Joseph Aloys Tichatschek

Tichatschek, Joseph Aloys

Sänger (1807-1886). Eigenh. Brief mit U. Dresden. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 1,766 / 1.500 € (942204/BN942204)

An den Direktor des Grazer Ständischen Theaters Karl Remmark (1802-86), mit einer Empfehlung für Karl August Quanter und Louise Lebrun: "Lieber alter Freund! Dich herzlich grüßend, muß ich mich eines Auftrags entledigen, den ich um so lieber annahm, als ich weiß, daß meine Verwendung vielleicht nicht ganz umsonst sein wird. Das Pauli'sche Fach ist bei uns durch Hrn. Quanter so vortreflich besetzt, daß es wohl keiner weitern Recomendation bedarf, um denselben in das beste Licht zu stellen.

Auch das Fach der Bauer ist durch D.lle Lebrün ausgezeichnet praesentirt. Diese beiden haben die Absicht auf der Ständischen Bühne zu Gratz einen großen Gastrollen Cyklus zu geben, u. wandten sich an mich um näheren Aufschluß. Ich weiß es, daß Du gewiß auch ein gutes Geschäft machen wirst, wenn Du dieses Gastspiel annimmst, u. gewiß werden beyde zugleich mit der 1/2 Einnahme zufrieden sein, u. zum Benefiz 2/3 der Brutto Einnahme. Die Zeit könnte wohl Aprill May Juny sein, so wie übrigens Du selbst am besten die Sache zu arrangiren weißt. Sende mir einige Zeilen als Antwort umgehend [...]". - Nachdem der aus Böhmen stammende Tichatschek sein Medizinstudium abgebrochen und stattdessen eine Gesangsausbildung begonnen hatte, kam er als Chorist ans Kärntnerthor-Theater; als Solosänger in Graz sang er erste Tenorpartien und begeisterte gleichermaßen Publikum wie Kollegenschaft. "Als er dann in Dresden mit großem Beifall in Gastrollen gesungen hatte, erhielt er 1838 ein Engagement am dortigen Hoftheater, bei welchem er nun dauernd verblieb, mit diesem treuen Festhalten an einer und derselben Bühne eine Erscheinung bietend, welche in der Theaterwelt der Gegenwart geradezu phänomenal genannt werden kann. Als Gast erschien er auf allen größeren Bühnen Deutschlands, auf jeder enthusiastische Aufnahme findend“ (Wurzbach). Musikgeschichtlich bedeutsam war Tichatscheks beherztes Eintreten für Richard Wagner zu einer Zeit, da sich dessen Werke "noch lange nicht allgemeiner Anerkennung erfreuten, ja noch vielfach Anfechtung erfuhren" (Eisenberg)..

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Tichatschek, Joseph Aloys

Sänger (1807-1886). Eigenh. Billett mit U. Dresden. 2 SS. 85:54 mm.
$ 447 / 380 € (942205/BN942205)

Für seine Dresdner Kollegin, die Schauspielerin Marie Emilie Auguste Koberwein (geb. Anschütz, 1819-95): "Die herzlichsten Glückwünsche beim Jahreswechsel sendet seiner liebenswerthen Freundin 'Frau Auguste Koberwein' Joseph Tichatschek"; verso: "Joseph Tichatschek 1875/1876". - Nachdem der aus Böhmen stammende Tichatschek sein Medizinstudium abgebrochen und stattdessen eine Gesangsausbildung begonnen hatte, kam er als Chorist ans Kärntnerthor-Theater; als Solosänger in Graz sang er erste Tenorpartien und begeisterte gleichermaßen Publikum wie Kollegenschaft.

"Als er dann in Dresden mit großem Beifall in Gastrollen gesungen hatte, erhielt er 1838 ein Engagement am dortigen Hoftheater, bei welchem er nun dauernd verblieb, mit diesem treuen Festhalten an einer und derselben Bühne eine Erscheinung bietend, welche in der Theaterwelt der Gegenwart geradezu phänomenal genannt werden kann. Als Gast erschien er auf allen größeren Bühnen Deutschlands, auf jeder enthusiastische Aufnahme findend“ (Wurzbach). Musikgeschichtlich folgenreich war Tichatscheks beherztes Eintreten für Richard Wagner zu einer Zeit, da sich dessen Werke "noch lange nicht allgemeiner Anerkennung erfreuten, ja noch vielfach Anfechtung erfuhren" (Eisenberg)..

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