Heinrich Walter

Walter, Heinrich

Geobotaniker und Öko-Physiologe (1898–1989). 2 (davon 1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit U. („H. Walter“). Stuttgart. Zusammen (1+2=) 3 SS. auf 2 Bll. Gr.-4to. Mit 1 eh. adr. Kuvert.
$ 267 / 220 € (17898)

Heinrich Walter (1898–1989), Geobotaniker und Öko-Physiologe. 2 (davon 1 e. und 1 ms.) Briefe mit U. („H. Walter“). Stuttgart, 1951 und 1985. Zusammen (1+2=) 3 SS. auf 2 Bll. Gr.-4°. Mit 1 e. adr. Kuvert. – An den Genetiker und Molekularbiologen Hans Ferdinand Linskens (1921–2007) betr. eines von ihm verfaßten Aufsatzes (Br. v. 5. Juni 1951) und über einen Nachruf auf den am 4. September d. J. verstorbenen Botaniker Heinrich Borriss: „Wie Sie schreiben, hatte Borriss sie gebeten einen Nachruf für die [Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft] zu schreiben.

Das ist nicht der übliche Weg. Über die Nachrufe beschließt das Präsidium. Borriss ist ein problematischer Fall. Bevor er [...] nach Rumänien abfuhr, schrieb er mir einen Brief und bat mich, im Falle seines Todes dasselbe zu tun und fügte gewisse Richtlinien hinzu. Dieser Brief berührte mich peinlich. Er war damals ja ein junger Assistent. Es war ein fast krankhafter Ehrgeiz als großer Gelehrter zu gelten, anstatt die Beurteilung der Nachwelt zu überlassen. Er trat als junger Dozent gleich der Partei bei, obgleich er entgegengesetzt eingestellt war. Das verschaffte ihm die gute Stelle bei dem von der Partei gegründeten Forschungsinstitut [...]“. – Heinrich Walter war 1939 ordentlicher Professor für Botanik und Direktor des Botanischen Instituts und Gartens der Technischen Hochschule (heute Universität) Stuttgart geworden, 1941 trat er eine ordentliche Professur für Allgemeine Botanik an der Universität Posen an, seit 1945 war Walter Inhaber des Lehrstuhls für Botanik an der Landwirtschaftlichen Hochschule Stuttgart-Hohenheim, wo er 1966 emeritierte. „Walter lernte auf zahlreichen Forschungsreisen fast alle Vegetationszonen der Erde aus eigener Anschauung kennen [...] Zu seinen Veröffentlichungen gehören ‚Grundlagen des Pflanzenlebens und ihre Bedeutung für den Menschen’ (1946), ‚Bekenntnisse eines Ökologen’ (1980) und ‚Ökologie der Erde – Geobiosphäre’ (3 Bde., 1983–86)“ (DBE). Walter entdeckte das Gesetz der relativen Standortkonstanz und erwarb sich außerordentliche Verdienste „durch den gemeinsam mit Helmut Lieth herausgegebenen ‚Klimadiagramm-Weltatlas’ (1960–1967). Die hier konzipierte anschauliche Form der Klimadarstellung fand international höchste Anerkennung“ (Wikipedia, Abfrage v. 7. IX. 2009). – Ein Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Botanischen Instituts, im linken Rand gelocht (keine Textberührung) und etwas unfrisch..

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