Albert von Szent-Györgyi Nagyrápolt

Szent-Györgyi Nagyrápolt, Albert von

Biochemiker und Nobelpreisträger (1893–1986). Albumblatt mit montierter eigenh. U. („Albert Szent Györgyi“). O. O. u. D. 29:142 mm auf 87:160 mm.
$ 132 / 120 € (18442)

Albert von Szent-Györgyi Nagyrápolt (1893–1986), Mediziner, Biochemiker und Nobelpreisträger. Albumblatt mit montierter U. („Albert Szent Györgyi“). O. O. u. D. 1 S. 29:142 mm auf 87:160 mm. – Albert von Szent-Györgyi erhielt 1937 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin „für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der biologischen Verbrennungsprozesse, besonders in Beziehung auf das Vitamin C und die Katalyse der Fumarsäure“. – Die Verso-Seite des Trägerpapiers mit einem gedr. Blumenmotiv.

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Szent-Györgyi Nagyrápolt, Albert von

ngarischer Mediziner, Biochemiker und Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin (1893-1986). Eigenh. Brief m. U. Woods Hole. 4to. 1 p.
$ 386 / 350 € (60162)

An einen Sammler: „[…] Ich bedauere dass Ihre frühere bitte unbeantwortet blieb. Ich war im Winter wiederholt schwer krank und in dieser Zeit blieb meine Post ungeöffnet […]“ - Szent-Györgyi isolierte 1926 die Ascorbinsäure (Vitamin C) aus Pflanzen- und Gewebeextrakten durch Kristallisationsversuche. In den folgenden Jahren untersuchte er die neu entdeckte Substanz während seiner Tätigkeiten an den Universitäten von Cambridge, Rochester und Szeged und identifizierte sie 1932 als das bereits 1912 postulierte, gegen Skorbut wirksame „Vitamin C“. Weitere wichtige Arbeiten von Szent-Györgyi betreffen den körpereigenen Kohlenhydratstoffwechsel, insbesondere den Citratzyklus, und die Rolle des Energieträgers Adenosintriphosphat in Muskelzellen.

Unter anderem bewies Szent-Györgyi, dass der aktive Sauerstoff den aktiven Wasserstoff oxidiert. Nach ihm und einem befreundeten Nobelpreisträger Hans Krebs wurde der Szent-Györgyi-Krebs-Zyklus benannt (dieser Name ist allerdings hauptsächlich in Ungarn verbreitet, anderswo kennt man diesen Bestandteil der aeroben Glykolyse eher unter Krebs- oder Citratzyklus). „Für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der biologischen Verbrennungsprozesse, besonders in Beziehung auf das Vitamin C und die Katalyse der Fumarsäure“ erhielt er 1937 den Nobelpreis für Medizin. Nach dem Nobelpreis erzielte er auf dem Gebiet der Muskelkontraktion wichtige Erfolge für das Verständnis der Muskelbiologie und leistete dadurch Vorarbeiten u. a. für Setsurō Ebashi. In den 1930er Jahren entdeckte er die Bioflavonoide, die er zunächst als Vitamin P bezeichnete. Die Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. 1970 erschien sein gesellschaftskritisches Buch The Crazy Ape (Der fehlentwickelte Affe), in dem er sich mit einer einseitigen Fixierung der heutigen Gesellschaft auf den technischen Fortschritt auseinandersetzt..

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