Wilhelm Volz

Volz, Wilhelm

Maler (1855–1901). Eigenh. Briefkarte mit U. („W. Volz“). O. O. u. D. 1 S. Qu.-kl.-8vo.
$ 85 / 80 € (13525)

Wilhelm Volz (1855–1901), Maler. E. Briefkarte mit U. („W. Volz“). O. O. u. D. 1 S. Qu.-kl.8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Da es mir leider nicht möglich war, zur Beerdigung zu kommen, so möchte ich Dir und Deiner ganzen Familie hiermit meine herzlichste Theilnahme an Eurem schweren Verlust aussprechen [...]“. – Wilhelm Volz studierte an der Karlsruher Kunstschule, war Schüler von Jules Lefebvre und Gustave Boulanger in Paris und unternahm Studienreisen nach Italien und in die Bretagne.

Seit 1886 freischaffender Künstler in München, „gehörte er zu den Gründern der Sezession und war vorwiegend als Historien- und Genremaler, aber auch als Illustrator, Radierer und Lithograph tätig“ (DBE). – Alt auf Trägerpapier montiert..

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Volz, Wilhelm

Maler (1855–1901). Eigenh. Brief und eh. Postkarte mit Initialen. H[alle]. Zusammen 5 SS. auf 3 (davon 1 Doppel-)Blatt. (Qu.-)8vo. Die Karte mit eh. Adresse.
$ 159 / 150 € (8372)

Wilhelm Volz (1855–1901), Maler. Eigenh. Brief und eh. Postkarte mit Initialen. H[alle], 1885 und 86. Zusammen 5 SS. auf 3 (davon 1 Doppel-)Blatt. (Qu.-)8vo. Die Karte mit eh. Adresse. – An den Museumsdirektor, Regierungsrat und Schriftsteller August Schricker (1838–1912). I: „Ich war auf einige Tage zur Erholung in Dresden, und fand in der dortigen Gemäldegalerie sub Nr. 943 im Saale M bei den Rubensbildern ein kleines Gemälde aus der Schule von Rubens, das ganz mit Ihrem Rubensbilde identisch ist [...] Hier in Halle ist es mit der Kunst sehr schlecht bestellt.

Die einzige Kunst[,] die man hier kennt, ist die Musik; und darin sind die Hallenser ganz conservativ [...] Wagnersche Musik hört man fast nicht, höchstens einmal bei einem Gastconcert von einer Militärcapelle. Noch schlimmer ists mit der bildenden Kunst. Dafür ist sehr wenig Sinn hier. Jetzt werden wenigstens die Wände der Universität von Spangenberg ausgemalt, je eine Seite der 4 Wände kostet eine Summe Arbeit; es ist auch recht schön, aber zu academisch; übrigens technisch nicht uninteressant – die sog. Kasemalerei [d. i. Kaseinmalerei]. Im vorigen Sommer wurde das Erste fertig, die Theologie [...] Das Kunstgewerbe hat hier wenigstens einen Verein, aber es ist zu viel Ungeschmack. Doch gibt’s einige gute Geschäfte dafür, welche sehr schöne Sachen führen. Sehr fördernd wirbt dafür unser Michaelis, der Professor Heydemann. Derselbe steht in wachsender Gegnerschaft mit dem Historiker [Gustaf] Droysen, dem nämlich vor einiger Zeit officiell die Professur für Kunstgeschichte und die Direction des Kupferstichcabinets als Nebenamt übertragen worden ist [...]“ (Br. v. [unleserlich] 1885). – II: „Mein Gewährsmann der Prof. Hertzberg hat eine seiner Angaben nachträglich corrigi[e]rt: Der Herr von Wangenheim hatte die Vornamen: Karl Friedrich, nicht die angegebenen, die auf einer Verwechslung beruhen [...]“ (Postkarte v. 3. XII. 1886). – August Schricker war als Geistlicher in Bayern und hernach als Redakteur der „Schwäbischen Volkszeitung“ tätig, gründete die „Sonntagsblätter der deutschen Partei“ und gab die illustrierte Wochenschrift „Kriegszeitung“ heraus; zudem war Schricker Senatssekretär der Universität Straßburg..

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