Wilhelmine Schröder-Devrient

Schröder-Devrient, Wilhelmine

deutsche Opernsängerin (1804-1860). Eigenh. Albumblatt mit U. (Wilhelmine Schröder-Devrient) Dessau, d(en) 16. April 1842. Quer-8vo. 1 p.
$ 1,917 / 1.800 € (82002)

Eigenhändiges Albumblatt mit Unterschrift (Wilhelmine Schröder-Devrient) und Spruch: „Ich fühl es, nur sonnig ist’s, was ich gebe, aber es kam aus der Seele; vielleicht ist es drum des Andenkens werth.“ Sehr selten. Wilhelmine Henriette Friederike Marie Schröder-Devrient gilt als die größte deutsche Gesangstragödin des 19. Jahrhunderts. Ihren Durchbruch feierte sie am 9. November 1822, als sie mit erst 17 Jahren in Beethovens „Fidelio" in der Titelrolle auftrat. Die Art, die Rolle zu singen, soll Richard Wagner 1823 so tief beeindruckt haben, dass er daraufhin beschlossen habe, Komponist von Bühnenwerken zu werden.

Wagner wurde von Schröder-Devrient auch finanziell unterstützt. Am 20. Oktober 1842 trat Schröder-Devrient in der Uraufführung des „Rienzi" mit der Partie des „Ardiano" in einer Hosenrolle auf. Sie war Wagners Wunschbesetzung für diese Rolle. An der Dresdner Hofoper wurde Schröder-Devrient zu der wichtigsten Interpretin der Frauen-Rollen in Wagners Bühnenwerken. Sie gab die "Senta" in der Uraufführung des "Fliegenden Holländer" am 2. Januar 1843. Wagner schrieb wenig später an Louis Spohr, dass er den Erfolg seiner Oper hauptsächlich nur Schröder-Devrient zu verdanken habe. Am 19. Oktober 1845 trat sie erneut in der Uraufführung einer Oper Wagners an der Dresdner Hofoper auf: als "Venus" im "Tannhäuser". Schröder-Devrien war ihr Leben lang freundschaftlich verbunden mit der Pianistin Clara Schumann (1819-1886), die über die Sängerin sagte: „Das ist ein gewaltiges Weib – in der Kunst mein Ideal!“.

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