Friedrich Baron de la Motte Fouqué

Fouqué, Friedrich Baron de la Motte

Dichter (1777-1843). Eigenh. Brief mit U. ("Fouque"). Nennhausen. 1 S. 4to.
2.500 € (49502/BN33905)

An den Schriftsteller Johann Rochlitz in Leipzig, dem er Beiträge zu dessen neuem Almanach "Jährliche Mitteilungen" (1821-1824) verspricht: "[...] Wills Gott, so schicke ich Ihnen noch vor Anfang Mai den Beitrag für die Mittheilungen. Er heißt: 'Der Todesschuß, eine Kriegsgeschichte['], und gründet sich auf einen Mythus aus dem siebenjährigen Kriege, der in dem Regimente, worin ich meine ersten Waffen führte, dunkel hin und wieder ging. Weil er aber nur eben als Mythus erzählt ward, glaube ich ihn auch nach meiner eignen Ansicht nutzen zu können, und bin damit schon in mir ganz zu Stande, so daß er nur das Aufschreiben gilt.

Doch freilich: auch das will Zeit und Weile haben. Daher kann ich mit Bestimmtheit nur die erste Maiwoche für die Vollendungszeit meiner Arbeit angeben. Sind Sie damit zufrieden? Hierbei folgt die Sendung von unserm alten guten Truchseß. Schelten Sie nicht allzu sehr über die Verspätung. Ich bin jetzt unglaublich überhäuft. Heute schreibe ich nur an Leute Ihres- das heiß Unsregleichen [...]". - Für Fouques Beitrag dankt Rochlitz unterm 30. Mai: "Sie haben die an sich schon interessante Sage durch Ihre Darstellung so zu heben und zu beleben gewußt, daß man davon nicht ablassen kann, bis Sie selbst davon ablassen. So wird sie ein wahrer Schmuck des Buches [...]" (Briefe an Friedrich Baron de la Motte Fouqué, Berlin 1848, S. 309f.)..

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Fouqué, Friedrich Baron de la Motte

Dichter (1777-1843). Eigenh. Brief mit U. ("Fouqué"). Nennhausen bei Rathenow. 2¼ SS. auf Doppelblatt. 4to.
2.500 € (936741/BN936741)

An einen Freund, dem er einen Band Voltaire zurücksendet und erklärt, warum er bislang keine Zeit gefunden habe, "recht ausführlich darüber zu schreiben": "[...] Die dazwischen liegenden Abhaltungen, mein theurer Freund, waren zum Theil sehr ernster Art. Mein ältester Stiefsohn, der Kammerherr Rochow auf Rekahn, ehemals Jäger und Jägerkürassier-Offizier im selben Regimente mit mir während des Befreiungskampfes, erkrankte schon vor Wochen in Berlin, wohin das Vertrauen seiner Mitstände ihn als Abgeordneten gesandt hatte.

Unsre Hoffnung sank und stieg, bis vor nun beinahe acht Tagen die Botschaft eines sehr ernsten Rückfalles meine Frau nach Berlin rief. Für mich langsam Genesenden, hieß es, werde die heiße Stadtluft ein Gift sein, und meinen noch immer unbeholfnen Beinen das Pflaster eine nachtheilige Erschöpfung, und was der Gründe mehr waren, - kurz, ich mußte hier bleiben. Ihr inniges Herz, mein theurer Freund, empfindet ohne weiteres den Druck, den Centnerdruck, welcher damit auf meine Brust fiel. Doch gab mir Gott innerlich viel Gnade, und einen Muth, dessen meine Natur an sich grade in solchen Dingen nicht fähig ist [...]"..

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