Howard Martin Temin

Temin, Howard Martin

Biologe und Nobelpreisträger (1934–1994). Albumblatt mit eigenh. U. („Howard M Temin“). O. O. u. D. 1 S. Qu.-8vo.
$ 164 / 150 € (21884)

Howard Martin Temin (1934–1994), Biologe und Nobelpreisträger. Albumblatt mit e. U. („Howard M Temin“). O. O. u. D. 1 S. Qu.-8°. – Howard M. Temin hatte i. J. 1975 zusammen mit David Baltimore und Renato Dulbecco den Nobelpreis für Medizin oder Physiologie erhalten „für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Wechselwirkungen zwischen Tumorviren und dem genetischen Material der Zelle“. – Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt).

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Temin, Howard Martin

US-amerikanischer Biologe (1934-1994). Eigenh. Manuskriptefragment mit Namenszug am Kopf. o. O. u. D. 4to. 1 p.
$ 382 / 350 € (60165)

Manuskript über die „Replication of Ribodeoxyviruses“. - Nach Kindheit und Jugend in Philadelphia studierte Temin Biologie am California Institute of Technology („Caltech“) in Pasadena, Kalifornien. Dort wandte er sich der experimentellen Virologie zu und arbeitete im Labor von Renato Dulbecco, wo er auch seine Doktorarbeit über das Rous-Sarkom-Virus (Rous sarcoma virus, RSV) anfertigte. Das RSV wurde für ihn zum Modellsystem, mit dem er auch in den folgenden Jahren arbeitete. Nach eigenem Bekunden wurde er auch stark durch die Zusammenarbeit mit Harry Rubin und den Kontakt zu Max Delbrück beeinflusst.

1960 wurde er Assistant Professor am McArdle Laboratory for Cancer Research an der Universität von Wisconsin-Madison. 1964 formulierte er dort seine „Provirus-Hypothese“, die besagt, dass sich bestimmte Viren mit RNA-Genom (Retroviren) ins menschliche Genom integrieren können und dort durch äußere Einflüsse (z.B. Strahlentherapie, krebserregende Substanzen o.a.) aktiviert werden und so zu Krebs führen können. Voraussetzung hierfür war die Umschreibung des viralen RNA-Genoms in DNA. Diese Hypothese verletzte die weitverbreitete Vorstellung, dass der Informationsfluss immer nur in der Richtung DNA → RNA → Protein verläuft. Später entdeckte Temin parallel mit David Baltimore das Enzym, das diesen Umschreibungsprozess von RNA in DNA bewerkstelligen kann: die Reverse Transkriptase. Wikipedia..

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