Eduard Devrient

Devrient, Eduard

Schauspieler, Sänger, Intendant und Dramaturg (1801-1877). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Dresden. 23.9.1849. Gr.-8vo. 3 pp. Doppelblatt. Mit Adresse und leichtem Siegelrest.
250 € (83667)

An Dr. Klöden in Berlin: „[…] Ich habe seit länger als 2 Jahren meine amtliche Wirksamkeit aufgegeben, bin daher außer Stande dem jungen Wittkur Aussichten irgend einer Art zu ermessen. Wollte ich, um seinet und um Ihretwillen von meinem Grundsatze williger Nichteinmischung in Verwaltungsmaßregeln der hiesigen Bühne absehen, so wäre ich doch in das äußerste Verlegenheit aus welchem Grund ich mich für Ihren Schützling verwenden solle. Sie selbst enthalten sich des Urtheils über ihn, ich habe sein Talent zu beurtheilen niemals Gelegenheit gehabt, wie kann ich ihn also empfehlen? […]“ Nach einer schweren Krankheit, die ihn wegen Überanstrengung seine Singstimme kostete, gab Devrient 1831 seine Karriere als Sänger auf.

Er ging als Schauspieler nach Berlin und 1844 ans Hoftheater nach Dresden, wo er bis 1852 als Nachfolger von Ludwig Tieck wirkte. Devrient stellte am Theater zum Teil noch heute beachtete Regeln für das „historische Kostüm“ auf. Der heute allgemein übliche Ablauf von Theaterproben (von der Leseprobe bis zur Generalprobe) geht ebenfalls weitgehend auf Devrient zurück..

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Devrient, Eduard

Intendant und Dramaturg (1801-1877). Eigenh. Mitteilung mit U. (“Eduard Devrient”). O. O. 04.04.1856. 1 S. Qu.-8vo.
100 € (31489/BN18145)

"Herr Hofmusiker Frechner [?] wird ersucht aus den Kostenrechnungen für das letzte Palmsonntagsconcert den Bogen, auf welchem das Garderobepersonal quittirt hat, mir auf einige Tage zu überlassen [..]". - Der Neffe von Ludwig und Bruder Karl und Emil Devrients gab nach einem Stimmversagen den Beruf des Sängers auf, wechselte als Schauspieler an das Berliner Kgl. Schauspielhaus und wurde 1844 Nachfolger Ludwig Tiecks als Oberregisseur am Dresdner Hoftheater. Differenzen mit seinem Bruder Emil führten dazu, daß er seit 1846 nur mehr als Darsteller tätig war.

Später übernahm er die Leitung des Hoftheaters Karlsruhe, an dem er mit großen Aufführungszyklen an die Öffentlichkeit trat. "Devrients eigentliche Bedeutung liegt in seiner Arbeit als Schauspielpädagoge und -reformer sowie als Theaterhistoriker. Er führte in Dresden historische Kostüme ein, arbeitete nach einem exakten Probenschema mit Lese-, Stück- und Generalproben und plante nach dem Vorbild des Pariser 'Conservatoire' die Errichtung einer Schauspielerakademie als Vorstufe zu einem deutschen Nationaltheater. Sein Ziel war, die darstellende Kunst der bildenden Kunst und der Musik gleichzustellen, die Schauspieler materiell abzusichern und durch staatliche Zuschüsse die neue Aufgabe des Theaters im bürgerlichen Staat, die Vermittlung von Bildung, zu ermöglichen" (DBE)..

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Devrient, Eduard

Schauspieler, Sänger, Intendant und Dramaturg (1801-1877). Eigenh. Brief mit U. ("E. Devrient"). Magdeburg. 09.04.1829. 1 S. 4to.
350 € (73247/BN47602)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Nachdem ich bey meinem Abgange von hiesiger Bühne [...] offerirte noch ferner in Gastrollen hier auftreten zu wollne, - wurde jedoch dieß mein Anerbieten von dem geehrten Comité nicht beachtet. Demohngeachtet erlaube ich mir heut abermals Ihnen anzubieten, meine Frau und mich, vor unserer Abreise nach Hamburg noch einmal hier auftreten zu lassen, und füge bey, daß, wenn unser gemeinsames Spiel der Theaterkasse nicht von Nutzen ist, wir auf Honorare gern Verzicht leisten wollen.

- Der jetzige Mangel an einstudierten Stücken machte es Ihnen vielleicht willkommenHans Sachs in den nächsten Tagen mit uns zu geben [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen zeitgenöss. Sammlernotizen in rotem Farbstift..

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