Ludwig]. – Margarethe Stonborough-Wittgenstein [Wittgenstein

[Wittgenstein, Ludwig]. – Margarethe Stonborough-Wittgenstein

Schwester von Ludwig und Paul Wittgenstein (1882–1958). Eigenh. Brief mit U. („Gretl Stonborough“). O. O. 2 SS. 8vo.
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Margarethe Stonborough-Wittgenstein (1882–1958), Schwester von Ludwig und Paul Wittgenstein. E. Brief mit U. („Gretl Stonborough“). O. O., 12. Februar 1946. 2 SS. 8°. – An Barbara (Betty) Gaun (1891–1967), die von etwa 1912 bis zur Auflösung des Palais in der Argentinierstraße 1951 Hausdame der Familie Wittgenstein gewesen war: „Wissen Sie, ich habe weinen müssen, als mir der Ji [d. i. Margarethes Sohn John] Ihren Kuchen mit Ihrer lieben Karte gebracht hat. Ja, die Thränen sind mir über die Nase gerollt, ich war so gerührt + dankbar.

Ich danke Ihnen liebe Betty. Ich habe ja so viel an Sie alle gedacht + als mir meine Schwester von dem Begräbnis des armen Groller berichtete, da sagte ich zum Frl. Pollitzer: ‚Ja die Betty!’ – Und jetzt kommt eine große Bitte, eine sehr ernste Bitte: Sorgen Sie dafür, dass alles was wir an Wäsche, oder Kleidern, Gebrauchsgegenständen +einfachen Möbeln haben Allen von Euch die es brauchen zugängig gemacht wird. Ich muss mich da auf Sie verlassen, denn die liebe Therese + auch die gute Milli werden es nicht verstehen, wie sehr mir das am Herzen liegt + meine gute liebe Pro ist tot. Dieser Tod ist mir sehr nahe gegangen! – Ich bin hier am Land bei Ji’s Schwiegermutter + freue mich an seinen Kindern, aber meine Sehnsucht nach Oesterreich ist übermäßig groß + die Ungeduld darüber, dass ich noch immer nicht hinreisen darf, ist es auch. Das Warten wird mir schwer [...]“. – Mit Rundstempel der „Österreichischen Zensurstelle“..

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