Ich erwarte Dich morgen Abend unter uns Verbrechern. […]“

jetzt kaufen

Hartleben, Otto Erich

deutscher Schriftsteller (1864-1905). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Berlin. 8vo. 1 p.
220 € (87828)

An den Lyriker Caesar Flaischlen (1864-1920): „keinen schlechten Schreck gekriegt, als es hieß Waldemar könne nicht. Ich lese mit Staunen, daß Du auf dem Zettel ,Direction Lautenburg’ stehen hast - das muß auf jeden Fall herunter. Schon die Regieerwähnung Jalenkos wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Morgen komme ich zur Probe. […] Auch das Berlin ,S.W.’ muß weg. Da lachen ja die Hühner!“

jetzt kaufen

Hartleben, Otto Erich

deutscher Schriftsteller (1864-1905). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Berlin. 8vo. 1 p. Bleistift. Gedr. Name und Adresse auf der Textseite.
150 € (87829)

„Lieber Cäsar. Also Mittwoch Abend 8 Ihr, Krauses Bierhallen, […] am Oranienburger Thor. […]“

jetzt kaufen

Hartleben, Otto Erich

deutscher Schriftsteller (1864-1905). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Berlin. 8vo. 1 p.
200 € (87830)

„- ob Du der ,litterarischen Gesellschaft Antworten möchtest?’ Bitte um Antwort […] Maeterlinck wohnt Paris - 5 Villa Dumont. Hast Du die Kritiken nach Gent geschickt?“

jetzt kaufen

Hartleben, Otto Erich

deutscher Schriftsteller (1864-1905). Eigenh. Brief mit Unterschrift Berlin. 8vo. 1 p. Gedr. Briefkopf.
200 € (87831)

An Hans von Müller: „Sie baten mich um ein ungedrucktes und kaum zu druckendes Autogramm. Das beiliegende solle eine Reiseplauderei über Pilsen werden - es blieb damals liegen und liege nun in Ihrer Sammlung. […]“

jetzt kaufen

Hartleben, Otto Erich

deutscher Schriftsteller (1864-1905). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Berlin. Quer-8vo. 1 p.
180 € (87833)

An Hans von Müller: „Ihre Randbemerkungen sachlicher Natur verwirren mich. Ich weiß nicht, was Sie sagen wollen. - Bitte kommen Sie doch, wenn es Ihre Zeit erlaubt, morgen Freitag Nachmittag mal zu mir? So bis 6.? […]“

jetzt kaufen

Hartleben, Otto Erich

deutscher Schriftsteller (1864-1905). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Halkyone Fastnacht 1903. Quer-8vo. 1 p.
350 € (87834)

An Hans von Müller: „Mon cher Juan du M... | Mein Büchlein nun wohl in Ihren werthen Händen? […]“ - Die Bildseite zeigt Hartleben im Profil nach rechts am Gardasee.

jetzt kaufen

Hartleben, Otto Erich

Schriftsteller (1864-1905). Eigen. Adresse auf der Rückseite eines Kuverts. Salo, Lago di Garda. Quer-schmal-8vo. 1 p.
40 € (93421)

„Mittente: Otto Erich Hartleben, Villa Halkyone | Salo, Lago di Garda.“

jetzt kaufen

Hartleben, Otto Erich

Schriftsteller (1864-1905). Eigenh. Visitenkarte mit Namenszug. Salò am Gardasee. 06.01.1902. 2 SS. Visitkartenformat.
120 € (937024/BN937024)

"Ein Lämmchen, weiß wie Schnee sprang durch den grünen Klee […] O Lamm - o Lamm; ich bitt dich, sieh dich vor - sonst kommt der böse Wolf u. packt dich am Ohr" (verso). - Mit einer weiteren Unterschrift von Josef Heller.

