Otto Strasser

Strasser, Otto

Politiker und Publizist (1897–1974). Ms. Brief mit eigenh. U. München. 1 S. Qu.-gr.-8vo.
$ 533 / 500 € (23201)

Otto Strasser (1897–1974), Politiker und Publizist. Ms. Brief mit e. U. München, 30. Mai o. J. 1 S. Qu.-gr.-8°. – An einen Herrn van Mastrigt: „Haben Sie besten Dank für Ihre liebenswürdigen Zeilen vom 25. ds mit dem sehr interessanten Ausschnitt aus dem Autogtaphen-Katalog [!], mit dem Sie mir eine wirkliche Freude gemacht haben. – Es ist gut zu wissen, daß solche Dokumente die zahlreichen Irrtümer und Verleumdungen widerlegen, die heute – wie einst – von meinen Gegnern (hauptsächlich unverbesserliche Nazis) ausgestreut werden [...]“.

– Der Bruder des im Zuge des Röhm-Putsches 1934 ermordeten NSDAP-Politikers der ersten Stunde, Gregor Strasser, schloß sich 1925 der NSDAP an und leitete seit dem Jahr darauf den mit seinem Bruder gegründeten „Kampf-Verlag“ in Berlin, „gab mit ihm die ‚Nationalsozialistischen Briefe’ heraus und vertrat eine eigene antikapitalistische, antimodernistische Konzeption des Nationalsozialismus im Gegensatz zur Partei und später auch zu seinem Bruder. Als Führer der nationalsozialistischen Linken verließ Strasser nach heftigen Auseinandersetzungen mit Hitler 1930 die NSDAP, gründete die ‚Kampfgemeinschaft Revolutionärer Nationalsozialisten’ (Schwarze Front) und versuchte erfolglos, mit seiner Wochenzeitung ‚Die Deutsche Revolution’ die NSDAP zu spalten. 1933 emigriert, setzte er von Österreich und der Tschechoslowakei, später von der Schweiz und seit 1941 von Kanada aus seine Agitation gegen Hitler fort. 1955 kehrte [er] nach Deutschland zurück und gründete 1956 die Deutsch-Sozialistische Union, die ohne Bedeutung blieb“ (DBE). Zu seinen Veröffentlichungen zählen u. a. „Die deutsche Bartholomäusnacht“ (1935), „Der Aufbau des deutschen Sozialismus“ (1932), „Deutschlands Erneuerung“ (1945), „Hitler und ich“ (1948), „Exil“ (1958) und die politische Autobiographie „Mein Kampf“ (1969). – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der von ihm herausgegebenen.

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Strasser, Otto

österreichischer Geiger bei den Wiener Philharmonikern und deren Ehrenvorstand (1901-1996). Eigenh. Karte mit Unterschrift. o. O. u. D. 8vo. 1 p. Gelocht.
$ 107 / 100 € (80250)

An den österreichischen Geiger und Dirigent Walter Weller (1939-2015). Walter Weller war in den Jahren 1961 bis 1972 Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und des Staatsopernorchesters. 1966 erfolgte nach seinem Dirigierstudium bei Josef Krips (1902–1974) sein Debüt als Dirigent. Weller wurde ab dem Jahre 1971/72 Generalmusikdirektor der Duisburger Sinfoniker, 1975 bis 1978 Chefdirigent beim Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester und von 1977 bis 1980 beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, das ihn nach Ablauf des Vertrages zum Ehrengastdirigenten auf Lebenszeit ernannte.

1980 bis 1986 folgte die Chefstelle beim Royal Philharmonic Orchestra London, anschließend bis 1991 war er Chefgastdirigent des Orquesta Nacional de España. Von 1992 bis 1997 war er musikalischer Leiter des Royal Scottish National Orchestra, ab 1994 Musikdirektor der Allgemeinen Musikgesellschaft in Basel, Operndirektor des Theaters Basel und Chefdirigent des Basler Sinfonie-Orchesters. Die Stuttgarter Philharmoniker verliehen 2003 Walter Weller den Titel „Ehrendirigent“. Von November 2007 bis Juni 2012 wirkte er als Musikalischer Direktor und Chefdirigent des Belgischen Nationalorchesters (ONB), das ihn zum Musikalischen Ehrendirektor ernannte..

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