Rainer Maria Rilke

Bohemian-Austrian poet, 1875-1926

Rilke was a Bohemian-Austrian poet and novelist, „widely recognized as one of the most lyrically intense German-language poets“, writing in both verse and highly lyrical prose. Several critics have described Rilke's work as inherently „mystical“. His writings include one novel, several collections of poetry, and several volumes of correspondence in which he invokes haunting images that focus on the difficulty of communion with the ineffable in an age of disbelief, solitude, and profound anxiety. These deeply existential themes tend to position him as a transitional figure between the traditional and the modernist writers.

Source: Wikipedia

Rilke, Rainer Maria

ecrivain (1875-1926). Autograph letter signed. Château de Muzot (Valais). 4to. 2 pages (eptite trace de rouille).
$ 7,396 / 6.500 € (44495)

To Maurice Delamain. He received the volumes of the notebooks [The notebooks of Malte Laurids Brigge, which were published in extracts in “Les Contemporain” at Stocks, translated by Maurice Betz] with pleasure: “I would be very happy to see the entire book published in the collections of the ‘Librairie Stock’ […]. The interest you have shown in my book on Rodin is very valuable for me; I hope being able to come back to that very soon […]”.

buy now

Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Partly-printed DS in German "Rainer Maria Rilke". München. 1/2 S. Gr. 8vo.
$ 3,983 / 3.500 € (48440)

An auction form for the book De Kentauer [The Centaur] by Maurice de Guerin. Moderate overall foxing and staining, otherwise fine condition. Accompanied by the original transmittal envelope, addressed in Rilke’s hand. The Centaur was a short composition in prose written by French author Maurice de Guerin (1810–1839), which was only published posthumously by George Sand in 1840. Rilke translated the piece and published it in 1911 in a limited edition of 300. An excellent literary association.

buy now

Rilke, Rainer Maria

Dichter und Übersetzer (1875-1926). Eigenh. Brief m. U. „R M Rilke“. Muzot. 4to. 2 SS.
$ 7,396 / 6.500 € (59798)

Schöner, gehaltvoller Brief an Berta Flamm in Halle (Saale), die sich für Bücher bedankt hatte, die der Dichter für ihren schwer kranken Sohn übersandt hatte. "... Das Privileg, Freude zu bereiten, wird seltener ertheilt, als man denkt, theils infolge unserer, oft so starren Unfähigkeit, zu empfangen, theils weil die Ungenauigkeit und das Ungefähr zwischen den Menschen, das schon immer ein Hindernis gewesen sein mag, in verwirrenden Zeiten, noch weiter zugenommen hat. Schließlich erfordert auch die angemessendste Gabe beim Empfangenden noch eine äußerste Anpassung, aber wo das Geben 'stimmt', gehört diese Leistung in die natürliche Bewegung des Beschenkten mit hinein.

- Dass Einiges aus meinen Büchern imstand gewesen ist, einem so schwer Heimgesuchten wohlzuthun, das spricht noch viel mehr für ihn, für Ihren Sohn, als für diese Bücher: wie leicht hätte er sich ihnen verweigern und verschließen können. Aber er hat ... den Sieg in sich befestigt, den schwersten und heimlichsten Sieg, der darin besteht, von einer unendlich schmerzlich bestrittenen und eingeschränkten Stelle des Lebens aus, nach und nach, doch wieder das ganze irgendwie unschuldige Leben zu bejahen! ... Da der große reine Anschluß seines Herzens und seines Geistes gerettet erscheint, wird nun das Maaß aller seiner Beziehungen ein so besonderes und persönliches sein, daß er, in gewissen Augenblicken unbeschreiblichen Eingezogenseins, fast etwas vor denen voraus haben wird, die aus allgemeineren und leichteren Bedingungen heraus ihre Antheilnehmung leisten ...". - Die zweite Seite mit kleinen Papierresten von ehemaliger Montage..

buy now

Rilke, Rainer Maria

Dichter und Schriftsteller (1875-1926). Autograph poem signed. Muzot. 2 SS. Gr.-8vo. In: Ders.: Duineser Elegien. Leipzig, Insel Verlag, 1923. 40, (4) SS. Originalverlagseinband. 8vo. A. d. J. der Erstausgabe. Mit einer Beilage (s. u.).
$ 39,827 / 35.000 € (49236/BN33530)

Four stanzas comprising 18 lines, written in November 1925 at Muzot and dedicated to Swiss writer and physician Max Picard; first printed in 1934. - Below Rilke's inscription follows an autograph dedication by Max Picard. Together with an autograph letter signed from Picard to Wilhelm Hausenstein. - Traces of mounting on reverse.