jetzt kaufen

verkauft

 
Hartleben, Otto Erich

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Umfangreicher und inhaltsreicher Brief an den Schriftsteller Arno Holz, den er für ein gemeinsames Projekt mit Hermann Conradi (1862-1890) gewinnten wollte: „Lieber Holz! Ich komme mit einer kühnen Bitte! Sie sollen - ich bitte Sie! - zu einem ,Jahrbuch für realistischen Dichtung’ beisteuern, welches ich jetzt in raschen Zügen fertig stelle. Prosa u. Verse: möglichst demonstrativ! Kühn ist meine Bitte aus dem Grunde, weil - Conradi nominell mit herausgiebt, d.h. er hatte derartiges schon im Herbst vor. Lieber Holz! Sie haben Conradi bitter unrecht gethan: glauben Sie mir! Durch die Animosität der Grosses sind Sie in Ihrem bestimmbaren Gemüte gegen ihn unmäßig verbittert. Und wenn nun Conradi, den Sie gewiß mehr verletzt haben, als er Sie, wenn er jetzt das richtige sachliche Interesse, was mit diesem Jahrbuche verknüpft ist, über die persönlichen Zwistigkeiten setzt, so glaube ich von Ihrer ehrlichen und geraden Natur hoffen zu können, daß Sie erst sein werden und nicht durch Klatschverhetzung unsern geschlossenen und kräftig Cretion hindern werden! Nicht wahr? Ich bin so offen gegen Sie, wie ich immer zu sein pflege: legen Sie meine Worte ans Herz, aber nicht auf die Goldwage! Unsern Zwecke und Tendenzen sind die besten und über jeden Zweifel an ihren rein idealen Charakter erhaben! Dafür bürge ich Ihnen mit ganzer Person! Und Sie dürfen nicht fehlen! Wir werden uns nicht blamiren wie mit den Dichtercharacteren. An der Spitze steht kein verrückter wie Armut sondern ich widme mich der Aufgabe mit allem Ernst und wirklicher Hingebung: wir werden Epoche machen. Die Prosa wird , wir wollen zeigen daß wir reifer und ernster geworden sind. Unter den Versen - das verspreche ich ihnen - soll kein Gewüsch und keine Phrase stehen! Lieber Holz: geben Sie mir nicht das Mistrauensvotum und nicht den unschönen Anschein, als hätten Sie einen Zank nicht um der Sache willen vergessen können: schlagen Sie mir meine Bitte nicht ab! Sie kommen mit Conradi nicht in Berührung, Sie verhandeln nur mit mir, der so wie so alles selbständig macht. Sie treten in keine Clique ein, wir geben uns keinen gemeinschaftlichen Normen und die Elemente der 40-50 Mitarbeiter sind so heterogen, daß ein derartiger Gedanke ganz fern liegt. Wir treten einfach für Kunstprinzipien ein, die jedenfalls ja auch die Ihrigen sind. Nicht wahr: ich habe Recht: Sie werden Ihre Vorurteile überwinden?! Schreiben Sie mir ungehend, aber nicht ohne sich die Sache reiflich überlegt zu haben. […] Was denken Sie über mein Studententagebuch? Verzeihen Sie die grobe Karte von meiner Gattin: wir waren bezecht und ich hatte das Gefühl, daß Sie mir eigentlich längst einmal hätten schreiben können! […|“ Otto Erich Hartleben begann zunächst widerwillig eine juristische Ausbildung, begann aber schon während der Landgerichtsstation in Magdeburg mit dem Schreiben. 1887 erschien sein erster Gedichtband „Studententagebuch“. Hartleben wechselte nach Berlin und engagierte sich für die Gattung des „Naturalismus“. Als Dramatiker hatte er mit der Offizierstragödie „Rosenmontag“ (1900) seinen größten Erfolg. Hartleben trat auch als Übersetzer hervor. Gedichtvertonungen gibt es unter anderem von Max Reger, Alma Mahler-Werfel und Alban Berg. Bei der Vertonung von Hartlebens Gedicht „In meines Vaters Garten“ zeigte die junge Alma Schindler ihr Talent. Josef Labor und später Alexander Zemlinsky gaben ihr Kompositionsunterricht. Neben Klavierwerken hat sie über 100 Lieder komponiert, von denen nur wenige überliefert sind. Bekannt ist der Zyklus von fünf Liedern, der in den Jahren zwischen 1899 und 1910 entstanden ist. 1901 lernte die Komponistin den gefeierten Dirigenten Gustav Mahler kennen. Schon wenige Wochen nach dem Kennenlernen folgte der Heiratsantrag. Bald darauf ein langer, 20-seitiger Brief, in dem Mahler seine zukünftige Frau aufforderte, das Komponieren aufzugeben. „In meines Vaters Garten“ auf ein Gedicht von Otto Erich Hartleben sei auch als Erinnerung an den Garten des früh verstorbenen Vaters von Alma Mahler-Werfel zu hören, heißt es. Zu ihm, dem Landschaftsmaler Emil Jakob Schindler (1842-1892), hatte die Komponistin ein enges Verhältnis.