Heinrich Schumacher

Schumacher, Heinrich

Jurist, Geodät und Astronom (1780–1850). Eigenh. Brief mit U. („HSchumacher“). [Hamburg]. ½ S. Gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 314 / 280 € (44765)

An einen Dr. Benecke: „Die Oberkante meines Steines auf Baursberg ist 318 Hamburger Fuß über der mittleren Fluthhöhe der Elbe, welches ich mir, in Bezug auf unsere Unterhaltung am Montage, mitzutheilen erlaube [...]“. - H. C. Schumacher betrieb an der Universität Göttingen unter Carl Friedrich Gauß astronomische Studien, studierte dann Mathematik in Hamburg und ging 1810 als a.o.Prof. der Astronomie an die Universität Kopenhagen. Von 1813 bis 1815 leitete er als Direktor die Sternwarte in Mannheim und erhielt 1815 das astronomische Ordinariat in Kopenhagen, „lebte aber meist in Altona, wo ihm der dänische König 1823 eine Sternwarte erbauen ließ.

Er stand in Briefwechsel mit Gauß, führte 1817 eine Triangulation des zu Dänemark gehörenden Festlands durch, leitete das dänische Kalenderwesen und gab 1820–29 astronomische Tafelwerke heraus. 1823 begründete er die Zeitschrift ‚Astronomische Nachrichten’, die er bis an sein Lebensende redigierte. 1830 machte er auf Schloß Güldenstein/Fünen Beobachtungen über die Länge des einfachen Sekundenpendels, die dem dänischen Maßsystem zugrundegelegt wurde[n]. Schumacher gab ‚Astronomische Abhandlungen’ (1823–25) und ‚Astronomische Jahrbücher’ (1836–44) heraus“ (DBE). - Mit kleinem Ausschnitt durch Siegelbruch (keine Textberührung)..

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