Rudolph Wagner

Wagner, Rudolph

Anatom, Physiologe und Anthropologe (1805–1864). Eigenh. Briefausschnitt mit U. Göttingen. 1 S. Qu.-kl.-schmal-8vo.
$ 194 / 160 € (18156)

Rudolph Wagner (1805–1864), Anatom, Physiologe und Anthropologe. E. Brief (Ausschnitt) mit U. Göttingen, 11. Oktober 1854. 1 S. Qu.-kl.-schmal-8°. – „Ihr treuergebener | „Rud. Wagner“. – Rudolph Wagner wurde 1840 Nachfolger von Johann Friedrich Blumenbach auf dem Lehrstuhl für Physiologie, Zoologie und vergleichende Anatomie in Göttingen. Als „einer der Hauptvertreter der morphologischen Richtung innerhalb der Physiologie“, beklagte er „die zunehmende Dominanz des physiologischen Experiments und hob die Bedeutung mikroskopischer Untersuchungen für das Verständnis der körperlichen Funktionen hervor.

Auf diesem Gebiet führte er in seiner Erlanger Zeit wichtige Arbeiten durch, insbesondere zur Physiologie des Blutes und der Fortpflanzung. Dabei gelang ihm die Entdeckung des Keimflecks im weiblichen Ei, und er beschrieb die Spermatozoen als wesentliche Bestandteile des Samens. Ein wichtiger Beitrag für die disziplinäre Emanzipation der Physiologie von der Anatomie war das von Wagner herausgegebene ‚Handwörterbuch der Physiologie mit Rücksicht auf physiologische Pathologie’ (5 Bde., 1842–53), zu dem einige der bedeutendsten Physiologen der Zeit zum Teil wegweisende Artikel beisteuerten, so daß ein Kompendium des physiologischen Wissens entstand“ (DBE). Seit den fünfziger Jahren sich zunehmend mit Neurophysiologie, vor allem mit der Struktur und Funktion des Gehirns befassend, „konzentrierte er sich auf anthropologische Fragestellungen und auf den Zusammenhang von Hirnstruktur und geistiger Entwicklung. Mit der – ergebnislosen – Untersuchung der Gehirne berühmter Göttinger Mathematiker wie Carl Friedrich Gauß und Gustav Peter Dirichlet gehörte er zu den Begründern der sog. Elitegehirnforschung“ (ebd.). – Am oberen Rand etwas schief beschnitten..

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Wagner, Rudolph

Anatom, Physiologe und Anthropologe (1805–1864). Eigenh. Vorlesungsankündigung mit Namenszug in der Eingangszeile. O. O. u. D. 1 S. Qu.-kl.-schmal-8vo.
$ 218 / 180 € (18157)

Rudolph Wagner (1805–1864), Anatom, Physiologe und Anthropologe. E. Vorlesungsankündigung mit Namenszug in der Eingangszeile. O. O. u. D. 1 S. 1 S. Qu.-kl.-schmal-8°. – In lateinischer Sprache verfaßte Ankündigung einer Lehrveranstaltung über „Historiam naturalem hominis atque animalium i. e. Zoologiam generalem et anatomicam una cum anthropologia physica et psychica“ sowie von physiologischen und embryologischen Übungen. – Rudolph Wagner wurde 1840 Nachfolger von Johann Friedrich Blumenbach auf dem Lehrstuhl für Physiologie, Zoologie und vergleichende Anatomie in Göttingen.

Als „einer der Hauptvertreter der morphologischen Richtung innerhalb der Physiologie“, beklagte er „die zunehmende Dominanz des physiologischen Experiments und hob die Bedeutung mikroskopischer Untersuchungen für das Verständnis der körperlichen Funktionen hervor. Auf diesem Gebiet führte er in seiner Erlanger Zeit wichtige Arbeiten durch, insbesondere zur Physiologie des Blutes und der Fortpflanzung. Dabei gelang ihm die Entdeckung des Keimflecks im weiblichen Ei, und er beschrieb die Spermatozoen als wesentliche Bestandteile des Samens. Ein wichtiger Beitrag für die disziplinäre Emanzipation der Physiologie von der Anatomie war das von Wagner herausgegebene ‚Handwörterbuch der Physiologie mit Rücksicht auf physiologische Pathologie’ (5 Bde., 1842–53), zu dem einige der bedeutendsten Physiologen der Zeit zum Teil wegweisende Artikel beisteuerten, so daß ein Kompendium des physiologischen Wissens entstand“ (DBE). Seit den fünfziger Jahren sich zunehmend mit Neurophysiologie, vor allem mit der Struktur und Funktion des Gehirns befassend, „konzentrierte er sich auf anthropologische Fragestellungen und auf den Zusammenhang von Hirnstruktur und geistiger Entwicklung. Mit der – ergebnislosen – Untersuchung der Gehirne berühmter Göttinger Mathematiker wie Carl Friedrich Gauß und Gustav Peter Dirichlet gehörte er zu den Begründern der sog. Elitegehirnforschung“ (ebd.). – Am oberen und unteren Rand etwas schief beschnitten; mit einer alt montierten zeitgen. Notiz zum Verfasser..

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