Hugo Wolf

Wolf, Hugo

Komponist (1860-1903). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift. Perchtoldsdorf. Quer-8vo. 1 p. Karton, dreiseitiger Goldschnitt. Etwas gebräunt (lichtrandig). Teilweise leicht fleckig, kleine Läsuren.
$ 8,717 / 7.500 € (100496)

Sechstaktiges, nicht näher bezeichnetes Notenzitat.

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Wolf, Hugo

Komponist (1860-1903). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Döbling. 8vo. 4 pp. Doppelblatt.
$ 6,392 / 5.500 € (103509)

Wunderbarer Brief an Siegfried Ochs, der sich für die Aufführung von Wolfs Werken in Berlin einsetzte. – Ausführlich über die für ein solches Konzert in Frage kommenden Stücke. „… Nehmen Sie vor allem die Versicherung entgegen, daß ich die Bedeutung des schrecklichen Wortes ‚Saison‘ vollkommen zu würdigen weiß u. daß ich keinen Augenblick an Ihrer freundlichen Gesinnung für mich gezweifelt … Nun aber das Ungeheuer Saison allgemach verröchelt scheint mir die richtige Stunde gekommen mein Programm zu entwickeln u.

Ihre Meinung darüber zu erbitten. Bereits habe ich zu ungelegener Zeit die Ballade ‚Der Feuerreiter‘ u. das ‚Elfenlied‘ (nach Shakespeare) in Vorschlag gebracht. Nun komme ich auf diese beiden Stücke wieder zurück … … Ferner setze ich große Hoffnungen auf die Vorführung einiger Solostücke aus meiner ‚Musik zum Fest auf Solhaug‘, wobei uns doch der Ibsen-Rummel, wie er sich in Berlin geräuschvoll bemerkbar macht, sehr zustatten käme … Sie werden nun dagegen einzuwenden haben, daß 5 Piecen von einem Componisten in Ihren Concerten zu viel des Guten sein dürfte. Dagegen hätte ich zu erwidern, daß die Vorführung derselben Alles in Allem keine halbe Stunde beansprucht. Übrigens – beschließen Sie ganz nach eignem Ermessen. Wenn Sie einen vortrefflichen Barytonisten geböten, möchte ich Ihnen sogar noch meinen ‚Rattenfänger‘ (glänzend instrumentirt) anhängen. Aber ich fürchte, daß ich Ihnen mit dem früheren Vorschlag zu weit gegangen bin. Nehmen Sie diese Unersättlichkeit meiner Anforderungen nicht übel u. denken Sie ein Wolf ist eben ein gefräßiges Thier, ein Nimmersatt, der, wenn er den Finger erschnappt, auch gleich die ganze Hand haben möchte …“ Ein Jahr darauf, am 8. Januar 1894, führte Ochs mit seinem Berliner Philharmonischen Chor Wolfs Chorwerke „Der Feuerreiter“ und „Das Elfenlied“ mit großem Erfolg zum ersten Mal auf..

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Wolf, Hugo

Komponist (1860–1903). Eigenh. Briefkuvert. o. O. u. D. [Mödling, 10.7.1897]. Quer-kl.-8vo. Briefmarke ausgerissen.
$ 697 / 600 € (97163)

„Wolgeboren | Herrn Walter Bohmayer | Mödling bei Wien“.

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Wolf, Hugo

Komponist (1860–1903). An ihn adressiertes Briefkuvert. Stuttgart. Quer-kl.-8vo. 1 p.
$ 209 / 180 € (97436)

An Hugo Wolf in der Hirschengasse 68 bei Ludwig Fischer, Wien adressiertes Kuvert des Stuttgarter Liederkranz. - Der Briefumschlag konnte leider nicht zugestellt werden.

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Wolf, Hugo

Komponist (1860-1903). Eigenh. Brief mit U. O. O. 17.06.1892. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 4,881 / 4.200 € (942016/BN942016)

An einen Hrn. Sauer, wohl der Pianist und Komponist Emil von Sauer: "Seien Sie mir nicht böse, daß ich meine Zusage wieder zurücknehme. Dringende Geschäfte, die morgen erledigt sein wollen, berauben mich des Vergnügens Ihnen den so lange schon geplanten Besuch zu machen. Vertrösten wir uns auf den Herbst […]".

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Wolf, Hugo

Komponist (1860-1903). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Döbling (Wien). 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem und gelaufenem Kuvert.
$ 5,230 / 4.500 € (98214/BN64301)

Hochemotionaler Brief an seinen Freund und Gönner, den Oberamtsrichter Oskar Grohe (1859-1920) in Mannheim, dem er zum Tode seiner Gattin Johanna kondoliert, die zwei Tage zuvor verstorben war: "Es war ein erschütternder Augenblick, als ich, das Schlimmste befürchtend, das verhängnißvolle Couvert mit zitternder Hand öffnete, u. meine traurige Ahnung auf die schrecklichste Weise bestätigt finden mußte. Tagtäglich harrte ich auf gute Nachrichten - und nun geschah das Unerhörte, Unabänderliche! Immer und immer wieder starrte ich diese grausen kalten Buchstaben an, die von so viel Jammer u.