buy now

Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Autograph letter signed ("R."). [München. 1 S. 8vo.
$ 2,845 / 2.500 € (49237/BN33531)

To Lou Albert-Lasard (1885-1969), with whom, at that time, Rilke was living together in Vienna: "[...] here's the Picasso. Jaffe will send the entrance cards [...] It's lovely here at Keferstrasse, last Tuesday is telling me in extasis 'Pure paradise', and Ms. Arnold is gleaming with pleasure. Dunque - R" (transl.). - In pencil; lower right corner and reverse with small traces of mounting.

buy now

Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenh. Kurznachricht auf Visitkarte mit U. Zoppot bei Danzig (Ostsee). 2 SS. Visitkartenformat.
$ 3,186 / 2.800 € (938078/BN938078)

An den Musikwissenschaftler Richard Batka (1868-1922): "Sehr werter Herr Batka, nach guter Gewissenserforschung nenne ich Ihnen alle bewussten Sünden. Gewähren Sie Ablass? - Im Frühling war ich in Florenz lange, oft und gerne mit Baron Reinhold von Lichtenberg beisammen, dessen gute Grüße Ihnen vielleicht Freude machen. Empfehlen Sie mich sehr Herrn Professor Dr. Sauer und bleiben Sie geneigt Ihrem ergebenen: Rainer Maria Rilke". Der österreichische Kunsthistoriker Reinhold Frhr. von Lichtenberg (1865-1927), den Rilke 1898 während seiner ersten längeren Italienreise kennengelernt hatte, sollte später als völkisch-antisemischer Publizist hervortreten.

- Schönes, frühes Stück mit dem vollen Namenszug, kurz nach der Annahme des Vornamens "Rainer" statt "René"..

buy now

Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Autograph letter signed ("Rainer Maria Rilke"). Westerwede bei Worpswede (über Bremen). 8 SS. auf 2 Doppelblättern. Kl.-4to. Auf Briefpapier mit illustr. Briefkopf.
$ 17,069 / 15.000 € (61057/BN45084)

Long, early letter to the Danish writer and editor Poul Levin (1868-1929), announcing the Rilkes' approaching relocation to Paris and the poet's plans to attend the Russian University there. In full: "Verehrter Herr Doctor Levin, erinnern Sie sich wirklich noch meiner? Ich sende Ihnen mitfolgend einige Kleinigkeiten, welche dazu beitragen sollen, diese Erinnerung aufzufrischen. Und viele Grüße. - Dieser Brief bringt eine Neuigkeit: Wir haben vor, im Herbst nach Paris zu übersiedeln. Wir: Daß ich geheiratet habe, habe ich Ihnen wohl angezeigt.

