Wilhelm Conrad Röntgen

German physicist, 1845-1923

"Wilhelm Conrad Röntgen was a German physicist, who, on 8 November 1895, produced and detected electromagnetic radiation in a wavelength range known as X-rays or Röntgen rays, an achievement that earned him the first Nobel Prize in Physics in 1901. The award was officially ""in recognition of the extraordinary services he has rendered by the discovery of the remarkable rays subsequently named after him"". In honour of his accomplishments, in 2004 the International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) named element 111, roentgenium, a radioactive element with multiple unstable isotopes, after him."

Source: Wikipedia

Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift. München. Gr.-8vo. 2 pp. Doppelblatt. Gelocht mit minimalem Textverlust.
$ 7,657 / 6.500 € (80731)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „Heute wurde die Würzburger Kiste aufgemacht; ihr Inhalt hat mich ungemein gefreut, und ich bin Laue herzlich dankbar für die grosse Freundlichkeit, die Sie mir durch Zusendung einer Laue Röhre erweisen. Die Kanalstrahlen sind ja so interessant, und ich hatte vor einiger Zeit Goldstein gebeten, mir ein paar Röhren zu schicken, die unter seiner Leitung angefertigt waren; ich wollte [nä]mlich garantiert ächte Kanalstrahlen zu sehen bekommen, um sie mit Sicherheit von anderen unterscheiden zu können, was für mich farbenblinder Mensch nicht so leicht ist.

Goldstein ist in sehr liebenswürdiger Weise meinem Wunsch entgegen gekommen. Jetzt bin ich also, wie ich glaube, gut vorbereitet um Laues schönen Versuch wiederholen zu können, was auch sofort geschehen wird. Sie gestatten mir wohl die Röhre, di an der Kupferkathode gesprungen ist, - ich […] sie selbst aus, und kann deshalb bezeugen, dass der Sprung nicht hier entstanden ist. - einen Nothverband anzulegen; das ist wohl der einfachste Weg, der bald zum Ziele führt. Sobald ich die Ablenkun[g] gesehen habe, berichte ich Ihnen. Zum neuen Hörsaal gratuliere ich und wünsche vielen Erfolg darin. Wie steht’s in diesem Semester mit der Frequenz in Würzburg? Dass Boltzmann nach Wien geht, dürfte sicher sein, - nach zuverlässiger Quelle, hat er einen Revers unterschreiben müssen, um nicht mehr Oesterreich zu verlassen! Das scheint mir aber der falsche Weg zu sein. Ich versuche noch immer das Ministerium zu gewinnen für eine Berufung von Lorentz; der Erfolg meiner Bemühungen ist aber bis jetzt sehr gering. Wenn ich nur zuerst Grötz los wäre ! […]“ Wilhelm Röntgen bedankt sich für die Zusendung einer Röhre, die es ihm, der farbenblind ist, ermöglicht, die 1886 von Eugen Goldstein (1850-1930) entdeckten Kanalstrahlen zu sehen. Kanalstrahlen ist eine historische Bezeichnung für positiv geladene Ionenstrahlung. Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. 1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung. Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Hotel Weisses Kreuz Pontresina. Gr.-8vo. 2 1/2 pp. Doppelblatt. Gelocht mit minimalem Textverlust.
$ 5,890 / 5.000 € (80797)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „Es ist sehr freundlich von Ihnen, dass Sie mir so bald Ihre Berufung nach Leipzig mittheilten und ich bin Ihnen sehr verbunden dafür. Nehmen Sie meine herzlichsten Glückwünsche zu diesem besonders ehrenvollen Ereigniss, dass mir allerdings nur so ganz unerwartet gekommen ist. Es gibt so wenig Leute i[n] Deutschland, die im Stande sind die theoretische Physik zu fördern, dass ich, wie Sie sich vielleicht erinnern werden, vor einiger Zeit, allerdings nur schüchtern, bei Ihnen anregte, ob Sie eventuell nach München kommen würden, wiewohl ich mir bewusst war, dass Würzburg durch Ihren Weggang sehr geschädigt werden würde, und dass man Ihnen in preussianer Beziehung in München kaum das leisten könnte, was Sie in W[ürzburg].

