John Hanning Speke

Speke, John Hanning

British Indian Army Officer and African explorer (1827-1864). Autograph letter signed ("J. H. Speke"). Jordans (Somerset). 8vo. 3¾ pp. on bifolium.
$ 9,711 / 8.500 € (940478/BN940478)

To the German cartographer August Petermann: "I have anticipated both your last letters and hope you will find it sufficient for the occasion. It was very rough only noticing the principal features of the country - Mountains and Lakes. All my papers are in the hands of mappers in London whilst I am at home writing out my diaries [...]".

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Speke, John Hanning

Lithographierte Karte Ostafrikas mit e. Hervorhebung von Reiserouten und e. Anmerkungen
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John Hanning Speke (1827–1864), Afrikaforscher. Lithographierte Karte Ostafrikas mit e. Hervorhebung von Reiserouten und e. Anmerkungen. Bahr al-Ghazâl (Sudan), Mai 1863. 497:300 mm. Auf Leinen kaschiert. – Die Karte zeigt zusammen mit Spekes Einzeichnungen jenes Gebiet, das Speke während seiner dritten Afrikareise erforscht hatte: „The yellow patch [shows] a country which Mr. Baker is exploring to trace up an affluint [!] of the White Nile“, „the red line is the result of two expeditions“, „the Green is most interesting but not within 500 miles of the Bahr el Ghazal“. Mit dem erwähnten Samuel Baker und dessen Frau Florence war Speke gegen Ende seiner Reise hin in Gondokoro im Südsudan zusammengetroffen, von wo er das berühmt gewordene Telegramm nach London sandte: „The Nile is settled“ – „Die Nilfrage ist gelöst. | Aber sie ist es nicht. Zurück in London, werden seine Ergebnisse von Burton und anderen Wissenschaftlern scharf angegriffen. Er habe den Victoriasee nicht umfahren, um festzustellen, ob er ein einzelner großer See sei oder sich aus mehreren kleineren zusammensetze; ob im Süden ein großer Strom hineinfließe, der dann als eigentliche Hauptquelle zu gelten habe. Er sei außerdem nicht dem ganzen Lauf des Nil gefolgt. So und ähnlich lauteten die Vorwürfe, denen Speke sich ausgesetzt sieht. Als die hitzige Debatte ihren Höhepunkt erreicht, stirbt John H. Speke am 15. September 1864 bei einem Jagdunfall. Manche vermuten Selbstmord. Es dauert noch Jahre, bis die Nilfrage endgültig geklärt ist. Letztlich wird Speke mit seiner Theorie Recht behalten“ (http://www.nationalgeographic.de/entdecker/john-h-speke). – Eine weitere Bemerkung Spekes bezieht sich auf den walisischen Afrikaforscher John Petherick, der gleichfalls zu jener Zeit Ostafrika bereiste und seinerseits ebenfalls mit Speke zusammengetroffen war: „N[ota] B[ene] Petherick never reached the Equator [...] His river supposed to run West flows East and is the one that Baker is upon. All the Scientific World wants to know, is the water parting between the Nile, and Congo Rivers“. – Nicht minder interessant als die Geschichte, die die Karte selbst erzählt, ist ihre Provenienz. Sie stammt nämlich aus dem Besitz des Afrika- und Polarforschers Theodor von Heuglin, der seinerseits mit Speke im Mai 1863 im Gebiet von Bahr al-Ghazâl zusammengetroffen war und am unteren Rand hierzu festhält: „Geschenk von J. H. Speke | Bahr el-Ghazâl Mai 1863 | Heuglin“. – Papierbedingt etwas gebräunt und angestaubt und mit zwei leichten Schabstellen in der Darstellung; die Verso-Seite etwas wasserrandig; insgesamt und vor allem in Anbetracht ihrer Geschichte von sehr guter Erhaltung.