Schriftsteller (1881-1942). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Salzburg. Gr.-4to. 1 1/2 pp. Auf seinem Briefpapier. Leicht gebräunt. Rechter Rand mit einigen Ausrissen (ausgebessert).
$ 2,908 / 2.500 €
(100401)
An „Sehr verehrter Herr Professor“, der ihm seine Gedichte zur Beurteilung übersandt hatte. Diese hätten ihm „wahrhaft viel Freude gemacht mit ihrer bewegten Farbigkeit. Vielleicht das einzige was ich mir gewünscht hätte, wäre eine gewisse Bewegtheit im Rhythmus. Die Vierzeiler, im einzelnen Gedicht voll ausgewogen und durchaus organisch, wirken in einem ganzen Gedichtbande ein wenig monoton und schliessen sich nicht der vielfachen Rhythmik des Lebens an ... Sie zeigen einen ungemein starken Sinn für die Architektur in den Gedichten und die visuelle Begabung übersteigt bisher die akustisch musikalische.
Ich glaube mich recht auszudrücken, wenn ich sage, die Gedichte schreiten in strengem ernsten, harmonischen Schritt dahin, aber sie schweben, tanzen und gleiten niemals ... Sie sehen, dass ich aufrichtig zu Ihnen spreche und empfinden Sie es, bitte, auch als völlig aufrichtig ..., dass ich diese Verse in ihrer metallischen Durchbildung für sehr wertvoll halte ...“ Erwähnt Hans Carossa..
Schriftsteller (1881-1942). Typed letter signed. Salzburg. 11⁄3 SS. Gr.-4to.
$ 2,094 / 1.800 €
(46988)
To a lady who wanted to translate his drama "Jeremiah" into Russian. - The first complete Russian edition of Zweig’s works was published by arrangement with Maxim Gorky from 1928 to 1930. – Slight damage to edges (partly re-backed).
österr. Dichter (1881-1942). Eigenh. Brief m. U. Wien. 8vo. 1 1/2 pp.
$ 5,583 / 4.800 €
(60619)
"Sehr geehrter Herr Doktor, ich würde Ihnen gerne meine Sammlung zur Verfügung stellen - von Heine Autografen besitze ich zwar nicht übermässig viel (die Handschrift der ,Weber’, die Sie publicierten), das Gedicht ,an Ihn’ (Goethe), das Gedicht ,Sie floh vor mir wie ein Reh’, ein Bruchstück aus ,Deutschland, ein Wintermärchen’ und eines aus ,Lutetia’. Aber ich habe ausserdem eine Sammlung von Autografenkatalogen von 1832 an, in denen Nachweise reichster Art zu finden wären, eine Sammlung, die vielleicht in ähnlicher Vollständigkeit kaum zu finden ist.
Castle hat für seinen Lenau darin viel Fortheil gehabt. Auch an gutem Willen fehlt es bei mir nicht. Aber ich bin Militarist, außerdem ist mein Diener eingerückt, so habe ich meine Wohnung einfacht zugesperrt und wohne in der Nähe Wiens, komme in der Woche kaum mehr als einmal heim. Nächste Woche werde ich am 29. April hier sein - wenn Sie da nachmittags zwischen 4-7 zu mir kommen wollen, hoffe ich Ihnen einiges zeigen zu können. Mit ist es leid, dass ich Ihnen nicht gefälliger sein kann, aber mein Leben ist jetzt durch das Militär so verkürzt und verwandelt […]“..
österreichischer Schriftsteller (1881-1942). Portraitphotographie. o. O. u. D. Bildgröße: 170 : 122 mm. Passepartout: 300 : 217 mm.
$ 465 / 400 €
(77120)
Bekanntes Portrait im Halbprofil nach links. Photographie: Berta Schönikle. Leicht verblasst. Stefan Zweig ist neben Thomas Mann und Hermann Hesse einer der weltweit bekanntesten und meistgelesenen deutschsprachigen Schriftsteller. Aufgewachsen im Wiener Großbürgertum schrieb er schon als Student für das Feuilleton der Neuen Freien Presse. Als Gustav Mahler am 12. September 1910 seine Achte Sinfonie (Sinfonie der Tausend) in der Neuen Musikfesthalle in München uraufführte, gehörte Stefan Zweig zum illustren Publikum.