haben. Ich bin sehr begierig zu erfahren, zu welchem Entschluss Sie gelangt sind oder gelangen werden. Wenn ich in Bayern zu verfügen hätte, würde ich Ihnen eine Gehaltserhöhung, eine Verbesserung der Collegienfelder und ein erhebliche Summe für Instiuts[…] anbieten, um zu versuchen Sie zu behalten und ich glaube, das würde mir dann auch wohl gelingen, denn ich meine, Würzburg hätte doch sonst manche Vorzüge gegen Leipzig: in Würzburg lässt sich ungestört arbeiten, und Sie haben [kein]e Menschen zu fragen und auch keinen Menschen Rechenschaft abzulegen über das, was Sie vorhaben bei der Arbeit und beim Unterrichten. Erst wenn man Ihnen in Leipzig eigene Räume zum Arbeiten und eigene Mittel dazu, und eine eigene Sammlung garantieren könnte, würde ich meines Erachtens die Stelle für einen Physiker Ihrer Richtung etc. als annehmbar bezeichnen. - Auch wenn die denkbar besten persönlichen Beziehungen bestehen, ist es doch kaum zu vermeiden, dass kleine Störungen und lästige Collisionen im Lauf der Zeit eintreten, wenn zwei gleichberechtigte Institutsvorstände […] […]“ Wilhelm Conrad Röntgen spricht in diesem Brief, den er während seines Sommerurlaubs in Pontresina im Engadin schrieb, eine nicht näher ausgeführte Überlegung Wilhelm Wiens an, von der Universität Würzburg nach Leipzig zu wechseln. Wilhelm Wien (1864-1928) war erst seit 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. Der Wechsel fand letztlich nicht statt. Der Brief zeugt von der Hochachtung Röntgens für das Können seines Nachfolgers und ist ein Dokument dafür, dass selbst dem Nobelpreisträger Röntgen bei der Dotierung von Stellen die Hände gebunden waren. Der Brief zeigt zudem, wie verbunden Röntgen mit seiner alten Universität Würzburg selbst nach seinem Wechsel nach München blieb, sodass er sie nicht durch ein Abwerben Wiens schwächen wollte. Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. 1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung. Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Weilheim. 8vo. 2 pp.
$ 5,890 / 5.000 € (80798)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „Herzlichen Dank von uns beiden für Ihren so äusserst liebenswürdigen Brief, der uns zu einem Besuche in Mittenwald einlädt! Boveri und ich hatten uns vorgenommen Sie auf einen Tag zu besuchen und hatten den Plan dazu schon fix und fertig; dann kam aber das schlechte Wetter und bald darauf Boveri’s Heimreise. Im Augenblick haben wir Logisbesuch von Lüden aus Aachen, der in den nächsten Tagen wechselt. Wie lang dieser zweite Gast-College Hitzig aus Zürich - bleibt ist uns nicht bekannt.

Sollte sich dieser Besuch nicht zu lang ausdehnen, so würde ich gern meine Absicht einige Stunden zu Ihnen zu kommen ausführen. Es würde mir ein wirkliche Freude sein, wenn dieses alte Vorhaben endlich einmal zur Ausführung kommen könnte. Vor Mitte Oktober fahren wir, wenn nichts dazwischen kommt, nach Holland zum Besuch von Verwandten, alten Freunden und von Orten, wo ich meine Jugend zubrachte und die ich seit langen Jahren nicht wieder betrat. Diese Reise wird sich bis zum Semesteranfang ausdehnen […]“ Ein schönes, persönliches Schreiben kurz vor der Verkündung des Physik-Nobelpreises für Wilhelm Wien. Röntgen bedankt sich für eine Einladung nach Mittenwald, der er ursprünglich in Begleitung Boveri Folge leisten wollte. Es geht nicht eindeutig hervor, ob er von dem Biologen Theodor Heinrich Boveri (1862-1915) oder seiner Frau Marcella Boveri (1863-1950) schreibt. Röntgen und seine Frau waren seit Mitte der 1890er Jahre mit dem Ehepaar Boveri befreundet. Röntgen gibt zudem einen Einblick in seine Reisepläne nach Holland. Aus wirtschaftlichen Gründen waren seine Eltern mit ihm 1848 nach Apeldoorn in die Niederlande gezogen, was wohl auch dadurch nahe lag, dass Röntgens Mutter Niederländerin war. Von 1861 bis 1863 besuchte Röntgen die Technische Schule in Utrecht. Obwohl er Sprachkenntnisse nachholte, bestand er nicht die in den Niederlanden mögliche Zulassungsprüfung „examen admissionis“ für die Universität, belegte aber als Gasthörer Kurse in Biologie (Botanik, Zoologie), Mathematik, Physik und Sprachen (Latein, Griechisch) an einer niederländischen Universität. Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. 1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung.Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift. München. 8vo. 1 1/4 pp. Doppelblatt.
$ 5,301 / 4.500 € (80799)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „Beiliegende Abhandlung bitte ich ergebenst in die Annalen aufnehmen zu wollen. Leider werden wir uns in diesem Frühjahr wohl kaum treffen, da ich nicht nach Berlin gehe. Ich muss versuchen mich von einem starken Influenzaanfall der mich im Winter heinsuchte zu erholen. Auch ist noch eine starke Taubheit zurückgeblieben, dass ich wenigstens vorläufig Sit[…]strahlungen im grösseren Kreise nicht gut mitmachen kann. Für Amerika wünsche ich Ihnen neben einer ruhigen Ueberfahrt einen erfreulichen Erfolg.

