Franz II. (I.)

letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und erster von Österreich, 1768-1835

Um dem Vormachtstreben Kaiser Napoléons zu begegnen und um die Ranggleichheit mit diesem zu wahren, begründete Franz II. als letzter Kaiser des vom Zerfall bedrohten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1804 das Kaisertum Österreich, das er als Franz I. bis zu seinem Tod regierte. Seine Regierungszeit ist untrennbar mit dem Namen Metternichs verbunden, der als führender Minister und später als Haus-, Hof- und Staatskanzler die Politik des Vielvölkerstaates Österreich maßgeblich gestaltete. 1814/15 war Franz I. Gastgeber des Wiener Kongresses, der eine grundlegende territoriale Neuordnung des Kontinents zur Folge hatte.

Quelle:

Franz II. (I.)

römisch-deutscher Kaiser (1768–1835). Gedr. Brief mit hs. Ergänzungen und Adresse. Wien. 2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit papiergedecktem Siegel.
250 € (12052)

An Wenzel Joseph Mayer (1734–1800), Abt des Prämonstratenser-Ordens in dem Stifte Strahof zu Prag, königlicher Almosenier, Prälat im Königreiche Böhmen und Mitglied der ökonomisch-patriotischen Gesellschaft zu Prag: „[...] Als haben Wir Unser gnaedigstes Vertrauen zu dir hiemit, du werdest die bei gedacht kuenftigen Landtag in Unserem Namen vortragende Propositions-Puncta zu Gemueth fuehren, und selbe auch deines Orts nebst anderen treugehorsamsten Staenden, wie es die allgemeine Nothdurft mit sich bringet, dergestalten zu befoerdern, und deiner treugehorsamsten Devotion nach zu secundiren angelegen seyn lassen, auf daß darein schleunig gewilliget, mithin der angehende Landtag ersprießlich, und zu Unserem gnaedigsten Wohlgefallen bald geendiget werden moege [..]“.

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Franz II. (I.)

röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835). Eigenh. Brief mit U. Wien. 1 S. auf Doppelblatt. Folio.
1.500 € (31916/BN21416)

Auf einem an ihn gerichteten Schreiben seines Leibarztes Andreas Joseph Frh. von Stifft (1760-1836) vom 14. Jänner 1831 (1¾ SS.), jenem Jahr, in dem sich die Cholera erstmals über ganz Europa und auch nach Nordamerika ausbreiten sollte. - Stifft referiert dem Kaiser ein Schreiben des Erzherzogs Joseph, Palatin von Ungarn, an den ungarischen Hofkanzler Graf Adam Reviczky von Revisnye (1786-1862) über die Maßnahmen gegen die im Kreise Tarnopol ausgebrochene Choleraepidemie und schließt die Bitte an, "daß Ew.

M. die Verwendung von Professoren [...] als ärztliche Commissäre zu verbieten geruhen, weil [...] andere practische Ärzte hierzu viel geeigneter sind; indem die Professoren, meistens Buchwisser, häufig da am ungeschicktesten sind, wo es zu Ausführungen kommt". - Kaiser Franz nun wendet sich in seinem Schreiben an Graf Reviczky: "[...] In der Anlage erhalten Sie die Note meines Bruders zurück, welcher die Sache viel gelassener betrachtet als es hier der Fall war. Während meiner Regierung sind viele Fälle von Typhus Pesthen und dergleichen eingetretten, wo gelassen ruhig und ordentlich vorgegangen worden und Ordnung herrschte, sind sie gehörig überstanden worden [...] Übrigens finde ich Ihnen noch zu bemerken daß wenn je ärztliche Kurire ausgesendet werden sollen, hierzu praktische Ärzte zu bestimmen sind [...]". - Etwas gebräunt und stellenweise gering fleckig; mit kleineren zeitgenöss. Vermerken..

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Franz II. (I.)

röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835). Adelsdiplom für den Wiener Apotheker Joseph Well, fortan Edler von Well, mit eigenh. U. Wien. 13, (3) SS. Kalligraphische Handschrift in Gold und schwarzer Tusche auf Pergamentlibell mit reicher gest. Bordüre (Franciscus Mayer fecit 1757) und einer sorgfältig ausgeführten Wappengoache in Goldrahmung, überhöht von Rocaillevignetten mit Doppeladler,.
1.500 € (32250/BN23235)

Nebst dem Kaiser unterzeichnen Alois Graf Ugarte und Franz Graf Woyna. - Siegel und Originalsamteinband fehlen.