Mit dabei waren unter anderem Georges Clémenceau, Thomas Mann, Siegfried Wagner, Leopold Stokowsky, Arnold Schönberg, Anton Webern und Richard Strauss. Sie wohnten einem einzigartigen Spektakel bei: acht Gesangssolisten, zwei große gemischte Chöre, ein Knabenchor - insgesamt 850 Sänger - und ein verstärktes Sinfonieorchester mit 170 Musikern. Die Aufführungen waren der größte Erfolg Mahlers. In seinen Memoiren „Die Welt von Gestern“ (1942) schrieb Stefan Zweig über Mahlers Berühmtheit in Wien: „Gustav Mahler auf der Straße gesehen zu haben, war ein Ereignis, das man stolz wie einen persönlichen Triumph am nächsten Morgen den Kameraden berichtete.“ Stefan Zweig war nicht nur Schriftsteller, er war auch leidenschaftlicher Sammler von Autographen und setzte sich lyrisch und essayistisch mit den Persönlichkeiten, die ihn faszinierten, auseinander. So sind ein Gedicht (Der Dirigent) und ein Essay (Gustav Mahlers Wiederkehr) überliefert..
österreichischer Schriftsteller (1881-1942). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Wien. 8vo. 1 p. Gelocht, dadurch minimaler Buchstabenverlust. Leicht gebräunt.
$ 1,454 / 1.250 €
(89318)
An A. Halbert in der Neuthorgasse in Wien: „empfangen Sie vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben, das mir in seiner Idee sehr sympatische Vorschläge enthält. Aber ich bin für meine ersten drei Stücke an Felix Bloch Erben geunden und - hélas! - sie sind nur zum geringsten T[ei]l vollendet, geschweige publiciert. […]“.
Schriftsteller (1881-1942). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Wien. 8vo. 1 p. Doppelblatt.
$ 3,199 / 2.750 €
(91980)
„Sehr verehrtes Fräulein, gern wie immer nehme ich Ihre freundliche Einladung an. Entschuldigen Sie mich aber, bitte, bei Ihrem Herrn Bruder, dass ich ihn in diesen Tagen nicht in einem Café aufsuchen kann: die schönen Tage nehmen mir so viel Zeit von meiner Arbeit weg, dass ich jetzt wenigstens abends fleissig sein muss …” – Schwache Eckknicke , Mittelfalte mit winzigem Einriss rechts. – Beiliegend: Porträt-Postkarte Stefan Zweig von Eric Schaal, 1939 (Abzug aus den frühen 1980ern).
Schriftsteller (1881-1942). Eigenh. Gedichtmanuskript mit Unterschrift. Marienbad. 8vo. 1 p.
$ 5,234 / 4.500 €
(94672)
Unveröffentlichtes Gedicht an Frank Wolfenstein, den Sohn des mit Zweig befreundeten Autors Alfred Wolfenstein: „Ein Sonderwesen ist der Tramp, | Schläft nicht im Bett, schläft nicht im Camp | Verschmäht die Walz, verschmäht die Bahn | Und kommt doch immer pünktlich an. | Als rechter Strassenmarodeur | Raubrittert an den Curven er, |Bis er das Auto sich erzwingt | Das gratis ihn zu Vatern bringt. | Moral: Hab guten Mut, nutz Deinen Witz, | Dann kommst Du auf den Führersitz! […]“ – Das Gedicht kommentiert humorvoll die Gewohnheit des damals 19-Jährigen, per Anhalter zu reisen.
Später emigrierte Frank Wolfenstein nach England, wo er als Pilot am Weltkrieg teilnahm. Verso montierter Zeitungsausschnitt mit Gedicht von A. Wolfenstein..
Schriftsteller (1881-1942). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Rüschlikon bei Zürich. 8vo. 1 p.