Ihre Vorträge und Befriedigung über das immerhin etwas anstrengende Unternehmen […]“ Wilhelm Wien (1864-1928), der ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg war, hatte 1911 den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung erhalten. Er war damit eine der Großen der Wissenschaft. 1913 hielt er Vorlesungen über neuere Probleme der theoretischen Physik an der Columbia-Universität in New York. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Weilheim. 8vo. 2 1/4 pp. Doppelblatt.
$ 6,479 / 5.500 € (80800)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „Die Dankbriefe, die ich jetzt schreibe, und die Manchen, die ich noch zu schreiben habe, müssen alle anfangen mit der Bitte mich wegen ihrer Verspätung gütigst entschuldigen zu wollen. Zwei Umstände sind Schuld daran: einmal die Menge, die zu bewältigen ist und zweitens meine wohl genügend bekannte Schwerfälligkeit im Schreiben. Auf keinen Fall möchte ich aber, dass die Vermuthung aufkäme, die Verspätung läge damit zusammen, dass ich für all das Gute und Schöne, was mein Geburtstag mir bracht, weniger empfänglich wäre.

Sie haben sich in so verschiedener Weise mit Erfolg so sehr bemüht, mir an meinem Geburtstag eine Freude zu bereiten, dass ich Ihnen meinen herzlichsten Dank schuldig bin. Ueber die Verwunderung der mich zur Verfügung gestellten, von verschiedenen Seiten gespendeten Summe habe ich mit Voveri gesprochen und will dasselbe mit Sommerfeld und Linde thun, so bald ich sie antreffen kann: den in der Adresse ausgesprochenen Moment, ich möchte mich dafür ,aushauen’ lassen, kann ich wenigstens im Augenblick nicht erfüllen. Das gesammelte Geld findet vielleicht ein bessere Verwendung zu Kriegszwecken und drgl. […]“ In diesem Brief nimmt Wilhelm Conrad Röntgen offensichtlich Bezug auf seinen am 27. März 1915 begangenen 70. Geburtstag. Conrad Röntgen wird oft als introvertierter und bescheidener Mensch beschrieben, was sich in diesen Zeilen widerspiegelt. Auch dass er das anlässlich seines Geburtstages gesammelte Geld zu spenden gedenkt, ist nicht überraschend. Röntgen, der ein Vermögen geerbt hatte, stiftete das mit der Verleihung des Nobelpreises verbundene Preisgeld in Höhe von 50.000 Kronen der Universität Würzburg. Ebenso verzichtete Röntgen auf eine Patentierung, wodurch sein Röntgenapparat schneller Verbreitung fand. Auf Anfrage sagte er der AEG, er sei der Auffassung, dass „seine Erfindungen und Entdeckungen der Allgemeinheit gehören und nicht durch Patente, Lizenzverträge und dergleichen einzelnen Unternehmungen vorbehalten bleiben dürften“. Desgleichen lehnte er das ihm angetragene Adelsprädikat ab. Wilhelm Wien (1864-1928), der ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg war, hatte 1911 den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung erhalten. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift auf Briefkarte. München. 8vo. 4 pp. Goldschnitt.
$ 10,013 / 8.500 € (80801)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „[…] Vor wenigen Tagen las ich in der Zeitung die Ernennung von Voss und damit erhielt ich die erste Nachricht von der Annahme des Rufes: wollen Sie gütigst verzeihen, dass ich bis dahin mit der Beantwortung Ihrer Anfrage gewartet habe. Dr. v. Weber ist mir persönlich nur bekannt; und es war mir auch über seine Persönlichkeit nichts in der Erinnerung geblieben; ich bin deshalb auf Erkundigungen ausgegangen. Was ich dabei erfahren habe, theile ich Ihnen mit.