Herzeleid Kunde geben […] Würdige Klage zu erheben geziemt nur Ihnen allein, der Sie in der theuren Heimgegangenen ja Alles, Alles verloren haben. Mögen Sie als ein Mann u. Held - denn der Schmerz zeitigt den Menschen zum Helden - aus diesem leidvollen Ringen hervorgehen [...]"..

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Wolf, Hugo

Komponist (1860-1903). Eigenh. Brief mit U. Wien. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 5,230 / 4.500 € (106021/BN67900)

Teils sehr launige Zeilen an Rudolf von Larisch, damals noch Beamter im österreichischen Innenministerium, geschrieben zwei Monate bevor Hugo Wolf im September des Jahres dem Wahnsinn verfallen sollte. Wolf spricht zunächst über Angelegenheiten bezüglich seiner Wohnung in der Schwindgasse, wo Larisch sein Nachbar war, dann kommt er auf sein neues Opernprojekt "Manuel Venegas" zu sprechen (dessen ursprüngliches Libretto von Rosa Mayreder er verworfen hatte). Moritz Hoernes habe zu Wolfs größter Zufriedenheit alle Änderungen vorgenommen, die er am Text verlangt hatte.

Für den folgenden Tag plane er einen Ausflug auf den Anninger mit seinen Freunden Bokmayer, Hellmer, Haberlandt und Werner; den Sonntag wolle er in Perchtoldsdorf verbringen und am Montagnachmittag nach Traunkirchen reisen, wo er etwa eine Woche lang in der Gesellschaft von Hugo Faisst bleiben werde. Danach wolle er sich ernsthaft an die Arbeit machen: "Ehe ich zur Sache komme muß ich Dich auf einen Lapsus aufmerksam machen, der mich um so schmerzlicher berührte, als er auch den Augen Unberufener preisgegeben war. Du schreibst: Wir brachen hier die Zelte auf etc. etc. Zelte, mein theuerster, baut od. richtet man wohl auf, od. man bricht sie ab, aber niemals bricht man Zelte auf, man beabsichtige denn einen räuberischen Überfall, was doch einem k. k. Beamten der Kabinetskanzlei Sr. Majestät kaum zuzumuthen sein dürfte. Oder sollten dich inzwischen anarchistische Gelüste angewandelt haben, u. wir hätten Ursache mit dem stereotypen Ungar auszurufen: Armer Vater, wie hast du dir verändert!? [...]"..

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Wolf, Hugo

Komponist (1860-1903). 10 eigenhändige Briefe mit Unterschrift und 1 eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. Wien, Ober-Döbling, Rindbach-Ebensee und Traunkirchen. Zus. 32 1/2 Seiten (überwiegend auf Doppelblatt). 18 : 12 und 11,5 : 13 cm.
$ 32,542 / 28.000 € (104890)

Bedeutende Brieffolge an den Kölner Arzt und Schriftsteller Hermann Wette (1857–1919), Schwager Engelbert Humperdincks. 1890–1892. Bedeutendes Konvolut zur Entstehung und zum Scheitern einer engen Freundschaft, das zugleich tiefe Einblicke in Hugo Wolfs künstlerische Ambitionen, seine existentiellen Krisen und die Vorgeschichte seiner Opernpläne gewährt. Die Korrespondenz dokumentiert den Weg von enthusiastischer gegenseitiger Bewunderung bis zum endgültigen Bruch über einem gemeinsamen Opernprojekt. Die Brieffolge setzt im November 1890 ein, kurz nach Wolfs Rheinreise, auf der er Hermann Wette kennengelernt hatte.

