Gustav Adolf Wislicenus

Wislicenus, Gustav Adolf

evangelischer Theologe (1803–1875). Eigenh. Brief mit U. („Wislicenus“). H[alle]. ¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
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Gustav Adolf Wislicenus (1803–1875), evangelischer Theologe. E. Brief mit U. („Wislicenus“). H[alle], 12. Februar 1847. ¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – Mit e. Adresse (Faltbrief). – An den Philologen Rudolf Haym (1821–1901): „Für das freundliche Anerbieten, einen Toast zu übernehmen, muß ich dießmal danken. Ich habe mich gar nicht zu dem Mahle gegiehert [!], u. kann nicht verfehlen, daß es mir bis jetzt an aller Begeisterung für das Patent vom 3. Febr. gebricht. Selbst der Stachel im heutigen Wochenblatte hat sie nicht in mir zu erwecken vermocht, sondern meine Lust zur Sache eher noch mehr herabgedrückt.

Mein Rath wäre gewesen, doch mindestens den Ausfall des ersten vereinigten Landtags abzuwarten. Für jetzt bin ich außer Stande, zu Dank u. Freude etwas beizutragen [...]“. – G. A. Wislicenus war Pfarrer in Klein-Eichstedt bei Querfurt und später an St. Laurentius in Halle und geriet durch seine Kontakte mit den „Protestantischen Freunden“ in Gegensatz zur Amtskirche. „1846 wurde Wislicenus abgesetzt wegen seines freisinnigen Vortrags über das Verhältnis von Bibel und modernem Protestantismus (‚Ob Schrift, ob Geist?’, 1844, Neuausg. 1891). Zusammen mit Anhängern gründete er eine Vereinigung, die später ‚Lichtfreunde’ benannt wurde. 1848 engagierte sich Wislicenus für die Revolution und wurde Vorsitzender des Demokratischen Volksvereins in Halle. Mit seinem Buch ‚Die Bibel im Lichte der Bildung unserer Zeit’ (1853) erregte er so schweren Anstoß, daß er sich drohender Kerkerhaft nur durch die Flucht in die USA entziehen konnte“ (DBE). – Etwas fleckig und mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch auf Bl. 2..

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