Wiewohl es nicht viel und auch unvollständig ist. Von allen Seiten erfuhr ich, dass seine Vorlesungen etwas langeilig und wenig besucht sind; verschiedene Leute sagten übereinstimmend, dass er etwas selbstbewusst auftrete, dagegen nannte ihn z.B. Seeliger einen eher feinen Menschen. […] Das ist alles; wenn ich mehr erfahre, theile ich es Ihnen mit. Herzlichen Dank für Ihre ausführlichen Briefe! […] Kollikers Verhalten in der Angelegenheit ist nicht zu billigen: er ist etwas kindisch geworden und ich glaube mit Ihnen, dass er nicht gut ist. Wenn man ihm in allem nachgibt. Aber trotz alledem bedauere ich es doch, dass die Jagdgemeinschaft ein solches Ende genommen hat. Selbstverständlich ohne dass ich Ihnen auch nur im geringsten eine Schuld beimesse. Ihre Mittheilungen über die Leipziger Verhältnisse haben mich ganz besonders interessiert. Jedenfalls sind jetzt dort Verhältnisse geschaffen, die von den bisher als gewöhnlich geltenden sehr abweichen. Helmholtz-Kirchhof, Warburg, Planck, Kamerling, Ohm, Lorentz, Wiener-Boltzmann: das sind Combinationen, die bisher als typisch gelten konnten. Ihnen entsprechend waren auch die Institutsverhältnisse. Bei der Verbindung Wiener-[…] von denen nun beide über ein nach jeder Richtung hin ausgerüstetes Institut verfügen können - , und die beide eine sehr auskömmliche Einnahme haben, haben wir es, von Göttingen abgesehen, mit einem Novum zu thun; und ich bin begierig zu erfahren, wie sich die Sache später macht. Die verlockende Stelle vermehrt vielleicht die Anzahl der Theoretiker. In nächster Zeit müssen die Vorschläge für den Nobel-Preis 1903 gemacht werden. Im ersten Jahr hatte ich - ohne Erfolg - W. Thomson, dann im zweiten Jahr mit mehr Erfolg Lorentz (allerdings allein) vorgeschlagen. Ich meine diesmal sollte doch ein Engländer gewählt werden. Für Arrhenius, den ich als Schwede gern vorschlagen möchte, kann ich mich nicht entschliessen. […]“ Ein in mehrere Hinsicht aufschlussreicher Brief, der zum einen zeigt, wie innerhalb des wissenschaftlichen Netzwerkes Erkundigungen über Kollegen eingeholt wurden und zum anderen einen Einblick in die Nominierung für den Nobelpreis durch den Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen gibt. Der erste Teil des Briefes ist geprägt vom Austausch von Interna. So geht es um den Ruf eines Dr. Weber, dessen Vorlesungen langweilig seien, und um das Verhalten eines Kolliker. Dabei könnte es sich um Albert von Koelliker (1815-1905), der 1849 Gründungsmitglied der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft in Würzburg war, vor der Wilhelm Conrad Röntgen am 23. Januar 1896 die kurz zuvor entdeckten Röntgenstrahlen vorsteoote. Dabei wurde die Hand von Kölliker als Anschauungsobjekt benutzt. Nach der Vorstellung schlug Kölliker die Benennung als Röntgenstrahlen vor. Bis dahin hatte Röntgen die Bezeichnung X-Strahlen benutzt. Die nicht näher geschilderte Auseinandersetzung hatte offenbar Auswirkungen auf die Jagdgemeinschaft. Dabei könnte es sich um eine Jagd im Gramschatzer Wald handeln, die noch zu Röntgens Würzburger Zeit gepachtet worden war. Des weiteren äußert sich Röntgen zur Ausrichtung der Universität Leipzig bei der Besetzung der Lehrstühle. Um die Nominierungen des Nobelpreise 1903 dreht sich der zweite Teil des Briefes. Ohne Erfolg hatte Röntgen William Thomson (1824-1907) vorgeschlagen. Der britische Physiker war ein Vorreiter auf den Gebieten der Elektrizitätslehre und der Thermodynamik. Die Einheit Kelvin wurde nach William Thomson benannt, der im Alter von 24 Jahren die thermodynamische Temperaturskala einführte. Thomson ist sowohl für theoretische Arbeiten als auch für die Entwicklung von Messinstrumenten bekannt. Röntgens Nominierung für den Preis 1902, Hendrik Antoon Lorentz (1853-1928), erhielt tatsächlich den Preis gemeinsam mit dem niederländischen Physiker Pieter Zeeman für die Erklärung des Phänomens, das als Zeeman-Effekt bezeichnet wird. Röntgen erwähnt den Namen Svante August Arrhenius (1859-1927), für den er sich laut Brief nicht recht entscheiden kann. Ob er Arrhenius nominierte bleibt unklar. Der schwedische Physiker und Chemiker erhielt jedenfalls 1903 den Nobelpreis für Chemie. Er wies nach, dass in Wasser gelöste Salze als Ionen vorliegen. Die Salze zerfallen im Wasser vielfach nicht vollständig in Ionen, sondern nur – abhängig von der Konzentration – zu einem bestimmten Prozentsatz. Der Nobelpreis für Physik ging 1903 auch nicht an einen Engländer, wie von Röntgen gewünscht, sondern an das Trio Pierre Curie, Henri Antoine Becquerel und - Marie Curie. Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. 1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung. Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift auf Briefkarte. Davos-Dorf. 8vo. 2 pp. Goldschnitt.
$ 5,890 / 5.000 € (80803)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „[…] Ihrem Urtheil über die Zehnder’sche Arbeit stimme ich vollständig bei, ebenso Ihrer Meinung, dass es schade ist, wenn ein Mensch, dem man eine gewisse Befähigung und namentlich grossen Eifer nicht absprechen kann, sein Leben lang gewisse fixe Ideen nicht los werden kann! Das ist eine schwere Krankheit. Einen wissenschaftlichen Verkehr habe ich mit Zehnder schon lange nicht mehr: er empfindet es als eine grosses Unrecht, wenn ich seine Sachen nicht billige.