Zwischen dem Komponisten und dem nahezu gleichaltrigen Arzt und Schriftsteller entwickelt sich rasch eine intensive persönliche und künstlerische Beziehung. Wolf reagiert bewegt auf die Begeisterung seines neuen Freundes: „Deine rauschenden Hymnen zum Lobe meiner Kunst haben mich beinah erschreckt. So starken Tabak bin ich eben nicht gewohnt ... Daß ich an Dir einen echten u. wahren Freund gefunden wußte ich gleich, als ich Dich nur erst sah ... Wir verstehen uns!“ (3. November 1890). Wette wird bald zu einem wichtigen Vermittler für Wolfs Werke im Rheinland. Über ihn sucht Wolf den Kontakt zum Kölner Dirigenten Franz Wüllner, der die Aufführung seiner Kompositionen erwägt. Wolf übersendet hierfür die Christnacht, die Hymne Dem Vaterland sowie Teile der noch unvollendeten Schauspielmusik zu Ibsens Fest auf Solhaug, seinem ersten Versuch auf dem Gebiet der Bühnenmusik. Zugleich drängt er den Freund immer wieder, sich für seine Werke einzusetzen: „Hauptsache ist u. bleibt immer nur eine Aufführung. Wenn Du durch weitere Grobheiten eine solche erzwingen kannst erlahme ja nicht darin“ (26. Juli 1891). Von besonderer biographischer Bedeutung sind die Briefe aus den Jahren 1891 und 1892, in denen Wolf ungewöhnlich offen über seine seelische Verfassung spricht. Er schildert Phasen tiefster Niedergeschlagenheit und kreativer Lähmung, bezeichnet sich als geistig „wirklich Abgestorbenen“ und beschreibt eine Depression, die den Beginn seiner mehr als dreijährigen Schaffenskrise markiert: „Mit dem Componieren jedoch ist es rein aus. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen was eine Harmonie, was eine Melodie ist“ (13. August 1891). Während dieser Zeit entstand kein einziges neues Lied. Gleichzeitig beschäftigt Wolf die Frage einer Opernkomposition, die er seit Jahren als seine eigentliche künstlerische Bestimmung ansieht. Gemeinsam mit Wette begibt er sich auf die Suche nach einem geeigneten Stoff. „Gewiß mein Bester, wäre es meine verfluchte Schuldigkeit eine Oper zu componieren, aber ohne Mehl kann man keine Semmeln backen u. ohne Text keine Oper schreiben“ (2. August 1891). Im Frühjahr 1892 glaubt Wolf schließlich, mit Pedro de Alarcóns Novelle El niño de la bola den idealen Stoff gefunden zu haben. Begeistert empfiehlt er Wette die Bühnenfassung Manuel Venegas und verbindet große Hoffnungen mit einer gemeinsamen Zusammenarbeit: „Ich brauche Dir wohl nicht erst zu sagen, welches Vertrauen ich in Deinen dichterischen Rath setze u. welche Hoffnungen ich an deine hilfreiche Mitwirkung knüpfe ... Es müßte mit dem Teufel zugehen, wenn wir nicht ein herrliches Werk zu Tage fördern“ (22. Juli 1892). Gerade an dieser Frage zerbricht jedoch die Freundschaft. Wette lehnt die vorhandene Bühnenfassung ab und übersendet stattdessen seine eigene dramatische Dichtung Elsi, die seltsame Magd, offenbar in der Hoffnung, Wolf werde sie vertonen. Wolf reagiert mit ungewöhnlicher Schärfe. Er erkenne darin nicht mehr den Verfasser der einst von ihm bewunderten Windlieder und erklärt weitere Diskussionen für zwecklos: „Möge jeder nach seiner Facon selig werden“ (27. Juli 1892). Auch ein späterer Vermittlungsversuch Wolfs, Wette möge doch eine eigene Bearbeitung des Manuel Venegas anfertigen, kann die Beziehung nicht mehr retten. Die Korrespondenz stellt ein außergewöhnliches Dokument zu Wolfs Persönlichkeit und Werkgeschichte dar. Sie beleuchtet seine Bemühungen um Aufführungen, seine künstlerischen Ideale, die psychischen Krisen der frühen 1890er Jahre sowie die lange Vorgeschichte seiner Opernprojekte, die schließlich in Der Corregidor mündeten. Zugleich dokumentiert sie eindrucksvoll das Entstehen und Scheitern einer Freundschaft, die für beide Beteiligten zeitweise von großer Bedeutung war. Dabei: Detlev von Liliencron (1844–1909), eigenhändige Postkarte mit Unterschrift an Hugo Wolf. Ottensen bei Hamburg, 24. Juli 1891. 1 S. 9 x 14,5 cm. – Auf diese Karte nimmt Wolf in seinem Brief an Hermann Wette vom 2. August 1891 ausdrücklich Bezug..

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Wolf, Hugo

E. Brief mit U. („Dein Wölfing“) und zwei e. Notenzeilen.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Hugo Wolf (1860–1903), Austrian composer. Autograph letter signed („Your Wölfing“) and with two autogr. staves. Vienna, March 11, 1897. 8°. 2½ pp. on double leaf. – Fine letter to his friend Heinrich Potpeschnigg („My dear Enrico!“), who had produced a copy of Wolf’s „Corregidor“ at his own expense, on small modifications he had made in the score, and a biography of Nietzsche that he will return after reading it. – Published in: Hugo Wolf: Briefe an Heinrich Potpeschnigg. Stuttgart, Deutsche Verlagsgesellschaft, 1923, No. 184.


Wolf, Hugo

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar


Wolf, Hugo

Eigenhändiges Gedicht mit Datierung.
Autograph ist nicht mehr verfügbar