Ernst Toch

Austrian composer, 1887-1964

"Ernst Toch was an Austrian composer of classical music and film scores. He sought throughout his life to introduce new approaches to music. In 1909, his Chamber Symphony in F major (1906) won the Frankfurt/Main Mozart prize. From this time onwards, Toch dedicated himself to being a full-time composer. In 1913, he was appointed lecturer of both piano and composition at the College of Music in Mannheim. Following Hitler's seizure of power, Toch went into exile and managed to secure his living in California by composing film music for Hollywood. His most performed work is the ""Geographical Fugue"" or ""Fuge aus der Geographie"", which he himself regarded as an unimportant diversion."

Source: Wikipedia

Toch, Ernst

Komponist (1887–1964). Eigenh. Brief mit U. Mannheim. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 485 / 400 € (14904)

Ernst Toch (1887–1964), Komponist. E. Brief mit U. Mannheim, 9. Dezember 1927. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – An den Schriftsteller Walther Petry (1898–1932): „Es kam leider in den letzten überhetzten Berliner Tagen nicht mehr dazu, daß ich Sie noch hätte sehen und sprechen können. Aber über Grundsätzliches haben wir uns ja ausgesprochen; wenn Sie eine Idee haben, schreiben Sie mir. Ich will Ihnen noch sagen, daß ich für das nächste Baden-Badener Kammermusikfest wieder eine kurze einaktige Kammeroper schreiben soll und will; vielleicht haben Sie dafür eine Idee (Sketsch [!] oder kleine lustige Sache), aber das müßte allerdings bald sein [...]“.

– Geboren in Magdeburg, lebte Walther Petry als freier Journalist, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer (u. a. von Apollinaire, Lautréamont, Mallarmé, Valèry, Alfred Jarry und Leon-Paul Fargue) in Berlin. Für den Verlag „Die Schmiede“ übersetzte Petry auch Proust; eine gemeinsam mit Walter Benjamin und Franz Hessel betriebene Übersetzung von dessen „À la recherche du temps perdu” wurde jedoch wegen finanzieller Schwierigkeiten eingestellt. Seit 1927 etwa leitete Petry das Feuilleton der „Magdeburgischen Zeitung“ und setzte sich nachdrücklich für Robert Musil ein, den er 1927 auch persönlich kennengelernt hatte. – Auf Briefpapier mit gestemp. Briefkopf und mit kleiner Rostspur durch eine Büroklammer; beiliegend ein kleiner Zeitungsausschnitt über Ernst Toch..

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Toch, Ernst

Komponist (1887-1964). 7 eigenh. Luftpostbriefe mit U. sowie ein ms. Brief mit eh. U. Santa Monica, New York und Zürich. Zusammen 10½ SS. auf 8 Bll. Gr.-4to. Die Luftpostbriefe mit eh. Adresse. Mit einer Beilage (s. u.).
$ 3,030 / 2.500 € (32255/BN23244)

An seinen Jugendfreund Lothar Kotula in Jena (DDR): "[...] Ich arbeite angestrengt, komponierend und Stunden gebend - die Zeiten, wo ich ab und zu etwas für den Film machen konnte, sind lang vorüber [...] Und nun bitte ich Dich, gib auch Du die Hoffnung nicht auf und vertraue auf eine Wendung der Dinge und eine Verbesserung der Zukunft! Ich weiss sehr wohl, wie viel Du Armer durchgemacht hast und noch weiter durchmachen musst. Und doch, so viele, viele unter meinen nächsten Verwandten und Freunden konnten nicht den Solatentod sterben, sondern fanden einen unsagbar grauenvollen Tod nach unsagbar grauenvollen Leidensjahren; Menschen in allen Alterstufen vom Säugling bis zum Greis.

Verliere nicht den Glauben an eine schliessliche, ausgleichende Schicksalswaltung, nenne es Gott oder wie immer [...]" (a. d. Br. v. 19. Januar 1948). - "[...] Es ist lieb von Dir, dass Du immer meiner gedenkst (ich meine, mir schreibst), wenn Du Musik von mir hörst, aber schade, dass es immer nur so kleine Scherzchen sind, statt meiner Opern und Symphonien. Ich erinnere mich dabei eines Ausspruchs von Hans Pfitzner zu mir: Um auf dem Spielplan zu bleiben, muss man drei Bedingungen erfüllen: Erstens muss man schon tot sein. Zweitens muss man schon lange tot sein. Und drittens muss man schon sehr lange tot sein [...]" (a. d. Br. v. 26. Juni 1961). - "Deine beiden Briefe [...] liegen wie flammende Anklagen vor mir, und ich kann nichts anderes tun als Dich um Dein liebes und freundschaftliches Verständnis zu bitten. Du schreibst: ‚... Ich kann mir vorstellen, dass Du mit Arbeit überladen bist ...' - bitte tu's! Es ist die einzige Wahrheit, es ist stärker als ich, meine sechste Symphonie muss fertig werden - der Gedanke, dass sie einer meiner Schüler einmal zu Ende schreiben sollte, ist mir unerträglich [...]" (a. d. Br. v. 18. Oktober 1963). - Jeweils im linken Rand und teils auch im Text gelocht sowie zumeist mit kleinen Randläsuren. Beiliegend eine eigenh. Postkarte des Adressaten an seine Schwester v. 15. Mai 1916..

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