Franz Schreker

Schreker, Franz

Komponist (1878 - 1934). ALS in German, signed “F. Schreker”. Wien. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 943 / 800 € (1377)

An untranslated letter of recommendation for a singer. In fine condition, with intersecting folds, one through a single letter of signature.

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Schreker, Franz

österreichischer Komponist (1878-1934). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Heiligendamm. 4to. 1 p. Faltspuren.
$ 1,768 / 1.500 € (77112)

An einen Freund über die Aufführungen seiner Opern: „[…] anbei was ich hier auftreiben konnte. Bessere Bilder habe ich in Berlin (von der Firma Breitkopf) u. sende Dir aus von dort. Einstweilen dies (der zweite Mensch darauf ist Prof. Havemann, der Geiger). Es freut mich, daß nun endlich der ,Schatzgräber’ heraus soll. Ich bitte dich deine Erstlings […] Besetzung u. günstigen Termin; (von dem ich gerne rechtzeitig benachrichtigt werde, ich habe […] sehr viel zu reisen) geltend zu machen.

Dirigiert das Werk Dir. Schalk? u. kommen die ,Gezeichneten’ wie versprochen zuvor heraus? […]“ - Der Schatzgräber ist eine Oper von Franz Schreker in einem Vorspiel, vier Akten und einem Nachspiel nach dem Text vom Komponisten. Die Uraufführung fand am 21. Januar 1920 an der Oper in Frankfurt am Main statt. - 1911 übernahm Schreker die Leitung des von ihm gegründeten Philharmonischen Chores, seit 1912 leitete er selbst eine Kompositionsklasse an der Akademie für Tonkunst in Wien. Der Ruhm brachte Schreker die Direktorstelle in der Berliner Akademischen Hochschule für Musik (der heutigen Universität der Künste Berlin), wo er von 1920 bis 1931 tätig war..

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Schreker, Franz

Komponist (1878-1934). Eigenh. Postkarte mit U. und Paraphe. Berlin-Charlottenburg. 1½ SS. 8vo. Mit eh. Adresse.
$ 530 / 450 € (31355/BN12546)

An Gustav Renker "b. Hofrat Dr. Julius Bittner": "Vielen Dank für Ihre Zeilen. Mit der Schweiz wird es nichts - es ist doch gar zu teuer. Ich habe zunächst in Seis am Schlern gemietet ('Seiserhof')[,] das stellte sich für uns alle mit etwa 150 Lire pro Tag, ist also nahezu um 2/3 billiger. Dann gehen wir wahrscheinlich nach Bellagio am Comersee, falls es nicht zu heiß wird [...]". - Als "in den frühen Jahrzehnten des 20. Jh. einer der erfolgreichsten und meistaufgeführten Opernkomponisten" (DBE) wurde das Werk des lange Zeit vergessenen Komponisten erst in jüngster Zeit wiederentdeckt.

In ihm spiegelt sich "wie bei kaum einem anderen Komponisten den Epochenwandel jener Jahre [...] - vom Impressionismus zum Expressionismus und zur Neuen Sachlichkeit, schließlich gab es den Einschnitt durch die nationalsozialistische Kulturpolitik" (ebd.). 1932 ging Schreker - zu dessen Schülern u. a. Ernst Krenek, Alois Hába, Grete von Zieritz, Karol Rathaus und Paul Höffer zählten - seines Postens als Direktor der Berliner Musikhochschule verlustig, im Jahr darauf wurde er auch seiner Lehrtätigkeit enthoben. - Renker war nach der Promotion Kapellmeister in Wien, Graz und Nürnberg und nahm als Kriegsfreiwilliger auf österreichischer Seite am Ersten Weltkrieg teil. In den zwanziger Jahren Journalist in Schlesien, Graz und Hamburg, ließ er sich 1931 als Schriftsteller in Langnau/Emmental nieder und war 1931-45 Chefredakteur des "Emmenthaler Blatts". Renker bereiste Europa und Nordafrika, unternahm als Bergsteiger eine Reihe von Erstbegehungen und schrieb Musikkritiken sowie Kompositionen. Bekannt wurde er vor allem durch seine vielgelesenen romantisierenden und spannenden Heimatromane, die in der österreichischen und schweizerischen Bergwelt spielen; als einer der ersten nach dem Zweiten Weltkrieg thematisierte er die umstrittene schweizerische Asylpraxis. - Der Komponist Julius Bittner (1874-1939) stand im Kontakt zum Wiener Akademischen Richard-Wagner-Verein und nahm Unterricht bei Josef Labor, Joseph Schalk und Bruno Walter. 1918 wurde er in das Kuratorium der Staatsakademie für Musik gewählt und erhielt 1925 den Kunstpreis der Stadt Wien. Sein Werk umfaßt neben Chorwerken vor allem Opern, zu denen er selbst die Libretti verfaßte. Der Walzer aus Wien, der 1930 uraufgeführt wurde und den Streit zwischen Vater und Sohn Johann Strauß zum Thema hat, war ein großer Publikumserfolg..

