Sethe Saenger

Saenger, Sethe, Irma

Violinistin und Violinlehrerin (1876-1958). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift auf der Rückseite einer Postkarte. Berlin. Quer-kl.-8vo. 1 p. Postgelaufen. Leichte Gebrauchsspuren.
$ 405 / 380 € (91097)

Kurzes, nicht näher bezeichnetes Notenzitat auf dem Rückseite der Postkarte. Sie war die Tochter von Gérard (1827−1893) und Louise Frédérique Sèthe geb. Seyberth (1847−1923). Beide stammten aus ursprünglich rheinländischen Familien, wobei Gérard Sèthes Familie auf eine lange Tradition zurückblicken konnte. So hatte Heinrich Heine für den Vorfahren Christian Carl Theodor Ludwig Sethe 1819 die Fresco-Sonette an Christian S. verfasst, dessen Zeitgenosse Christian Sethe war Gründer des (heute noch als Stiftung existierenden) „Sethe’schen Fräuleinstifts für unverheiratet gebliebene vaterlose Töchter“ in Aurich.

Gérard Sèthe war Textilunternehmer, der in den 1870er Jahren in Brüssel eine Fabrik für Filzprodukte errichtete. Das kulturelle Klima in Irma Sèthes Elternhaus wurde von der Mutter geprägt. Henry van de Velde schreibt in seiner Autobiographie: „Vater Sèthe, ein Industrieller und weitblickender Mann, mochte Künstler nicht. Seine Frau dagegen war eine leidenschaftliche Musikerin, die gern in ihrem Haus junge Virtuosen und Künstler aus dem Kreis der ‚Vingt‘ [eine Gruppe avantgardistischer Künstler] um sich versammelte“ (van de Velde 1962, S. 82). Quelle: Sophie-Drinker-Institut..

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