Anton Schindler

Schindler, Anton

Beethovens „Famulus“ und erster Biograph; 1835–40 Musikdirektor und Domkapellmeister in Aachen, (1798–1864). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Heidelberg. 4to. 1 p. Mit Siegel und Adresse. Etwas fleckig, kleinere Randläsuren (minimaler Buchstabenverlust durch Mäusefraß).
$ 5,121 / 4.500 € (74641)

An den Konzertagenten Eduard Hartenfels in Frankfurt a. M. wegen eines Engagements von Schindlers Schwester, der damals in Mannheim lebenden Sängerin Marie Egloff. „(…) Die Antwort meiner Schwester verzögerte sich etwas, weil ihre ältere Tochter an der herrschenden Seuche“ (Cholera) „darnieder liegt (…) Das Engagement in Würzburg erklärt sich Frau E. bereit anzunehmen, wenn Herr Direktor Engelken sie von der Verpflichtung entheben wolle Statistenrollen mitzumachen, wie dies auch in Würzburg eingeführt seyn soll.

In diesem Falle begnügt sie sich mit der Monatsgage von 40 Gulden. Die Erziehung ihrer Kinder nimmt sie (…) sehr in Anspruch (…) Da ich (…) niemand in Würzburg kenne um auf H. E. diesfalls einwirken zu können, so bleibt nur übrig (…) Sie zu bitten alles aufzubieten, um diese unglückliche Familie aus dem mannheimer Jammerthal zu befreien (…)“ - Beiliegend 17 weitere an Hartenfels gerichtete Briefe und Schriftstücke, u. a. von den Komponisten Carl Reiss und W.V. Wallace, den Sängerinnen und Schauspielerinnen Auguste v. Bärndorf, Caroline Bettelheim, Ottilie Genée, Marie Monbelli (Gastspielvertrag) und Leopoldine Tuczek-Herrenburg (2), dem Theaterleiter Eduard Devrient und dem Impresario Bernard Ullman; ferner beiliegend eine Bleistiftzeichnung, dat. Bonn 1877 (angebl. Jugendbildnis Beethovens)..

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