Valerian Tornius

Tornius, Valerian

Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Übersetzer (1883-1970). Eigenh. Briefkarte mit Unterschrift. Leipzig. Quer-8vo. 2 pp. Mit gedr. Briefkopf. Gelocht.
$ 189 / 160 € (94347)

An Herrn Zeraschi: „Mit grosser Freude habe ich Ihren gestern eingetroffenen Brief gelesen u. heute Ihren Auftrag ausgeführt, d.h. das in Schreibmaschinenschrift vorhandene Werk an den genannten Verlag gesandt. Es wäre eine grosse Freude für mich, wenn dieses Werk, an dem ich 2 Jahre gearbeitet habe eine […] fände. Was den von Ihren geschriebenen Brief anbelangt, den ich gleich nach dem Empfang an Ehrenwirt abgesandt habe, so ist darauf noch keine Antwort erfolgt. In der nächsten Woche werde ich Ihren einen Besuch abstatten.

[…]“ Valerian Tornius, der über breite literarische, historische und musikalische Kenntnisse verfügte, verfasste neben literatur- und kulturhistorischen Abhandlungen Biografien, erzählende Werke und Gedichte und übersetzte Belletristik aus dem Russischen ins Deutsche. Besonders erfolgreich waren Tornius' 1934 erschienener Rembrandt-Roman "Zwischen Hell und Dunkel", der die Vorlage zu Hans Steinhoffs Spielfilm "Rembrandt" von 1942 bildete, sowie der Mozart-Roman "Wolfgang Amadé" von 1957. - Während des Ersten Weltkriegs veröffentlichte Tornius unter dem Pseudonym "Germanicus" mehrere Pamphlete gegen Deutschlands Kriegsgegner; sein 1938 erschienenes antisowjetisches Werk "Land der Tränen" stand nach 1945 in der Sowjetzone auf der "Liste der auszusondernden Literatur". - Tornius' Nachlass befindet sich in der Stadtbibliothek Leipzig..

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