Ludwig Wahrmund

Wahrmund, Ludwig

Jurist (1860-1932). Eigenh. Brief mit U. Prag. 2 SS. 8vo.
$ 146 / 120 € (15413)

Ludwig Wahrmund (1860-1932), Jurist. E. Postkarte mit U. Prag, 2. Februar 1925. 2 Seiten. An Friedel Pick in Prag: "[...] Der Arzt, welcher an dem angeblichen Vergiftungsversuch an Leo X. (welcher übrigens historisch nicht völlig erwiesen scheint) beteiligt gewesen sein soll, kann wol nur der Florentiner Batista de Vercelli gewesen sein, welcher fälschlich auch als 'Leibarzt' des Papstes erwähnt wird. Ich meine hiemit jenes Attentat, als dessen Haupturheber der Kardinal Alfonso Petruccian gesehen wurde.

Denn auch bei Leos Tod wurd ja an Vergiftung gedacht [...] obwohl die Sektion nach dem Urteil des Arztes Severine keinen Beweis hiefür lieferte [...] Ist Ihnen übrigens bei Roscoe nicht die Notiz aufgefallen, daß damals auch Vergiftungen durch das Gewand, d. h. wol durch vergiftetes Gewand versucht wurden? Die Renaissance war eben in dieser Hinsicht ein überproduktives Zeitalter [...]" - Wahrmund folgte 1897 einem Ruf an die Univ. Innsbruck. Wegen seines "Modernismus", vor allem wegen seiner kritischen Haltung in Ehe- und Schulfragen, die sogar zu parlamentarischen Auseinandersetzungen führte, geriet er zunehmend in Konflikt mit der Amtskirche und wurde 1908 an die Univ. Prag versetzt..

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