$ 1,454 / 1.250 €
(95916)
An den Benno Schwabe & Co Verlag in Basel: „[…] ich lese soeben, dass in Ihrem Verlage demnächst ein nachgelassenes Werk von Jacob Burck[h]ardt erscheint, über das ich gern ein Feuilleton in der ,Neuen Freien Presse’ schreiben würde (deren Correspondent für Kunstdinge ich hier in der Schweiz bin). Ich wäre Ihnen dankbar, könnten die nur schon vor dem Erscheinen ein Recensionsexemplar senden, da die Übermittlung eines Aufsatzes nach Wien immer Zeit erfordert und ich gerne rechtzeitig deren bedeutsame Erscheinung ausführlich behandelt möchte.
[…]“ - 1918 gestattete Österreich dem Autor die Ausreise in die Schweiz. Ab dem 9. März wohnte Stefan Zweig für ein Jahr im Hotel Belvoir in Rüschlikon über dem Zürichsee. 1918 erhielt er eine Ausreiseerlaubnis aus Österreich in die Schweiz..
Schriftsteller (1881-1942). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Salzburg. Gr.-4to. 1 1/2 pp. Gedr. Vignette am Kopf u. Adresse.
$ 5,234 / 4.500 €
(97309)
Stefan Zweig schreibt an den Autographenhändler Charavay in Bezug auf ein Autograph von Jean de La Fontaine (Le renard et le bouc). Er beschreibt die Provenienz der Handschrift und äußert Zweifel an deren Echtheit, da La Fontaine oft Ziel eines geschickten Fälschers war. Er bittet um Charavays fachkundiges Urteil zur Echtheit. „Je m’adresse aujourd’hui à votre amabilité renommée en vous demandant votre avis si important. Je m’intéresse beaucoup pour une autograph de La Fontaine.
Le renard et le bouc, dont un excellent facsimilé est reproduit dans le récent catalogue de Rudolf Geering à Bâle. J’ai vu la pièce, elle paraît elle-même sans aucune suspicion en plus il est prouvé qu’elle était en 1845 entre les mains de Feuillet de Conches puis dans la célèbre collection Moriz Bernstein avant d’être vendue avec la collection 1903 pour rester dans la collection Cavalieri. Toutefois je sais que particulièrement les fables de La Fontaine étaient l’objet favori d’un habile faussaire et l’écriture (que vous voyez bien dans le facsimilé) me paraît exacte mais un peu trop facile. Est-ce que vous pouvez, ou bien on peut constater certainement laquelle des fables sont connus en original authentique? Et pourriez-vous me donner votre avis sur cette pièce? Je sais, il est en général très difficile d’après un facsimilé d’absorber l’authenticité et je ne demande pas cela – mais peut-être le facsimilé suffit pour vous trouver déjà le contraire. Je vous en prie, un mot de votre avis réservé qui naturellement n’engage pas votre autorité. J’espère qu’une ancienne clientèle me donne un peu le droit de m’adresser à votre amabilité. Croyez-moi, cher Monsieur Charavay, votre très reconnaissant […]“ Stefan Zweig war ein leidenschaftlicher Autographensammler, dessen Sammlung berühmte Manuskripte, Briefe und Handschriften bedeutender Persönlichkeiten aus Literatur, Musik, Wissenschaft und Politik umfasste. Sein Ziel war es, die Verbindung zwischen den großen Denkern und Künstlern der Menschheitsgeschichte zu bewahren und ihre Inspiration sowie Kreativität durch ihre handschriftlichen Werke greifbar zu machen. Zu seiner Sammlung gehörten Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart und Napoleon Bonaparte. Zweig schätzte die persönliche Nähe, die solche Autographen vermittelten, und betrachtete sie als einen direkten Zugang zu den Gedanken und Emotionen der Verfasser. Nach seinem Tod wurde ein Großteil seiner Sammlung an Bibliotheken und Museen übergeben, darunter die British Library, wo viele seiner wertvollsten Stücke heute aufbewahrt werden..
Schriftsteller (1881-1942). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Salzburg. 4to. 1/4 p. Gedr. Briefkopf.
$ 930 / 800 €
(97861)
An den namentlich nicht genannten Ernst Pyhrr vom Max-Reichard-Verlag in Freiburg. „[…] Eben von einer Reise zurückgekehrt, übersende ich Ihnen gern ein Exemplar jenes Epiloges, der übrigens in Frankfurt, Bremen und einer grossen Reihe anderer Städte schon zur Tolstoifeier bestimmt ist. […]“
Schriftsteller (1881-1942). Autograph letter signed ("Stefan Zweig"). Wien. 1 S. 8vo. Gerahmt.
