Leo Weismantel

Weismantel, Leo

Pädagoge und Schriftsteller (1888-1964). Eigenh. Brief mit U. Sternberg. 1½ SS. Gr.-8vo. Schwarzer Rand. Doppelblatt.
$ 84 / 80 € (6092)

Leo Weismantel (1888-1964), Pädagoge, Schriftsteller. E. Brief m. U., Sternberg, 24. März 1928, 1 ½ Seiten gr.-8°. Schwarzer Rand. Doppelblatt. An Herrn Arleitner: „[…] Seit Monaten bin ich nicht mehr zuhause gewesen. Eben kommt ein Paket Post […] Dabei finde ich die Todesanzeige Deiner Frau Mutter! Deine Nachricht hat uns tief erschüttert, denn die Zeilen in denen Du von dem Tode Deiner Frau Mutter sprichst, zeigen, wie hart Du getroffen worden bist! Das trifft mich um so mehr, als ich Dir in jenen Wochen keine teilnehmendes Wort senden konnte […]“ – Seit 1920 war Weismantel freier Schriftsteller tätig und gehörte von 1924-28 als parteiloser Abgeordneter den Bayerischen Landtag an und gründete 1928 die Lehr- und Forschungseinrichtung „Schule der Volkschaft“ in Markbreit, die 1936 geschlossen werden mußte.

Als Gegner der Nationalsozialisten wurde er zweimal verhaftet und in seinen Publikationsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Neben pädagogischen Schriften verfaßte Weismantel zahlreiche Essays, Dramen für kath. Laienspiele sowie Kinder- und Jugendbücher. Im Mittelpunkt seiner volkstümlichen „Rhönromane“ steht die Trilogie „Das alte Dorf“ (1928), „Das Sterben in den Gassen“ (1933) und „Die Geschichte des Hauses Herkommer“ (1932). Während des Zweiten Weltkriegs entstand das zweite Hauptwerk „Matis Nithart, der fälschlich Matthias Grünewald genannt wurde“..

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Weismantel, Leo

Schriftsteller (1888–1964). Ms. Brief mit eigenh. U. Obersinn. 1½ SS. Qu.-8vo.
$ 105 / 100 € (9320)

Leo Weismantel (1888–1964), Schriftsteller. Ms. Brief mit e. U. Obersinn, 12. II. 1947. 1½ SS. Qu.-8vo. – An den Schutzverband Deutscher Schriftsteller in München: „Ich danke Ihnen für Ihre liebenswürdige Zuschr. v. 5. Februar. Ich selbst gehörte ja früher dem Schutzverband deutscher Schriftsteller an und habe dann vor längerer Zeit in der Zeitung gelesen, dass der Schutzverband wieder neu gegründet wurde und dass Herr Schneider-Schelde [...] die Führung bei uns in Bayern übernommen hat [...] [I]ch bin gerne bereit, wieder in den Schutzverband einzutreten und im Rahmen des mir Möglichen mitzuarbeiten [...]“.

– Weismantel war als Schriftsteller und Pädagoge tätig. Sein erster Roman „Marie Madlen“ (1917) begründete seinen literarischen Ruf, und das von ihm 1928 in Marktbreit gegründete Lehr- und Forschungsinstitut „Schule der Volkschaft“ entwickelte sich zu einem Zentrum der pädagogischen Reformbewegung. Nationalsozialismus und Krieg machten sein pädagogisches Werk zunichte, das Institut mußte schließen und er selbst wandte sich vorwiegend religiösen Themen zu und verfaßte mehrere Künstlerbiographien. Nach dem Krieg als bayerischer Kultusminister in Erwägung gezogen, lehnte er ab und übernahm das Amt eines Schulrates im ehemaligen Landkreis Gemünden sowie später eine Professur am Pädagogischen Institut in Fulda. „Das politische Engagement Weismantels – er lehnte die Konfessionsschule ab, protestierte gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und mahnte zu einer Verständigung mit DDR und UdSSR – führte zu seiner zunehmenden Isolation“ (Rhönlexikon, s. v., Internet-Ausgabe, Stand v. 10. VI. 2007)..

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Weismantel, Leo

Schriftsteller und Pädagoge (1888-1964). Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Jugenheim. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
$ 31 / 30 € (31600/BN18742)

An Josef Wesely. - "Alles Gute zum Neuen Jahr! […]". - Weismantel war seit 1920 als freier Schriftsteller tätig, gehörte von von 1924 bis 28 als parteiloser Abgeordneter dem Bayerischen Landtag an und gründete 1928 die Lehr- und Forschungseinrichtung "Schule der Volkschaft" in Markbreit, die 1936 geschlossen werden mußte. Als Gegner der Nationalsozialisten wurde er zweimal verhaftet und in seinen Publikationsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Neben pädagogischen Schriften verfaßte Weismantel zahlreiche Essays, Dramen für katholische Laienspiele sowie Kinder- und Jugendbücher.

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Weismantel, Leo

Schriftsteller und Reformpädagoge (1888-1964). Eigenhändige Sentenz mit U. Marktbreit am Main. 1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).
$ 366 / 350 € (85126/BN55672)

Mit einer Absage an die ältere Generation Deutschlands, in der Hoffnung auf Deutschlands Jugend: "Wenn Deutschland groß wird, was wir glauben, so wird es dies nur durch seine Jugend, - jene Jugend, die der politischen Taktik der Väter nicht glaubt, die von diesen Vätern nicht verstanden noch in Wahrheit geliebt wird, weil sie - von den Völkischen bis zu den Kommunisten wieder Volk ist, die trennende Parteizäune nicht kennt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Nach Beendigung seiner Lehrtätigkeit und nach ersten Erfolgen als Schriftsteller mit seinem Roman "Marie Madlen" avancierte Leo Weismantel zum Verlagsdirektor des neugegründeten Patmos-Verlags und arbeitete fortan an zahlreichen Erzählungen, Bühnen- und Prosawerken, pädagogisch z. B. mit der Quickborner katholischen Jugend sowie politisch für die Christlich-Soziale Partei. - Mit Spuren alter Montage und feinen Einschnitten im Formularteil..

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