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Schreker, Franz

Sammlung von 1 eigenh. Brief mit U. und 2 eigenh. Postkarten mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Franz Schreker (1878-1934), Komponist. 1 e. Brief m. U. und 2 e. Postkarten m. U., Berlin-Charlottenburg, 10. Februar 1923, 13. Februar 1923 u. vor 20. Februar 1923, 6 Seiten kl.-4° u. 8°. Gelocht. An Direktor Grevenberg in Graz wegen einer Aufführung seiner Oper „Der Schatzgräber“. I. 10. Februar 1923: „[…] Ich habe die Absicht, Mittwoch nachts über München zu fahren. Ich vergaß, Ihnen zu sagen, daß mich Herr Greve (der Gatte der Frau Husse) im Falle meines Kommens in sehr lieber Weise eingeladen hat, bei ihnen (Greve) zu wohnen. Ich würde dies auch lieber als im Hotel. Ich freue mich sehr auf Graz u. Sie persönlich wie auf die Auff., von der ich schon soviel gehört. Ich dürfte voraussichtlich Donnerstag nachmittag in Graz eintreffen. Eine kurze Verständigungsprobe mit dem Orchester wäre gut. Ebenso eine Ensembleprobe mit Solisten und Chor […]Meine Partit. muß von Wien geschickt werden […]“ – II. 13. Februar 1923: „[…] Ich fahre also (aller Voraussicht nach), falls ich den Schlafwagen bekomme, morgen Mittwoch nach Salzburg, wo ich Donnerstag 1 Uhr mittags eintreffen soll. Wie ich von dort nach Graz gelange - weiß ich nicht […] ich bitte Sie sehr, mir jemand zur Bahn zu schicken, der mich abholt. Ob mich jemand erkennen wird? Doch gibt es sicher Bilder in Graz, event. in irgendeiner vorhandenen Biographie; vielleicht hat Herr Prof. Sichler ein Bild von mir. Ich bin in Graz ganz unbekannt, war nur als Kind einmal dort. Nun noch eine Bitte: Ich muß Sonntag sofort wieder abreisen u. bitte Sie sehr, mir irgendwie von dort Schlafwagen von München aus II. Kl., womöglich unteres Bett, bestellen zu lassen. Das wird doch wohl möglich sein? Sollte meine Partitur noch nicht eingetroffen sein, so bitte ich Sie frdl., sie von der Universal Edition zu urgieren. Ich könnte event. Freitag mittag eine Klavierprobe machen u. eine kurze Orchesterverständigungsprobe event. Samstag vormittag. Ich hoffe nur sehr, daß alles klappt u. ich glücklich in Graz (es muß doch eine direkte Verbindung Salzburg - Graz geben?) eintreffe […]“ – III. Vor dem 20. Februar, mit der Absage des vereinbarten Termins, da er keinen Schlafwagenplatz nach München „trotz größter Bemühungen an Zeit u. Geld“ mehr bekommen hatte: „[…] Da ich mir bereits für 12.000 M. ein neues Visum durch Österr. verschafft habe und hauptsächlich allen Strapazen zum Trotz gerne nach Graz kommen möchte, erbat ich Verschiebung auf 25. dss. Können Sie mir nun sagen, was ich hier nicht erfahren kann, wie komme ich von München oder Salzburg nach Graz? Ist es vielleicht gar nicht, außer mit endlosen Personenzügen, möglich? So daß ich trotz der horrenden Kosten über die Cechei fahren müßte […] Zudem muß ich hier am 20. den „Schatzgräber“ dirigieren, und wie die Sache steht, wäre ich möglicherweise zu Ihnen erst am Samstag früh gekommen u. am 20. gar nicht mehr nach hier zurück. Es ist mir furchtbar unangenehm, und bitte ich Sie, in den Zeitungen die Gründe zu veröffentlichen (Reiseschwierigkeiten) und daß ich am 25. dirigieren will […] Es ist jetzt alles hier fürchterlich erschwert, fast wie im Kriege. Also ich hoffe, daß es Ihnen für [den] 25. paßt, u. dann komme ich bestimmt, tot oder lebendig […]“