Georges Simenon

Simenon, Georges

Schriftsteller (1903–1989). Ms. Briefdurchschlag mit eigenh. U. [Lakeville]. 1 S. 4to. Beiliegend der ms. Gegenbrief (Durchschlag) v. 8. September 1952. 1 S. 4to.
$ 356 / 300 € (13122)

Georges Simenon (1903–1989), Schriftsteller. Ms. Briefdurchschlag mit mehreren e. Korrekturen. [Lakeville], 12. September 1952. 1 S. 4°. Beiliegend der ms. Gegenbrief (Durchschlag) v. 8. September 1952. 1 S. 4°. – René P. L. Ledesert, Lektor bei George Harrap and Co., hatte Simenon darüber aufgeklärt, daß sein Verlag immer Verträge mache, die ihm die weltweiten Rechte zubilligen. Er möge sich doch daran erinnern, daß sie vor kurzem gemeinsam den Amquist-Verlag in Stockholm berechtigt hätten, für Schweden eine Ausgabe von „Die Aussage des Ministranten“ aufzulegen.

Auch in Boston habe sein Haus dieses Buch einem Verlag angeboten, der es allerdings abgelehnt hätte, nachdem er erfahren habe, was Simenon damit vorhabe. Es werde ihn sicher freuen zu hören, daß sie nun auf die Rechte an der Schulausgabe für dieses Buch in den USA verzichteten, damit Simenon diese Novellensammlung zusammenstellen könne: „Pour vous faire plaisir, il nous est donc possible de renoncer aux droits scolaires sur le Témoignage de l’Enfant de Choeur pour les Etats unis [!], afin que vous puissiez faire cette collection de nouvelles [...].“ – Nichtsdestotrotz möchte sein Haus die Eintrittsrechte für die USA für seine in Großbritannien gedruckten Exemplare der Schulausgabe bewahren. In Kanada hingegen werde die Schulausgabe von „Die Aussage des Ministranten“ schon verkauft, und diese Rechte für Kanada aufzugeben sei unmöglich. Er hoffe auf sein Einverständnis für diese Lösung. – Simenon repliziert nun in seinem Antwortbrief auf die einzelnen Punkte und räumt ein, daß er die Verträge nicht eingehend genug geprüft haben dürfte. Er sei davon ausgegangen, daß sie nur England und Großbritannien beträfen, und sei ohnehin der Ansicht, daß seine bestehenden Verträge ihm solche Rechte nicht erlaubten. Hinsichtlich der Erzählung „Die Aussage des Ministranten“ sehe sein amerikanischer Verlag keinen Hinderungsgrund für die Eintrittsrechte der britischen Ausgabe auf den amerikanischen Markt, da sein geplantes Projekt einer Sammlung von Erzählungen nicht in Konkurrenz dazu stehe: „Puisque l’édition projetée, comprenant plusieurs nouvelles, ne peut d’aucune façon faire concurrence à la vôtre […] l’éditeur américain ne verrait aucun inconvénient à ce droit d’enrée aux Etats-Unis pour les exemplaires de votre édition [...]“..

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Simenon, Georges

belgischer Schriftsteller (1903-1989). Ms. Brief mit eigenh. Unterschrift. Lausanne. 4to. 1 p. Gedr. Briefkopf. Kuvert.
$ 593 / 500 € (78720)

An „Carola v. Gästern“, die ihm wegen einer zu vermachenden Erbschaft schrieb „In a word, I have a considerable fortune and no heir“: „Quant à votre idée généreuse de faire de moi un de vos héritiers, je ne puis l’accepter. En effet, je suis un vieil homme qui a toujours vécu et qui vit toujours de sa production littéraire et je pense que vous trouverez un ou des héritiers plus désignés que moi à qui lèguer votre fortune […]“ - Der Schriftsteller Winfried Bornemann (geb.

1944) ist bekannt für Bücher mit seinen Juxbriefen an Unternehmen, Prominente und Behörden samt deren Antwortschreiben. Das erste Buch „Zu Schade … zum Wegradieren“, das er zusammen mit seinem Schwager verfasste, enthält neben humorvollen Zeichnungen nur wenige dieser Briefe. Für das Buch „Bornemanns lachende Erben“ (1985) schrieb Bornemann unter dem Pseudonym „Carola von Gaestern“ verschiedene Prominente an, um diesen das Erbe jener fiktiven Witwe eines reichen Unternehmers in Aussicht zu stellen. 1988 erschien sein Buch „Glanz & Gloria. Eine Brief-Aktion mit internationalen Stars“..

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Simenon, Georges

belgischer Schriftsteller (1903-1989). Albumblatt mit Zeitungsausschnitt, eigenh. Widmung und U. O. O. u. D. 1 S. 8vo.
$ 142 / 120 € (47725/BN32711)

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Simenon, Georges

Schriftsteller (1903-1989). Eigenh. Albumblatt mit Widmung und U. Lausanne. 1 S. Qu.-8vo.
$ 142 / 120 € (47727/BN32713)

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Simenon, Georges

Belgian writer (1903-1989). Typed letter signed. Epalinges. Large 4to. 1 p.
$ 1,008 / 850 € (49533/BN33954)

To Belgian author, filmmaker and documentarist Henri Storck: "Cela fait plaisir d'avoir de vous nouvelles, surtout qu'elles sont excellentes tant dans le domaine de votre vie privée que dans celui de votre activité artistique. Je vous réponds un peu hâtivement car je suis plongé dans la révision d'un roman et j'essaie de ne pas trop perdre le fil de mes idées. C'est gentil à vous d'avoir pensé à mon fil Marc, mais, pendant plus d'un an encore, et peut-être davantage, il sera occupé à tourner ‚Les Dossiers de l'Agence O', treize de mes anciennes nouvelles, pour l'O.

