Hermann Usener

Usener, Hermann

Altphilologe (1834–1905). Eigenh. Brief mit U. („H. Usener“). Bonn. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 328 / 280 € (18035)

Hermann Usener (1834–1905), Altphilologe. E. Brief mit U. („H. Usener“). Bonn, 28. März 1890. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „So unzweifelhaft es mir nach einem einblick in Lands vorrede zum III band seiner Anecdota Syr[iaca] ist, dass die dort herausgegebene kirchengeschichtliche compilation durch eine die nachweisbaren quellen unterscheidende übersetzung zu einem allgemein achtbaren hilfsmittel gemacht werden muss, so sehr setzt mich Ihre anfrage, insofern sie mich persönlich berührt, in verlegenheit.

Ich habe weder beziehungen zur Berliner akademie noch stimmfähiges urtheil in fragen wie die von Ihnen berührte. Es bleibt mir daher unverständlich, wie Sie meiner ansicht werth oder oder bedeutung beimessen können, während doch die Berliner akademie in herrn prof. Harnack einen ebenso berufenen und sachkundigen als anerkannten berather besitzt [...] Für Ihr freundliches urtheil über Sophronios und meine ausgabe bin ich Ihnen dankbar. Philologen neigen naturgemäss zu etwas affenliebe für ihre pfleglinge, die sie hervorgezogen und zu leidlich anständiger gestalt wieder heregstellt haben [...]“. – Hermann Usener, von 1866 bis 1902 als Nachfolger von Friedrich Wilhelm Ritschl Ordinarius in Bonn, „verfaßte grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der griechischen Philologie und der Religionsgeschichte, u. a. ‚Altgriechischer Versbau’ (1887, Nachdruck 1965), ‚Religionsgeschichtliche Untersuchungen’ (3 Bde., 1889–99) und ‚Götternamen. Versuch einer Lehre von der religiösen Begriffsbildung’ (1896)..

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