$ 2,908 / 2.500 €
(942214/BN942214)
To the controversial Viennese publisher Fritz Freund (1879-1950), regarding a collection of Lemonnier short stories which he was anonymously translating in collaboration with Friedrich Fischl. Together with his friend Émile Verhaeren, Zweig endeavoured to promote Lemonnier's work in spite of the fact that his "Homme en amour" had just been banned throughout Germany. In full: "Lieber Herr Freund, ich war heute bei Ihnen vergeblich in Audienz, um die Lem[onnier]-Novelle zu übergeben und Sie nochmals zu warnen einen Übersetzernamen auf's Titelblatt zu setzen.
Haben Sie es nötig, dass ein Herr Fischl in Wien herumgeht und sich 'Autor des Wiener Verlag's' nennt. Nein, das haben Sie nicht nötig [...]"..
Schriftsteller (1881-1942). Autograph letter signed. Salzburg. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 5,234 / 4.500 €
(74370/BN48415)
To the autograph dealer Charavay, asking to send him auction catalogues dating from 1914 onwards: "Il y a plus d'une année que je m'adressais a vous avec la demande de m'envoyer tous vos catalogues de vente et vos catalogues a prie fixe a partir du aout 1914 [...]". - On headed paper; centerfold slightly torn; fol. 2 somewhat wrinkled at the top.
Schriftsteller (1881-1942). Eigenh. Brief mit U. Paris. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 5,234 / 4.500 €
(88868/BN58811)
An einen nicht namentlich genannten "Herrn Doktor" über die Zusendung von "Verlaineillustrationen", "die ich alle kostenlos oder mit minimalen Spesen besorgen konnte. 1) Selbstportrait Verlaines, Handzeichnung, im Besitz Verhaerens und von ihm mir gegeben. 2) Portr. Verl. von F. A. Cazals. Hospital Broussais. Photographie nach dem Bild im Luxembourg. Reproduction frei. 3) Verlaine in Café François. Eine sehr interessante Photographie, die ich kaufte; allerdings, das Reproductionsrecht muß - wenigstens besagt es die Aufschrift - erst erworben werden.
4) Lichtdruckportrait Verlaines (nach der Photographie). 5) Abdruck des Bildes von Fantin-Latour. Ob das noch brauchbar ist? Ich werde noch beschaffen. 1) Ein Gedicht V.s in seiner Handschrift. 2) eine Zeichnung von Cazals, so wie sie im Hefte der 'Plume' sind. Mein Höchstanbot für die Reproduction wird 15 Mark sein. 3) ein Portrait von Steinlen, dem ich schreiben will [...]". Weiters ersucht er seinen Briefpartner um die Einholung einiger Reproduktionsrechte und hofft, "die Correcturen bald zu haben: ein wenig will ich ändern, einen Irrtum in der Biographie, sowie ein paar Zeilen über seinen mentalen Zustand hinzufügen. Im ganzen aber nur Kleinigkeiten [...]". - Stefan Zweig hatte 1902 eine Anthologie von Gedichten Verlaines bei Schuster & Loeffler herausgegeben, 1905 erschien dann im selben Verlag ein weiterer Verlaine-Band. - Stellenweise gering verblasst, sonst tadellos erhalten..
Schriftsteller (1881-1942). Autograph letter signed ("Stefan Zweig"). Salzburg. 1½ SS. 4to. In französischer Sprache.
$ 5,234 / 4.500 €
(95656/BN63298)
To the Parisian autograph dealer and publisher Simon Kra, who had bid for Zweig at an auction. Zweig adds two items to his legendary autograph collection, but a Baudelaire piece has eluded him. Zweig is happy with the success of a lecture tour in Switzerland and Germany, though less so with the state of the book market in Germany. He thanks Kra for obtaining for him items (presumably autograph manuscripts) by Henri Murger and Nicolas Restif de la Bretonne ("très content!"), and comments on the prices, especially for a Baudelaire poem on which he was outbid: "je suis consolé que ce monsieur qui a acheté le Baudelaire l’a du payer 9000 fr[an]cs.
