Wilhelm Waldeyer-Hartz

Waldeyer-Hartz, Wilhelm

Anatom (1836–1921). Eigenh. Postkarte mit U. („Waldeyer“). Berlin. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
$ 115 / 95 € (44666)

An Geheimrat Karl Liman in Berlin: „Ich kam erst am 31. December Abends von einer Reise nach Prag, Wien, Krakau zurück. Als ich am 1sten die eingelaufenen Briefe durchsah, fand ich Ihre Einladung. Wir waren aber für den Tag in Folge einer früheren Verabredung bei Prof. Hartmann versagt, wie Sie aus einer wol [!] inzwischen bei Ihnen angelangten Karte, die ich am 1. Jan. sofort abgesendet habe, ersehen haben werden [...]“. – Wilhelm Waldeyer-Hartz hatte 1872 den Lehrstuhl für normale Anatomie und die Leitung des anatomischen Universitätsinstituts in Straßburg übernommen und wechselte 1883 in gleicher Stellung nach Berlin.

„W.-H. beschäftigte sich mit der mikroskopischen Anatomie der Nervenfasern, Gehörorgane, Augen und Ovarien. 1863 führte er das Hämatoxylin in die Färbetechnik ein. Er entdeckte das Keimepithel und vertrat gegen Rudolf Virchows Auffassung vom Bindegewebe als Mutterboden aller Geschwulstbildung die Anschauung vom epithelialen Ursprung der Krebsentstehung. W.-H. erbrachte den Nachweis, daß das Nervensystem aus mit langen Fortsätzen versehenen Zellen besteht, die er Neuronen nannte; 1891 begründete er die Neuronenlehre (‚Waldeyer-Kontinguitätstheorie’). Er prägte auch die Begriffe ‚Chromosom’ (1888) und ‚Schmelzleiste’. Nach W.-H. sind die Waldeyersche Markbrücke und der Waldeyersche Schlundring benannt“ (DBE). – Ein Rand mit vertikaler Knickfalte..

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Waldeyer-Hartz, Wilhelm

Anatom (1836-1921). Gedruckte Visitenkarte mit eigenh. Zusatz. Berlin. 1 S. Visitkartenformat. Gelocht.
$ 48 / 40 € (5738)

Wilhelm Waldeyer-Hartz (1836-1921), Anatom. Gedruckte Visitenkarte m. e. Zusatz, Berlin, 27. September 1915, 1 Seite Visitformat. Gelocht. Bedankt sich bei einem Kollegen.

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