Johann Michael Sailer

Sailer, Johann Michael

Bischof von Regensburg (1751-1832). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Augsburg. 2to. 2 1/4 pp. Doppelblatt.
$ 462 / 400 € (106444)

An Antonie Brentano in Paris. „Ihr Brief hat mir Ihre Abreise berichtet nach Paris […]. Ich wünsche Ihnen und Ihm und besonders Ihrem Carl [d.i. ihr jüngster Sohn; 1813-1850] die segenvolle Reise. 1. Schreiben Sie mir, wann Sie zurück und wann Sie in Winkel seyn werden. Dann eile ich nach Winkel. 2. Bitten Sie unseren Freund, mir zu schreiben, was er mir für das Mineralbad rathe - Diese Frage war der Inhalt meines stolzen Briefes an Ihn nach Frankfurt. […]“ Antonie Brentano war eine der zentralen Frauengestalten im Leben Ludwig van Beethovens.

Mehrere Musikwissenschaftler halten sie auch für jene rätselhafte Frau, an die Ludwig van Beethoven am 6./7. Juli 1812 in Teplitz seinen berühmten Brief an die „Unsterbliche Geliebte“ richtete. Ein endgültiger Nachweis dieser Hypothese konnte jedoch bisher nicht erbracht werden. Im Jahr 1804 erwarben Franz (1765–1844) und Georg Brentano (1775–1851), die älteren Brüder der Dichtergeschwister Bettine und Clemens, gemeinsam das 1751 errichtete Anwesen. Ab dem Sommer 1806 nutzten sie es als Feriendomizil während der Sommermonate. Bereits 1808 ging das Haus jedoch vollständig in den Besitz von Franz und seiner Frau Antonia, geborene Edle von Birkenstock (1780–1869), genannt Toni, über. Ursprünglich als Zweitwohnsitz gedacht, entwickelte es sich im Laufe der Zeit zu einem Hauptwohnsitz, den die Nachkommen schließlich ganzjährig bewohnten. Seit dem Erwerb blieb das Gebäude ununterbrochen im Besitz der Familie und ist heute unter dem Namen „Brentanohaus“ bekannt..

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Sailer, Johann Michael

2 eigenh. Briefe mit Unterschrift.
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