Heinrich Wuttke

Wuttke, Heinrich

Historiker und Publizist (1818-1876). Eigenh. Brief mit U. ("Dr. H. Wuttke"). Berlin. 4 SS. auf Doppelblatt. 4to.
$ 212 / 180 € (32112/BN22828)

An die Buchhandlung Weber mit "folgendem Verlagsanerbieten": "Ich beabsichtige eine zweite Auflage meiner Schrift: 'Ueber das Haus- und Tagebuch Valentin Gierth's und die Herzogin Dorothea Sibylla geb. Markgräfin von Brandenburg Breslau 1838' (December). Da dieselbe auf meine Kosten gedruckt und nur in soviel Exemplaren in den Buchhandel gegeben wurde, als zu deren Deckung erforderlich waren (unter 200), also auch wenig verbreitet werden konnte, so würde durch diese erste eine zweite Auflage schwerlich Eintrag erleiden, vielmehr durch die Ueberschrift einer zweiten Auflage und durch die bisherigen Bekanntmachungen und Beurtheilungen empfohlen seyn [...]".

- Heinrich Wuttke, ein enger Freund Hoffmann von Fallerslebens, war 1848 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung; der gemäßigten Linken und der großdeutschen Richtung zugehörig, stand er in Verbindung mit Robert Blum und stand später auch zeitweise Ferdinand Lassalle sehr nahe. Als Historiker wurde er vor allem mit seiner "Geschichte der Schrift" bekannt. "Die Herausgabe von Christian Wolffs eigener Lebensbeschreibung mit einer Abhandlung ist wegen des Umstandes, daß die damals in Görlitz befindliche Handschrift als verschollen gilt, für die Geschichte der Aufklärung und des Wolffianismus von einem besonderen Wert. Außerdem gibt er zusammen mit seinem Schüler Mosig von Ährenfeld, der die Übersetzung aus dem Tschechischen besorgt[,] eine große Abhandlung von Pavel Jozef Safárik über die slawischen Altertümer und slawische Volkskunde heraus. Auch ein Urkundenbuch zur Stadt Posen gibt es von ihm wie auch über die Völkerschlacht bei Leipzig" (Wikipedia). - Stärker gebräunt und mit größeren Ein- und Ausrissen..

buy now

Wuttke, Heinrich

Historiker (1818-1876). Eigenh. Brief mit U. Leipzig. 1 S. 4to. mit eh. Adresse verso (Faltbrief).
$ 295 / 250 € (940417/BN940417)

An Herrn Gehimrath Dr. Neigebauer in Breslau mit dem Ausdruck des Bedauerns wegen seiner Abwesenheit beim Besuch des Adressaten. Wuttke dankt für dessen Zusendungen und hofft auf weitere Nachrichten: "[...] Doppelt erwünscht wäre mir an jenem Tage eine Unterredung mit Ihnen gewesen, weil ich Ihren weisen Rath für eine Fatalität hätte einhohlen können, die einen schleunigen Beschluß forderte. Seit Ihrer Abwesenheit empfing ich von Ihnen ein Schreiben mit einigen italienischen Zeitungsblättern, für deren gütige Mittheilung ich danke.

Ueber den Druck des Werkes über Warschau bin ich auf Nachricht begierig; die günstige Zeit verstreicht am Ende [...]". - Im Jahr 1848 trat Wuttke den Lehrstuhl für historische Hilfswissenschaften an der Universität Leipzig an. Er fühlte sich einem großdeutschen Geschichtsbild zugehörig und versuchte erfolglos Berufungen von Professoren, die ein kleindeutsches Geschichtsbild vertraten, an die Universität zu verhindern. Wuttke setzte sich für den Erhalt der völkerkundlichen Sammlung Gustav Friedrich Klemms ein, die die Basis des völkerkundlichen Museums in Leipzig bildet. - Spuren alter Faltung. Siegelreste..

buy now