Assez pour un poème!". He also asks Kra to obtain for him two printed books: Maurice Castelain's biography of Ben Jonson ("Ben Jonson: L'Homme et l'oeuvre, 1572-1637", Paris, 1907) and Marcel Poète’s "Une Vie de cité: Paris de sa naissance à nos jours" (Paris, Auguste Picard, 1924). He concludes with an apology for the hurried message: "Excusez la hâte! Je suis très pressé: 38 lettres a répondre". - Simon Kra was a manuscript dealer and publisher (most famously of André Breton’s "Surrealist Manifesto" in 1924 through his publishing house, the Éditions du Sagittaire). In 1927, he published a French version of Zweig’s "Drei Meister". The majority of Zweig's letters to Kra are in the British Library..
Schriftsteller (1881-1942). Eigenh. Brief und eh. Postkarte mit U. [Marienbad]. (1½ +2 =) 3½ SS. auf 2 Bll. (Schmal-)8vo. Mit einer Beilage (s. u.).
$ 5,234 / 4.500 €
(95820/BN63691)
Der Brief auf Papier des Marienbader Kurarztes Friedrich Auerbach mit der Bitte um ein Konsil betreffend den Kammersänger Joseph Schmidt (1904-1942): "Ich habe Ihnen heute schon morgens ins Brioni und in den Schweizerhof telefoniert, es handelt sich um folgendes. Herr Kammersänger Josef Schmidt, den Sie aus Tel A Wiw kennen, ist stimmlich noch immer behindert und da kein Laryngologe hier ist, möchte Dr. Auerbach und Herr Kammersänger Schmidt gerne Ihr Votum und Ihren Rat [...] Ich hätte Sie gerne gestern in das Jiddische Theater zu Sevilla Pastor bei Leitner mitgeschleppt.
Es ist wirklich hervorragend. Sie sollten es nicht versäumen [...]" (undatiert, aber wohl 1937; auf Dr. Auerbachs Rezeptpapier). Die rumänisch-österreichische Schauspielerin Sevilla Pastor und ging in den 1930er Jahren mit ihrer Truppe auf Europatournee, wo Zweig sie am 12. August 1937 in Marienbad sah und schriftlich seine Bewunderung und Dankbarkeit zum Ausdruck brachte (Kuller, S. 290). - Mit der ebenfalls aus Marienbad datierenden Postkarte gibt Zweig seiner Freude Ausdruck, dass "ich Sie nach so langer und schwerer Zeit wieder sehen darf. Bis etwa 3 Uhr bin ich durch die Cur geplagt, aber wenn es Ihnen recht ist, könnten wir uns dann nachmittags gegen 5 Uhr oder zum Abendessen gleich am Montag treffen [...]" (1. VIII. 1937). - Beiliegend eine eh. Bildpostkarte mit U. von Friederike Zweig und eh. Gruzeile und U. von Stefan Zweig..
Schriftsteller (1881-1942). Eigenh. Brief mit U. Wien. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 5,234 / 4.500 €
(98222/BN64365)
Schöner Brief an Eugenie Hirschfeld über seine "Silbernen Saiten" und seinen Verlaine-Band: "Was Sie mir von meinen Versen schreiben, berührt mich seltsam. Ich habe das Buch 'Silberne Saiten' mit 19 Jahren herausgegeben und seit drei Jahren nicht mehr gelesen, weil es mir absolut antipatisch ist. Eigentlich lasse ich mich ungern daran erinnern und mich noch ungerner darnach werten. Zwei, drei Gedichte erkenn ich noch gerade an. Deshalb gebe ich es eigentlich nicht sehr freudig aus der Hand. Wollen Sie es aber in diesem Sinne, als etwas gewissermaßen Historisches nehmen (etwa als ob ich Ihnen ein Schulheft mit deutschen Aufsätzen aus der Septima überreichte) so lege ich es gerne auf Ihren Weihnachtstisch.