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Franz II. (I.)

röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835). Adelsdiplom für Johann Anton Xaver Ledermayer, Landesgerichtsverwalter zu Weyer in Oberösterreich, fortan Edler von Mayernfeld, mit eigenh. U. Wien. 17, (3) SS. Kalligraphische Handschrift in schwarzer Tusche auf Pergamentlibell mit 3 versch. gest. Bordüren (Franciscus Mayer fecit 1757) und kleineren von Hand gezeichneten Zierstücken. Die sauber ausgeführte Wappengouache in Goldrahmen und von drei Vig.
2.000 € (32266/BN23262)

Mit drei Gegenzeichnungen, darunter Leopold Graf von Kolowrat-Krakowsky. - Der Samteinband fleckig und (v. a. am Vorderdeckel) berieben, der Rücken gebrochen; innen von guter Erhaltung.

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Franz II. (I.)

röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835). 7 Briefe mit eigenh. U. Wien. Zusammen 5¾ SS. auf 14 Bll. 4to.
3.500 € (32687/BN26352)

Dienstschreiben an Karl Graf von Zinzendorf (1739-1813), den Präsidenten der Neuen Hofrechnungskammer: "Ich habe bereits unterm 2. Hornung l. J. an die Hofrechenkammer den Auftrag erlassen, daß selbe auf die baldige Unterbringung des bei der Statthalterei Buchhalterey in Ofen angestellet gewesenen, und nur wegen Mangel der lateinischen Sprache in den Quieszentenstand verfallenen Raitoffiziers [!] Franz v. Felsenburg den sorgsamen Bedacht nehmen soll; da nun durch den Todfall des Raitraths Mathias Petrowitz bey der hiesigen städtischen Buchhalterey eine Erledigung sich ergeben hat, so wird von Seite der Hofrechenkammer bei Besetzung dieser Stelle auf den besagten Felsenberg die vorzügliche Rücksicht zu tragen seyen [...]" (Br.

v. 24. November 1792). - Karl Graf Zinzendorf hatte seit 1784 den Vorsitz der Robotaufhebungskommission inne; 1792 wurde er Staats- und Konferenzminister und Mitglied des Staatsrats, 1800 Landmarschall von Niederösterreich. Von 1801 bis 1813 Landkomtur des Deutschen Ordens in Österreich, war Zinzendorf 1808 vorübergehend dirigierender Staats- und Konferenzminister. "Zinzendorf war ein Vorkämpfer des Freihandels und lehnte den Merkantilismus ab. Seine seit 1782 geführten Tagebücher, die über sechzig Bände umfassen, sind eine bedeutsame kulturgeschichtliche Quelle" (DBE). Zu Zinzendorf, der für die Geschichtsforschung vor allem auf Grund seines zeitlebens geführten Tagebuchs von großem Interesse ist, vgl. Christine Lebeau: Die Tagebücher des Grafen Karl von Zinzendorf. In: Quellenkunde der Habsburgermonarchie (16.-18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch. Hg. v. J. Pauser, M. Scheutz und T. Winkelbauer. Wien 2004 (= MIÖG Ergbd. 44), S. 796-800..

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Franz II. (I.)

röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835). 13 Briefe mit eigenh. U. Wien. Zusammen 12 SS. auf 26 Bll. 4to.
5.000 € (32688/BN26353)

Dienstschreiben an einen Hofrat Schotten: "Nebenfolgenden Vortrag der Finanzstelle übersende Ich der obersten Staatskontrol[l]e zu dem Ende, damit sie Mir darüber ob, und in wie weit die hier angetragene Vermehrung des Personals bei der Böhmischen Bancal Rechnungs Confection in Weg und Wassermautsachen nothwendig, und mit dem künftigen Organisations-Plan verträglich sei, ihr Gutachten eröf[f]ne, und dabei auch auf den Umstand den gehörigen Bedacht nehme, daß, da die Revision der Weg- und Wassermaut-Rechnungen von der Bancal Hauptbuchhaltung der Böhmischen Bancal Rechnungs-Confection übertragen werden, und von dieser um deßwillen eine beträchtliche Personals-Vermehrung angesucht wird, entweder das Personale bei der Bankohauptbuchhalterei verhältnismässig vermindert, oder einige Individuen davon nach Prag übersetzet werden [...]" (a.

d. Br. v. 3. XII. 1797). - Ohne den "nebenfolgenden Vortrag"..

