Karl Franz van der Velde

Velde, Karl Franz van der

Schriftsteller (1779-1824). Eigenh. Brief mit U. Breslau. 26.01.1824. 1¼ SS. auf Doppelblatt 4to.
$ 674 / 650 € (938360/BN938360)

Nur wenige Monate vor seinem frühen Tod mit nur 44 Jahren, wohl an seinen Verleger Arnold in Dresden, die Handschrift bereits vom Schlaganfall gezeichnet: "Ew. Wohlgebohren geehrtes Schreiben vom 16. Januar habe ich erhalten und danke ergebenst für gütige Berechnung und Übersendung, die Anweisungen [...] sind acceptirt worden. Aber J. Fr. Korn hat nur die an ihn gerichtete mit der mündlichen Erklärung b. m. comittirt, daß er diese Post bereits in Leipzig bezahlt habe. Ich lege daher diese Assignation zur weitern Veranlassung wieder bey.

- Ich bin mit Vergnügen bereit die ersten 7 Bände meiner Schriften nach Ihrem Wunsche einer nochmahligen Durchsicht zu unterwerfen, und will auch, da Sie es wünschen, die Verwandlung des Mexiko in ein Mejiko acceptiren, ob sie mir gleich einigermaßen würgend eingeht. Die Durchsicht zu bewirken, muß ich Sie jedoch um Übersendung eines Exemplars der ersten 7 Bände: Erzstufen 3 / Prinz Friedrich 1 / Mexiko 3 ersuchen, da ich von allen meinen Sachen nur ein einziges Exemplar, das ich meiner Frau geschenkt, besitze. Je früher ich das Exemplar erhalte, desto gewisser hoffe ich die 7 Theile bis zum May u. druckfertig remittiren zu können. Können Sie mir das Exemplar schon broschirt schicken so würde dadurch ungemein viel Zeit erspart werden. Wünschen Sie übrigens auch daß ich meine neuen Schriften für den besondern Abdruck arrangire, so bitte ich um gütige Nachricht, um in Zeiten anfangen zu können. Diese wären das Liebhabertheater, der böhmische Mägdekrieg, der Wunsch des Canfu, [...] Christine und ihr Hof. - Beifolgendes Päckchen bitte ich an Winkler [?] gelangen zu lassen. Es enthält eine neue Erzählung für die Abendzeitung. Sie würde zum Neujahr schon eingegangen seyn aber eine [...] Halblähmung an der linken Seite [...] hat mich in jeder Beziehung furchtbar zurückgesetzt. Noch immer bin ich nicht hergestellt, wie Sie aus der Unbildlichkeit meiner Handschrift entschuldigend ersehen werden [...]". - Gebräunt; unbedeutende Randeinrisse..

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