Dagegen unterhalte ich noch gern mit dem Menschen Zehnder freundschaftliche Beziehungen, und das ist nur möglich, wenn wir den heiklen Punkt nicht berühren. Ich bitte Sie dann auch sehr, Zehnder nicht mitzutheilen, dass ich seine Abhandlung gelesen habe. Wir sind wieder in Davos und geniessen seit etwa 8 Tagen die Winterlandschaft. […]“ Sehr interessanter Brief, in dem sich Wilhelm Conrad Röntgen über den Schweizer Physiker Ludwig Zehnder (1854-1949) äußert. Zehnder lernte das Ehepaar in der Schweiz kennen und man freundete sich an. Da Zehnder auf Anfrage von Helmholtz erfahren hatte, dass er aufgrund fehlender Matura bei ihm nicht promovieren konnte ging er dazu zu seinem Freund Röntgen nach Gießen. Röntgen, der selbst kein Abitur hatte, war in dieser Hinsicht aufgeschlossener. Zehnder promovierte 1887 und wurde Assistent Röntgens, der im August 1888 von Gießen nach Würzburg wechselte. Nach seiner Habilitation für Physik in Basel bei Hagenbach-Bischoff (vermittelt durch Röntgen) im Jahr 1890 wurde er 1893 außerordentlicher Professor in Freiburg i.Br. 1899 ging er als Assistent und Privatdozent zu Röntgen nach Würzburg und folgte ihm 1900 nach München. Da er dort aber kein Extraordinariat bekommen konnte, ging er 1904 als Physiklehrer an die Lehranstalt für höhere Postbeamte in Berlin, was er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 blieb. Zehnder war ein Gegner der Relativitätstheorie und Quantentheorie und entwickelte eine eigene mechanische Theorie des Universums, die er schon Ende des 19. Jahrhunderts in populärwissenschaftlichen Büchern verbreitete und die ihn wissenschaftlich isolierte. Schon 1890 hielt ihm sein Freund Röntgen in einem Brief seinen Hang zur Spekulation ohne genügende Grundlage vor und wiederholte immer wieder seine Warnungen. Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. 1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung. Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift auf Briefkarte. München. 8vo. 1 p. Goldschnitt. Leicht lichtrandig.
$ 4,712 / 4.000 € (80804)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „[…] Gleichzeitig mit dieser Karte schicke ich Ihnen einen Seperatabzug von einer kurzen Bemerkung meines langjährigen Privatassistenten Dr. Joffé, die ich der bayer. Akademie vorgelegt habe. Würde Sie sie in die Annalen aufnehmen? Wenn ja, so könnte das in Anbetracht der Kürze der Notiz wohl bald geschehen, nicht wahr? […]“ Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. Mit Band 326 (Band 21 der vierten Folge) übernahmen 1906 Wilhelm Wien und Max Planck die Herausgeberschaft der „Annalen der Physik“, einer bedeutenden physikalischen Fachzeitschrift, bis zum Band 392.

