Schriftsteller (1890–1953). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Berlin. 4to. 1 p. Gedr. Briefkopf. Lochung am linken Rand.
$ 406 / 350 €
(97860)
An Ernst Pyhrr vom Max-Reichard-Verlag in Freiburg. „[…] Durch Reisen und größere Arbeitspensa an der pünktlichen Erledigung meiner Korrespondenz gehindert, komme ich erst heute dazu, Ihren geschätzten Brief vom 15. 11. v. J. zu beantworten. Ich bitte, die Verzögerung zu entschuldigen. Der Herr, der Sie auf meine dramatischen Arbeiten aufmerksam gemacht hatte, muss sich geirrt haben. Ich habe seit zehn Jahren nichts Dramatisches geschrieben, und werde erst im kommenden Sommer wieder ein Stück schreiben.
[…]“ Erich Weinert, „ein bedeutender Satiriker und Lyriker während der Weimarer Republik und ein wichtiger Vertreter der proletarisch-revolutionären Literaturbewegung dieser Jahre“ (Wikipedia, Abfrage v. 15. II. 2009), kämpfte als Mitglied der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg – von ihm stammt auch der Text zu deren Hymne – und lebte hernach als Übersetzer in der UdSSR. 1946 wurde er Vizepräsident der Zentralverwaltung für Volksbildung in Berlin (Ost), 1949 und 1952 erhielt er den Nationalpreis der DDR. – Im linken Rand gelocht (keine Textberührung); etwas angestaubt und mit kleineren Läsuren; ohne die erwähnte „Detektivromansparodie“..
