Georg Weber

Weber, Georg

Historiker und Philologe (1808–1888). Eigenh. Brief mit U. („G. Weber“). Heidelberg. 3½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 339 / 280 € (44702)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Es bedarf wohl zwischen uns keiner ausdrücklichen Versicherung, daß jedes frohe oder traurige Ereigniß des Einen die entsprechenden Gefühle der Sympathie im Andern hervorrufe; dennoch hätte ich nicht unterlassen, bei dem heitern Familienfeste, das zur Verherrlichung Ihrer Doctorpromotion gefeiert wurde, mit einem herzlichen Glückwunsche mich brieflich einzufinden, wäre ich nicht um dieselbe Zeit mit meinen drei Knaben in den Bergen und Thälern des Schwarzwaldes herumgestrichen, um frische Luft zu schöpfen u.

meine Kräfte für unser Werk zu sammeln. So erscheine ich denn im eigentlichen Sinne post festum, aber darum nicht minder in heiter erregter festlicher Stimmung u. bringe wenn auch nicht mit vollem Glase, so doch mit vollem Herzen mein warmes Vivat! [...]“. – Georg Weber war Direktor der höheren Schule in Heidelberg und zu seiner Zeit „der Welt meistgelesener Geschichtsschreiber, wie es in einer Gedenkschrift zu seinem 150. Geburtstag steht“ (Wikipedia). „Zu dem großen Kreise von Männern, welche die Heidelberger Universität in diesem Jahrhundert so weltberühmt gemacht haben, gehört auch Georg Weber, obwohl er zu seinem Leidwesen hatte darauf verzichten müssen, selbst in den akademischen Lehrkörper einzutreten“ (ADB XLI, 301). Als sein Hauptwerk gilt die „Allgemeine Weltgeschichte unter besonderer Berücksichtigung des Geistes- und Kulturlebens der Völker und mit Benutzung der neueren geschichtlichen Forschungen für die gebildeten Stände bearbeitet“. – Auf Briefpapier mit gepr. Vignette; mit einigen größeren Randeinrissen und einer beigebogenen biographischen Notiz von zeitgen. Hand..

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