1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung. Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Der von Wilhelm Conrad Röntgen unterstützte Abram Fjodorowitsch Joffé (1880-1960) war ein sowjetischer Physiker, der als einer der Begründer der modernen Physik in Russland gilt. Joffé war ein Schüler von Röntgen. Später war er Mitentwickler der ersten sowjetischen Wasserstoffbombe und arbeitete über die physikalischen Eigenschaften der Kristalle und Dielektrika. Der nach ihm benannte Joffe-Effekt betrifft die verbesserte Festigkeit und Plastizität von Kristallen unter dem Einfluss eines Lösungsmittels. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift auf Briefkarte. München. 8vo. 2 pp. Gedr. Name und Ort.
$ 5,654 / 4.800 € (80806)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „[…] Leider, leider habe ich bis jetzt versäumt Ihnen mitzutheilen, dass die Akademie Ihre Abhandlung mit grossem Interesse am Sonntag vor 8 Tagen angenommen hat. Sie war natürlich sehr willkommen! Es würde mich sehr interessieren zu erfahren, wie Sie sich das Zustandekommen von Sekundärstrahlen in […]dampf vorstellen, die die nöthigen negativen Elektronen liefern. Vielleicht erfahre ich das, wenn wir uns in diesen Ferien sehen, sei es in Mittenwald oder in Weilheim, wo Ihnen unser Häuschen selbstverständlich offent steht.

[…]“ Interessierter und liebenswürdiger Brief von Conrad Röntgen an seinen Kollegen Wilhelm Wien über einen Artikel Wiens über Sekundärstrahlen. Röntgen betont, dass er sich für Details interessiert und lädt Wien in sein Heim nach Weilheim oder das Ferienhaus in Mittenwald ein. Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. 1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung. Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift auf Briefkarte. München. 8vo. 2 pp. Gedr. Name und Ort.
$ 4,123 / 3.500 € (80807)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „[…] Gesten Abend brachte die Zeitung die Nachricht, dass Ihrem Buben ein Unglück zugestossen ist. Sie können sich wohl denken, dass diese Nachricht uns recht aufregte, und dass wir gerne etwas Näheres erfahren möchten. Hoffentlich ist der Unfall gut abgelaufen, und sind Sie und Ihre Frau nun ausser Sorge! […]“ Wilhelm Wien (1864-1928), der spätere Physik Nobelpreisträger von 1911, war Vater von vier Kindern. Seine Frau Luise Mehler lernte er 1896 kennen, als er als außerordentlicher Professor nach Aachen ging.

1899 zog das Paar nach Gießen und noch im selben Jahr nach Würzburg, nachdem die Würzburger Universität Interesse an Wilhelm Wien als Professor für Physik und Leiter des physikalischen Instituts bekundet hatte. Als Nachfolger Röntgens war Wilhelm Wien daher ab dem Frühjahr 1900 in Würzburg tätig. Wien selbst bezeichnete rückblickend die Würzburger Zeit als die schönste und auch schwierigste: So erlebte er in Würzburg die Kriegswirren; fand aber auch gleichermaßen sein gemeinsames Familienglück mit seiner Frau Luise und den vier hier geborenen Kindern (drei Töchter und ein Sohn). Bei dem Buben, dem „ein Unglück zugestoßen ist“, dürfte es sich daher um Karl „Karlo“ Wien (1906-1937) handeln, der später als Bergsteiger bekannt wurde. 1937 sollte Karl Wien die Deutsche Nanga-Parbat-Expedition auf den „Schicksalsberg der Deutschen“ anführen - er und seine Kameraden kamen in Lager IV bei einem Lawinenunglück ums Leben. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift auf Briefkarte. München. 8vo. 2 pp.
$ 4,712 / 4.000 € (80808)

An den namentlich nicht genannten Physiker Wilhelm Wien: „[…] Heute reiste Coll. Hitzig ab, und morgen müssen wir die Reise nach Holland antreten, wenn ich wieder zu rechter Zeit zurück sein will: und damit ist der Plan, Sie und Ihre Familie in Mittenwald zu besuchen, wieder einmal ,andanto in fumo’. Ein wirkliches Verhängniss scheint darüber zu walten! Haben Sie und Ihre verehrte Frau herzlichen Dank für die allerfreundlichste Einladung. Heute geblückte mich Allersbach aus Jena mit der Nachricht, dass er das nächste Semester in München zubringen werde; mir wäre es lieber, wenn sein alter ego Grätz nach Jean gegangen wäre! […]“ - Die Anrede leicht vewischt. Ein Schreiben an den Physik-Nobelpreisträger des Jahres 1911, Wilhelm Wien.

