Gustav Heinrich Wiedemann

Wiedemann, Gustav Heinrich

Physiker (1826–1899). Eigenh. Vorlesungsankündigung mit („G. Wiedemann“). O. O. 1 S. Qu.-8vo.
$ 182 / 150 € (18104)

Gustav Heinrich Wiedemann (1826–1899), Physiker. E. Vorlesungsankündigung mit U. („G. Wiedemann“). O. O., 21. April 1871. 1 S. Qu.-8°. – Bekanntgabe der Termine seiner Lehrveranstaltungen über „Physikalische Chemie“ und „Chemische Arbeiten im Laboratorium“ sowie eines „Physikalischen und physikalisch-chemischen Colloquiums“. – G. H. Wiedemann war Professor für Physik an der Universität Basel, am Polytechnikum in Braunschweig sowie in Karlsruhe und ging 1871 als o. Professor für physikalische Chemie an die Universität Leipzig, wo er 1887 die Professur für Physik übernahm.

„Wiedemanns Hauptarbeitsgebiete waren der Elektromagnetismus, insbesondere die Magnetisierung und der Magnetismus chemischer Verbindungen, sowie die Elektrizitätsleitung in festen Körpern und Elektrolyten. Er entdeckte die mechanische Deformation (Torsion) eines stromdurchflossenen stabförmigen Magneten und stellte 1853 mit Rudolph Franz das ‚Wiedemann-Franz-Gesetz’ über die Beziehungen zwischen elektrischer und Wärmeleitfähigkeit auf. Wiedemann arbeitete auch über den Dampfdruck von Kristallen, osmotische Erscheinungen und die Physik der Gasentladungen [...] Als Nachfolger Johann Christian Poggendorffs war er seit 1877 Herausgeber der ‚Annalen der Physik und Chemie’, denen er 1878 die jährlich in einem Band erscheinenden ‚Beiblätter’ hinzufügte. Letztere redigierte er mit seinem Sohn Eilhard. Sein Hauptwerk ist ‚Die Lehre vom Galvanismus und Elektromagnetismus nebst ihren technischen Anwendungen’ (2 Bde., 1860–63; seit der 3. Aufl. unter dem Titel ‚Die Lehre von der Elektricität’, 4 Bde., 1882–85)“ (DBE). – Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Stecknadeldurchstichen an den Ecken..

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