Christian Felix Weiße

Weiße, Christian Felix

deutscher Dichter, Schriftsteller und Pädagoge in der Zeit der Aufklärung. Weiße zählt zu den bedeutenden Vertretern der Aufklärung und gilt als Begründer der deutschen Kinder- und Jugendliteratur (17 Eigenh. Stammbucheintrag mit Namenszug. Leipzig. Quer-8vo. 1 p.
$ 970 / 800 € (76112)

Christian Felix Weiße wurde 1726 als Sohn von Christian Heinrich Weiße, Rektor der Lateinschule im erzgebirgischen Annaberg und Lehrer für orientalische und neuere europäische Sprachen, und dessen Ehefrau Christiane Elisabeth geb. Kleemann, geboren. Als er ein halbes Jahr alt war, zog die Familie nach Altenburg, wo er ab dem zehnten Lebensjahr das Gymnasium besuchte. Zu dieser Zeit unternahm er seine ersten lyrischen Versuche. Später übersiedelte seine Familie nach Leipzig. 1745 bis 1750 studierte er an der dortigen Universität Philologie und Theologie.

Während seines Studiums lernte er u. a. Christian Fürchtegott Gellert, Gotthold Ephraim Lessing, Friederike Caroline Neuber, Gottlieb Wilhelm Rabener und Ewald Christian von Kleist kennen. Sie waren sowohl Verehrer als auch Kritiker seiner Werke. Nach Beendigung seines Studiums nahm Weiße eine Stelle als Hauslehrer beim Grafen von Geyersberg an, der zu dieser Zeit ebenfalls in Leipzig studierte. 1759 übernahm er auf Wunsch Friedrich Nicolais die Redaktion der Bibliothek der schönen Wissenschaften, reiste aber im selben Jahr mit seinem Schüler Johann Heinrich von Geyersberg nach Paris. Von Paris zurück, kündigte Weiße seine Hauslehrerstelle und ging als Gesellschafter des Grafen Schulenburg nach Schloss Burgscheidungen an der Unstrut. 1761 wurde Weiße Kreissteuereinnehmer in Leipzig und erbte 1790 das Rittergut Stötteritz bei Leipzig. Möglich wurde dies u. a. durch das Mäzenatentum des Grafen Schulenburg. Neben seiner Lyrik (die unter anderen Wolfgang Amadeus Mozart vertonte) und seinen Dramen hatte Weiße sehr großen Erfolg mit seiner Zeitschrift Der Kinderfreund, die von 1775 bis 1782 in 24 Bänden erschien und als erste Kinderzeitschrift Deutschlands gilt..

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Weiße, Christian Felix

Schriftsteller und Pädagoge (1726-1804). Eigenh. Brief mit U. Leipzig. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 5,454 / 4.500 € (938373/BN938373)

An einen nicht ermittelten Adressaten: "Mein verehrungswürdigster Freund, Ich höre, daß Sie gern den Hn. von Alxinger in Wien kennen lernen wollen. Ich schicke Ihnen also ein Briefchen an ihn, so wie an einen andren würdigen Gelehrten, den Hn. Stütz, der viel schönes über die Naturgeschichte geschrieben, der der vertraute Freund des berühmten Born war u. itzt dort seine Stelle vertritt. Wollen Sie den Hn. von Birkenstock kennen lernen, so wird er Sie gewiß auch mit einer bloßen Empfehlung von mir mit Freuden aufnehmen.

Genießen Sie aller Freuden des Lebens, die Ihnen Ihr gegenwärtiger Aufenthalt u. Ihre gegenwärtige Reise nur gewähren können, u. kommen gesund u. glükl. zurück! In Eil. [...]". - Der Aufklärer Weiße, seit 1761 Leipziger Kreissteuereinnehmer, trat nicht nur als Lyriker und Dramatiker hervor, sondern gilt mit seinem "Kinderfreund", der ersten Kinderzeitschrift Deutschlands, auch als Begründer der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. Die im Brief genannten Namen geben einen Einblick in seine literarischen Kontakte nach Wien; insbesondere handelt es sich (obwohl er selbst keiner Loge angehörte) bei den empfohlenen bzw. erwähnten Personen sämtlich um herausragende Wiener Freimaurer. - Faltspuren; die Ränder etwas unregelmäßig, im Bug teils gebrochen. Am Gegenblatt verso Empfängervermerk: "Von C. St. Einnehmer Weiße"..

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