Röntgen informiert Wien, dass er und seine Frau einer Einladung der Familie Wien nun doch nicht folgen können, da eine Reise in die Niederlanden bevorsteht. Röntgens Mutter stammte aus den Niederlanden und Röntgen hatte seine Kindheit und Jugend in Apeldoorn verbracht. In dem Schreiben äußert sich Röntgen zudem über einen Grätz, den er sich nach Jena wünscht. Es dürfte sich dabei um den Physiker Leo Graetz (1856-1941) handeln, der seit 1881 an der Ludwig-Maximilians-Universität München war, wo er 1893 außerordentlicher Professor wurde. Nach den Berufungen von Wilhelm Conrad Röntgen für Experimentalphysik und Arnold Sommerfeld für theoretische Physik engten sich die Arbeitsmöglichkeiten für Graetz stark ein. Als eine Art Kompensation erhielt er 1908 ein persönliches Ordinariat für Physik. Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. 1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung.Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenh. Brief mit Unterschrift auf Briefkarte. München. 8vo. 1 p. Goldschnitt.
$ 5,301 / 4.500 € (80809)

An den Physiker Wilhelm Wien: „[…] Umgehend erhalten Sie den Entwurf mit herzlichen Dank für meine Berücksichtigung zurück: ich halte, offen gesagt, sehr wenig von solchen ,Feststellungen’. Ich habe mir schon im Frühjahr über Sommerfeld’s Befinden etwas Sorge gemacht: wenn Sie ihn bald sehen, so reden Sie ihm dort auch zu, dass er seine […] Arbeitskraft nicht zu sehr ausnutzt […]“ Ab 1906 hatte der theoretische Physiker Arnold Sommerfeld (1886-1951) eine Professur an der Ludwig-Maximilians-Universität München neben Wilhelm Conrad Röntgen inne.

Sommerfeld hat das zweifelhafte Privileg, vermutlich diejenige Persönlichkeit zu sein, die am häufigsten für den Nobelpreis vorgeschlagen, ohne ihn je erhalten zu haben - nach einer Zählung wurde er 81 Mal vorgeschlagen. Bekannt ist er vor allem dadurch, dass er ab 1915 das Bohrsche Atommodell um relativistische Feinstruktur und andere Feinheiten erweiterte. Wilhelm Wien (1864-1928) war ab 1900 Nachfolger Röntgens in Würzburg. 1911 erhielt Wilhelm Wien den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen zur Wärmestrahlung.Sein bekanntester Beitrag zur Erforschung der Wärmestrahlung ist das Wien'sche Verschiebungsgesetz welches einen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Planck'schen Schwarzkörpers und der Wellenlänge, bei der die größte Strahlungsleistung liegt, herstellt. Es dient u.a. zum Verständnis des Treibhauseffekts in der Meteorologie. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den ersten Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Vom 1. April 1900 an war Röntgen an der Universität München als ordentlicher Professor für Physik tätig..

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Röntgen, Wilhelm Conrad

deutscher Physiker und Nobelpreisträger(1845-1923). Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. München. Quer-8vo. 1 p. Zwei Wasserfleckchen.
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An den Münchener Landschaftsmaler Eugen Ritter von Stieler, der sich wohl nach der Adresse der Nobelstiftung erkundigt hatte; Stieler war im selben Jahr zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Künste ernannt worden. „Die Adresse der :Verwaltung der Nobelstiftung ... / Stockholm Norrlandsgatan 6. / Hochachtungsvoll / W. C. Röntgen.“ Röntgen war 1901 der erste Nobelpreisträger für Physik.