R. T. F. [...]". - On headed paper; left margin with punched holes (not touching text); together with a typed letter from Storck (carbon copy)..

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Simenon, Georges

3 ms. Briefe m. e. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Georges Simenon (1903–1989), Schriftsteller. 3 ms. Briefe mit e. U. Lakeville, 1952 und 1953. Zusammen 2½ SS. auf 3 Bll. 4°. Mit zwei angefügten Durchschlägen (s. u.). – An Allen S. Wilber von Appleton-Century-Crofts mit dem Ausdruck seines Bedauerns darüber, daß er so spät und noch dazu auf Französisch schreibe, aber seine Frau, die sich sonst um diese Sachen kümmere, sei seit ihrer Rückkehr aus Europa an einer Bronchitis erkrankt und müsse das Bett hüten. Er und seine Frau freuten sich darauf, ihn in Shadow Rock Farm empfangen zu dürfen, er solle ihnen nur freundlicherweise den Tag seines Besuches mitteilen. Er habe gerade einen Roman beendet und beabsichtige, in ungefähr zwei Wochen einen neuen zu beginnen, habe nun also genau diese Zeitspanne zur freien Verfügung: „Je viens de terminer un roman. J’envisage d’en commencer un autre dans une quinzaine de jours. Cela nous donne donc deux semaines de disponibles […]“ (Br. v. 20. Juni 1952). – Der Brief vom 20. November 1952 mit der Mitteilung, daß er leider den Brief des Herrn Ledesert, in dem dieser versichert hatte, daß sie jederzeit in Kanada verkaufen könnten, aufgrund seiner Unfähigkeit, während der Krankheit seiner Frau Ordnung in seinen Papieren zu halten, nicht wiederfinden könne: „ […] c’est ein vain que j’ai cherché dans les dossiers la lettre Ledesert-Harrap me disant que nous avions toute liberté de vendre au Canada. Cette lettre, c’est moi qui l’ai classée alors que ma femme était souffrante. Mail où l’ai-je classée? [...] – Eine Kopie des Briefes an Herrn Ledesert, in dem er diesen nun wiederum um Zusendung einer Kopie des verlorengegangen Briefes bitten müsse, füge er anbei und sei im übrigen froh, daß seine Frau genesen ihre Arbeit wieder aufnehme. Sobald er die geforderte Kopie erhalten habe, werde er sie ihm zwecks Archivierung zukommen lassen. – Der Brief vom 4. Februar 1952 (recte: 1953) an Herrn Wilber mit der Frage, ob er mit diesen (hier beiliegenden, vgl. II) Zeilen einverstanden sei. Falls ja, solle er sie verwenden, falls nein, werde er versuchen etwas Besseres zu schreiben. Die Situation zuhause sei unverändert. – Beiliegend: I: Ms. Durchschlag eines Briefes an den Lektor René P. L. Ledesert von George Harrap and Co. (dat. Lakeville, 20. November 1952. ½ S. 4°), in dem er sich dafür entschuldigt, daß er in der Phase der Krankheit seiner Frau ein schlechter Sekretär gewesen sei, und deshalb der ihm zugesandte Brief, in dem er ihm mitgeteilt habe, daß der Markt in Canada frei sei zum Verkauf der Anthologie, die unter anderem die Geschichte „Die Aussage des Ministranten“ enthalte, nicht auffindbar sei. „Cela ne m’a pas réussi de vouloir, pendant les quelques semaines que ma femme a été souffrante, jouer le secrétaire. […] c’est en vain que nous cherchons depuis quelques jours la lettre que vous avez eu la gentillesse de nous envoyer fin septembre ou début octobre pour nous faire savoir que [le] votre représentant canadien acceptait que le Canada soit marché libre pour l’anthologie publiée ici et contenant entre autres, le Témoignage de l’Enfant de Chœur […]“. – II: Ms. Durchschlag eines Typoskriptes (dat. 4. Februar 1953. 1 S. 4°) darüber, daß er in verschiedenen Lebensphasen das Urteil unterschiedlicher Generationen wertschätzte: Mit 20 Jahren fürchtete er um die Zustimmung der Älteren, dann war ihm lange Zeit der Urteilsspruch seiner Generation wichtig und nun, mit annähernd 50, reagiere er am Empfindlichsten auf die Meinung der Jungen. Aus diesem Grund lege er soviel Wert auf die Veröffentlichung einiger Erzählungen in Amerika, damit die Studenten hier seine Texte im Original lesen könnten und vielleicht Lust bekämen, das von ihm zu lesen, was er für das Wichtigste halte: „C’est pourqoi je l’attache de l’importance à la publication de ces quelques comptes, qui permettra aux étudiants américains de me lire dans le texts [!] original et qui donnera peut-être à certains d’entre eux le désir de prendre contact avec ce que je considère comme le plus important de mon œuvre […].“