Ich möchte nur, Sie sollten mir für diesen Anlass Ihren Bücherwunschzettel etwas verlängern damit ich mich für die schönen Nachmittage etwas herzhafter revanchieren könnte. Mein Verlaine-Buch will ich noch jedesfalls dazulegen - aber ist das nicht eigentlich hässlich, seine Sünden zum Praesent zu erheben? Hoffentlich ist Ihr litterarisches Interesse nicht mit meinen Werken zuende [...]"..
sold
Eigenh. Manuskript mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Stefan Zweig (1881–1942), Schriftsteller. E. Manuskript mit U. und e. Begleitschreiben mit U. Wien, [20. April 1904]. Zusammen (½+1=) 1½ SS. auf 3 (davon 1 Doppel-)Blatt. Folio und kl.-4°. Mit e. adr. Kuvert (dieses mit e. Absender auf der Recto- und e. U. auf der Verso-Seite). – An den Juristen und Liliencron-Biographen Fritz Böckel (geb. 1878) in Jena, der ihn aus Anlaß von Liliencrons 60. Geburtstag um einen Beitrag für eine Festschrift gebeten hatte: „Anbei ein paar Zeilen, in denen ich – wenn ich den Zweck Ihres Buches recht verstanden habe – ausspreche, was mir Detlev von Liliencron ist. Verzeihen Sie die üble Form mit entschuldigender Freundlichkeit: ich stecke momentan metertief in Arbeit [...]“. – Aus dem Manuskript: „Umkränzen wir heute auch den theuren Namen Detlevs von Liliencron mit rauschendem Lob und hymnisch sich überbietenden Metaphern, so sagen wir unser Empfinden dennoch nicht ganz. Eher noch, wenn wir gelegentlich seinen Namen aussprechen: Liliencron! Dann klingt und jubiliert in den paar Silben das heitere Echo jenes ehrlichen Jubels, der nicht nur den Autor jener Versbände, sondern die markige Dichtergestalt meint. Für keinen der Dichter von heute haben wir soviel Liebe übrig nebst der Verehrung. Unsere Bewunderung mögen einst die Docenten und Professoren motivieren; aber Dank zu sagen für den Menschen hinter dem Blatt Literaturgeschichte, für dieses helle gesunde und lautere Herz, ist eine frohe Pflicht für uns alle [...]“. – „Zum 60. Geburtstage Detlev von Liliencrons“ erschien, herausgegeben von Adolph Donath, 1904 in Wien bei Carl Konegen in der Reihe „Oesterreichische Dichter“. – Das Manuskript mit stärkeren Gebrauchs- und Faltspuren sowie einigen kleinen Papierdurchbrüchen, der Brief mit Spuren einer alt entfernten Büroklammer am linken und mit kleiner Numerierung in blauem Farbstift am rechten oberen Rand der Recto-Seite von Bl. 1.
Ms. Brief mit eigenh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
To one „revered professor“, confirming that he will be pleased to give a lecture on Romain Rolland at Duisburg on January 27.
2 (1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit eh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
To his cousin Egon Michael Zweig at Jerusalem, recommending Lothar Brieger Wasservogel's book "Rene Richter" (undated), and on some thoughts about a novel on the history of Jerusalem (14. IV. 1930; on stationery with embossed monogram). - Small damage to edges.
"Der Fakir". Eigenh. Gedichtmanuskript mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
A poem from Zweig's first book-length publication, his poetry collection "Silberne Saiten" (Leipzig, Schuster und Loeffler, 1901; WG 1): "Der Fakir. Die Säule, auf der ich Regloser sitze | Ist wie eine Flamme steilauf gestellt. | Ich bin ihr Ende. Doch ihre Spitze | Reicht hinab bis in den Nabel der Welt [...]". - This fair copy was probably drawn up somewhat later as a dedication, as suggested by the accompanying letter (the address, Kochgasse 8, dates the ms. between 1907 and 1916).
Typoskript mit zahlr. eigenh. Korrekturen, eh. Nachschrift mit U. sowie Namenszug am Kopf.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Fine print-ready copy for an article on the occasion of the 60th birthday of the German journalist and editor Maximilian Harden. - Slight damage to edges; very rare.
Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
To the writer Karl Klammer: "You must think me the most despicable person in the world; in truth I am merely the busiest. I really was thrilled by your poem and wanted to write you a long letter about it - then I became ill [...] Now I must complete the Baudelaire for Seemann, and am preoccupied with so much more work. And today all I can do is send you the corrected proofs, asking you to return them as soon as possible [...]" (translation).
Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
To the German writer and autograph collector Eugen Wolbe, concerning the acquisition of a manuscript of the great Italian poet Giacomo Leopardi, which is to be auctioned off by S. Martin Fraenkel in Berlin and which Zweig is determined to have. In full: "Verehrter Herr Studienrat, vielen Dank für Ihre Freundlichkeit die mir diesmal besonders wertvoll ist. Denn ich möchte den Leopardi um jeden Preis haben. In der Auction wird er wahrscheinlich (da ihn Fränkel nicht beschrieben hat) hoffentlich nur auf etwa 1500-2000 Mark gehen. Ich möchte Sie aber bitten, mir ihn auf jeden Fall zu erwerben, im Notfall bis 12.000 (Zwölftausend) Mark zu gehen [...] Mir liegt an diesem Leopardi, weil ich L. sehr liebe und gerade Verse selten sind; vor dem Krieg habe ich einmal einen, der 100 Lire kosten sollte (einen herrlichen!) um einen Tag versäumt. Sie wissen nun wohl aus eigener Erfahrung, dass man wenn einem einmal ein Stück entgangen, mit besonderer Leidenschaft dann ein ähnliches erwerben will. Ich hoffe mich dann bei Ihnen für Ihre Mühe revancieren zu können, auch ein Rolland ist Ihnen gewiss: nur aus meiner eigenen Correspondenz will ich nichts nehmen , weil ich da ein kostbares Ganzes nicht zerstören mag: nur ihn bitten kann ich jetzt nicht, weil er mir eben schreibt, er sei vom Schreiben sosehr übermüdet. Aber es kommt schon eine Gelegenheit [...] Hoffentlich glückt es, das Stück billig zu erwerben (denn das Höchstlimit ist ja nur für den undenkbaren Fall, dass gerade aus Italien ein Leopardinarr so viel bieten würde, ich hoffe mit 1500 Mark davonzukommen und das Geld für die Henrici Auction zu sparen, deren Katalog ich noch nicht habe, die ich aber vielleicht persönlich besuche, wenn besondere Stücke für mich dabei sind) [...]". - The manuscript in question is the poem "XXXVIII. Del greco di Simonide", today Zweig MS. 167 in the British Library, London.
Eigenh. Gedichtmanuskript „Sonnett vom Herbst“ m. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Four stanzas comprising 14 lines: „Die Tage stiegen längst die goldenen Leiter | Des Sommers nieder, Spätglanz wärmt das Land. | Die Schatten wachsen früh und fallen breiter | Von allen Bäumen in des Abends Hand."
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Ms. Brief mit eigenh. Zusatz und U. ("Stefan Zweig").
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Eigenh. Bildpostkarte mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Ms. Brief mit eigenh. U. ("Stefan Zweig").
Autograph ist nicht mehr verfügbar
To a gentleman who had invited Zweig to sign an appeal for the abolishment or prevention of a law penalizing male prostitution. After consideration, Zweig refuses: "I feel it is dangerous to ask too much too soon, and this law must be understood as one designed to protect, by prohibiting a bargain of the most dangerous kind. I term it dangerous not only for the others, but also for the individuals themselves, because experience teaches that the maximum commercial value for professional homosexuals is in their youth, before they reach the age of 20, and having grown old, they are unable to enter any proper profession and will resort to the meanest methods. You know that I am of a completely open mind, but in this case the law, unwittingly and unintentionally, protects men from themselves. However, you are quite right that a punishment of up to ten years in jail exceeds all measure, for it appears that in spite of all autobiographical and literary testimony, the great jurists still have no conception of what ten years of jail mean to a living man [...]" (transl.). - Slight tears to folds.
Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Eigenh. Manuskript auf Typoskript.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Eigenh. Briefkarte mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Declaring his happiness at the (unidentified) recipient's arrival in Salzburg, wishing to meet him any time except Saturday, on which day he has appointments with Frida Richard (in the afternoon), Schalom Ash (in the evening) and with "some friends from Paris" (at lunchtime).
Eigenh. Postkarte mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Eigenh. Postkarte mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar