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Röntgen, Wilhelm Conrad

E. Brief mit U.
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Wilhelm Conrad Röntgen (1845–1923), Physiker und Nobelpreisträger. E. Brief mit U. („Dr. W. C. Röntgen“). Würzburg, 17. Juli 1899. 2 SS. Gr.-8°. – Sehr schöner Brief an den Chemiker und Fabrikanten Eugen de Haën (1835–1911), dem er für das Geschenk eines Quantums „Leuchtsubstanz“ dankt und ausführlich darlegt, was er damit unternommen habe: „Empfangen Sie vor allen Dingen meinen besten Dank für die dem Institut kostenfrei überlassene Menge Leuchtsubstanz. Das Verhalten derselben interessirt mich sehr; um über einige Fragen Auskunft zu erhalten theilte ich die erhaltene Menge in zwei Theile, liess die eine Hälfte unverschlossen, die andere gut verschlossen einige Stunden liegen und fand nun zu meiner Ueberraschung, dass die an der Luft gelegene Substanz das Leuchtvermögen etc. fast vollständig verloren hatte, während die andere Hälfte unverändert geblieben war. Ich schrieb nach einigem Nachdenken dieses Verhältnis der Luftfeuchtigkeit zu und versuchte durch Erwärmen, Trocknen im Exicator etc die Substanz zu reaktivieren. Indessen vergeblich! [...] Am nächsten Tag schreiben Sie mir aber, dass Sie dieselben Erfahrungen gemacht hatten mit der Feuchtigkeit wie ich. Nun würde es mich sehr interessieren zu erfahren, ob eine Reaktivierung möglich ist, denn vielleicht erhalten wir auf diesem Wege über die noch immer sehr dunkeln Vorgänge der Strahlung einigen Aufschluss [...]“. – Eugen de Haën war der Inhaber einer Chemischen Fabrik in Hannover-List und hatte diese zu einem international anerkannten chemischen Unternehmen entwickelte, das Wissenschaft und Industrie mit reinen Chemikalien belieferte. – Mit umlaufendem Goldschnitt und sehr wohlerhalten, nur mittig sauber durchtrennt und somit in zwei Teilen vorliegend.


Röntgen, Wilhelm Conrad

E. Gedichtmanuskript
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Wilhelm Conrad Röntgen (1847-1923), dt. Physiker und Nobelpreisträger. E. Gedichtmanuskript (12 Zeilen; Bleistift), o. O. u. D. [München, ca. 1910], eine Seite kl.-8°. "Du, kränklicher Schwärmer, entfalte dein Antlitz: | Ich habe Schatten genug in meinem Leben! | Ach, melde mir von Gott und seinem Walten kein Böses, | Und lehre mich nicht seufzen und beben! | Der trauernde Mund, das hängende Haupt ... | Dem passen sie nicht, der vertraut und der glaubt! || Oh Herr! lass noch lang ein tröstendes Antlitz | Mein' Weg und mein Leben bestrahlen; | Oh lehr' mich das Lied, das beseelt und erleuchtet, | Oder Trost dem Herzen verleiht ... | Gib mir den Glauben und die Kraft und den Muth, | Der kämpfend - doch singend den Himmel begrüst [...]" Entwurf eines Gedichtes oder einer Übersetzung mit einigen Streichungen, Korrekturen und Varianten.


Röntgen, Wilhelm Conrad

Eigenh. Briefkarte (9 Zeilen) mit eigenh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

To the Austrian physicist Franz Exner (as written in pencil from someone else's hand on reverse), expressing his pleasure of a planned visit of Exner, and sending his address.


Röntgen, Wilhelm Conrad

Eigenh. Brief mit U. ("Dr. W. C. Röntgen").
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To Albert Rueprecht, owner of Albert Rueprecht & Son, Vienna, who had delivered him a precision scale which actually did not work. Röntgen describes in detail what could be the reasons for its malfunction (rust for instance), and why it is necessary to return it without any further refictication of defects. - Together with two letters from Dr. Wagner on the same matter, and a transport receipt from J. Schubert & Comp., Vienna.


Röntgen, Wilhelm Conrad

Eigenh. Postkarte mit U.
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Only a few weeks after his discovery of the X-rays, Röntgen informs C. Schleussner that he would check the photographic plates sent to him right after his return from Sorrento where he was spending his holidays. - Those photographic plates Schleussner had sent to Röntgen would prevail in X-ray photography for the next decades. Important piece of Science history.


Röntgen, Wilhelm Conrad

Röntgens Mietvertrag und 5 weitere Dokumente zu Röntgens Münchner Mietverhältnis.
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Fascinating collection of documents illustrating a very everyday side of the life of the great physician; among them the original tenancy agreement between Prince Alfons and Röntgen (signed "Dr. W. C. Röntgen K. Geh. Rath"), an autograph letter by Colonel Reitzenstein to Röntgen, a notification by court secretary Fetzer concerning a lightning strike and the request from Mrs. Röntgen to check the cables.


Röntgen, Wilhelm Conrad

Eigenh. U. (ausgeschnitten).
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