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Franz II. (I.)

röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835). Eigenh. Anweisung. O. O. ¾ S. Qu.-kl.-8vo.
350 € (44181/BN30215)

"Wegen der Bedeckungs instruction wegen denen deserteurs in Pohlen so geschwind als möglich zu machen da ein Courier nach Petersburg gehen soll".

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Franz II. (I.).

röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835). Eigenh. Antwortentwurf mit U. Schönbrunn. ¼ S. im Halbbruch (Fragment).
500 € (935738/BN935738)

Entwurf zu einem vom Sekretär auszufertigenden Handschreiben an Vincenz Eduard Milde (1777-1853), Erzbischof von Wien: "Ich werde sie mit Vergnügen Samstag den 31ten May vormittags von 9 Uhr frühen, wenn es ihnen am gelegensten ist, in Schönbrunn empfangen, und wünsche übrigens daß ihnen die Kur in Karlsbad gut bekomme". - Links im Halbbruch einer Supplik oder eines Berichts Mildes vom 20. Mai, dessen Schluss (von Schreiberhand) noch erhalten: "Ich werde alle wichtigeren Geschäfte auch während dieser Zeit von dort aus selbst besorgen [...]" (darunter Mildes eigenh. Courtoisie und Unterschrift). - Gefaltet.

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Franz II. (I.).

röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835). Dokument mit eigenh. U. Wien. 3 SS. auf Doppelblatt. Folio (271:415 mm). Mit großem papiergedecktem Siegel.
850 € (935739/BN935739)

Urkunde zur Abnahme der Haushaltskasse für Joseph Latour mit einer Gegenüberstellung der Ausgabenrechnung und des Guthabens: "Wir [...] bekennen hiemit für Uns, Unsere Erben, und Nachkommen, daß Uns vor Unserem ersten Obersten Hofmeister Unser Hofküchenkassier Joseph Latour über die vom ersten November 1801 bis lezten Oktober 1803 durch zwey Jahre bei der Kaiserlich Königlichen Hof-Gold- und Silberfondskassa geschehene Empfänge, und Ausgaben ordentliche Rechnungen abgelegt habe [...]". - Eintragungen von Sekretärshand auf gest.

Formular mit großem Titel und Schmuckrahmen ("Reinel R. Offr. scrip.", "Brunet sculp."). Mit eh. Gegenzeichnung von Obersthofmeister Georg Adam Fst. von Starhemberg und zwei weiteren Hofbeamten. Von einigen Faltspuren abgesehen sehr gut erhalten..

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Franz II. (I.)

9 Handschreiben mit eigenh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Dienstschreiben an Prokop Graf Lazansky von Bukowa (1741-1804), den Präsidenten der obersten Staatskontrolle: "Ich habe bereits unterm 26ten Hornung einen Ausweis, was vom 1. November 1767 bis zum letzten Oktober 1786 über die ordinari Dotazion auf Monturs und Rüstungs-Erfordernisse und Vorräthe axtraordinarie ausgelegt worden ist, zu Meinen Handen verlangt. Da dieser Ausweis in der langen Zwischenzeit wohl hat zustandegebracht werden können; so gewärtige Ich denselben unverzüglich [...]" (Schreiben v. 27. III. 1794). - Prokop Graf Lazansky von Bukowa oblag als Vizepräsident des böhmischen Guberniums seit 1783 die Reorganisation der böhmischen Landesverwaltung. "1792 wurde er Präsident des Guberniums und Oberstburggraf in Prag. Seit 1794 Präsident der obersten Staatskontrolle in Wien, wurde L. v. B. 1796 Oberster Direktorialminister und übernahm 1797 die Leitung der wieder errichteten böhmisch-österreichischen Hofkanzlei. Nach dem Zusammenschluß von Hofkanzlei und Hofkammer zu den Vereinigten Hofstellen 1801 unterstand ihm für kurze Zeit der gesamte Verwaltungsapparat. Seit der Wiederherstellung der alten Behörden Hofkanzlei, Hofkammer und Oberste Justizstelle war Lazansky Leiter der letzteren" (DBE).