Meine Frau ist die junge Bildhauerin Clara Westhoff. Bleibt noch zu erwähnen, dass wir seit Dezember eine kleine Tochter haben Ruth, Ruth Rilke, eine liebe, gar nichtmehr ganz unverständige Freundin unserer Tage. - Dieses alles, einschließlich meiner Person kommt, nach Paris. - Meine Frau, die einige Zeit bei Rodin gearbeitet hat, will wieder in seiner Nähe arbeiten. Worpswede, das dem Maler unerschöpflich viel bietet, konnte ihr, dem Bildhauer, nur eine gewisse Zeit lang Anregung und Arbeit bieten - und diese Zeit ist, glaube ich, abgelaufen. - Wir haben nun ein Jahr in aller Stille gelebt. Und wir gedenken in Paris nicht weniger still zu leben. Nur mehr lernen wollen wir, mehr sehen und uns vielem aufthun; denn das Viele ist uns, da wir beide über einen gewissen Punkt in unserer Entwicklung hinaussind, keine Gefahr mehr. - Meine Frau hat in diesem Jahr manches ausgestellt und verkauft, und neben den ihren sind meine äußeren Erfolge nicht nennenswert. Das kleine Buch 'Die Letzten' ist den Meisten zu still, das Drama 'Das tägliche Leben ' ist in Berlin bei der Premiere totgelacht worden; es soll noch in Hamburg bei Baron Berger gegeben werden, aber ich erwarte mir nichts davon. - Das macht mir natürlich diese beiden Bücher, nicht weniger lieb. Ich habe ein treues Vertrauen zu Ihnen und ganz allein stehe ich nicht da mit diesem Gefühl. - Aber zur Sache: Meine Frau hat ganz bestimmte Absichten in Paris. Die Nähe des Meisters, der ihr Vertrauen besitzt, ist nun doppelt köstlich für sie, da ihre Kunst in der Einsamkeit ganz eigenständig und sicher sich entfaltet hat, so dass sie neben dem Willen des Großen, seinen Anregungen dankbar, ihren eigenen Willen mühelos wird behaupten können. - Und ich: ich habe in der Einsamkeit dieses Jahres, Durst bekommen, viel zu lernen. Ich gedenke die russische Universität in Paris zu besuchen; denn seit meinen großen Reisen in Russland verlässt mich der Gedanke nichtmehr, in diese wahlverwandte Sprache so tief einzudringen, dass ich sie einmal noch neben meiner ursprünglichen ebenbürtig gebrauchen kann. - Also lernen. Und ich glaube man lernt in Paris auf Schritt und Tritt. Natürlich auch verdienen. Erinnern Sie sich: einmal schrieb ich Ihnen von den traurigen Umständen, in denen ich lebe. Nun diese haben an Traurigkeit noch zugenommen. - Aber es muss mir gelingen, von Paris aus für ein oder zwei Kunstzeitschriften regelmäßige Korrespondenzen zu finden, - dazu Übersetzungen aus dem Russischen.... - Kurz: es muss gehen! Was hab ich in diesem Jahr nicht alles zu erlangen gesucht! Das Haupthindernis schien, dass ich so auf dem Lande, im Moor saß: von dort aus wollte Keiner was hören, obwohl eine ganze Menge da geschieht... Dieses Hindernis soll nun beseitigt werden. Und dann muss sich etwas finden. - Natürlich denke ich an Ihren Rath, womöglich sogar an Ihre Hülfe. Aber erschrecken Sie nicht: ich weiß wie kostbar Ihre Zeit ist und verlange nur gelegentlich einen Wink, einen Rath im Telegrammstyl, eine Anempfehlung, die ich mir selber zubereite, wenn Sie mir sie in rohem Zustand überlassen. - Zum Beispiel: Thema: Wohnen. Meine Frau schlägt vor: St. Cloud oder Meudon oder Joinville... Mit wem kann man sich wohl in Verbindung setzen, um von solchen Möglichkeiten zuverlässiges zu hören? - Meine Bitte meint nur, daß Sie, sehr werter Herr Dr. Levin, wenn Sie zufällig etwas hören, was dieses Thema oder ein anderes (etwa das meines täglichen Brotes) anlangt, es für mich notieren, um es mir bei Gelegenheit mitzutheilen. - Es ist ja noch eine Weile Zeit; denn wir kommen voraussichtlich erst Ende September, und Sie hören inzwischen gewiß manches, was wir uns zunutze machen können. - Sie waren gewiß in den letzten Jahren noch öfters in Italien. Für mich war es ferne seit Russland; ein Land wie im Traum. Und Russland ist voll tiefer unerwarteter Wirklichkeiten! Was für Menschen. Das war mein Ereignis! - Ich würde Ihnen gerne davon erzählen. Ich würde Sie überhaupt so gerne wiedersehen, aufrichtig: obwohl es den Anschein hat, dass ich Ihnen immer nur schreibe, wenn ich wieder was brauche. Aber können überhaupt nicht nur müssige Menschen auch zu anderen Zeiten aneinander denken? Kann man es nicht auch in freundlichem Sinne auslegen, dass ich, wenn ich was brauche, an Sie denke? Bitte, thun Sie das. - Noch Eines: ich habe in Bremen kürzlich Maeterlincks 'Schwester Beatrix ' inszeniert. Mit Dilettanten; es war eine schwere Sache, die schließlich gut gelang. Die Aufführung fand zur Eröffnung der umgebauten bremer Kunsthalle (und einer sehr schönen internationalen Kunstausstellung) statt und hernach wurde das Festspiel gesprochen, das ich Ihnen auch beilege, weil es mir lieb ist und mancher Vers darin, [der] über den vergangenen Zweck hinaus gilt! Ihr aufrichtig ergebener: Rainer Maria Rilke". - Slight duststaining to first bifolium..

buy now

Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Autograph entry in the guestbook of the Villa Discopoli on Capri. Capri. 66 tls. beidseitig beschriebene und 19 w. Bll. Ldr. d. Zt. mit Eckbeschlägen und Schließe (lädiert). 8vo.
$ 20,482 / 18.000 € (31309/BN9837)

The present guestbook with more than 230 entries of varying length constitutes a fine document of Rilke's sojourn on Capri, where he had been invited as guest of Mrs. Alice Faehndrich, née Baroness of Nordeck zur Rabenau, sister of Countess Luise Schwerin. The poet spent the winter and following spring of 1906/07 on the island, "from December 4 to May 15 [...] living the life of the House of Roses attentively and gratefully“, as he penned on the day before his departure. His wife Clara, too, was twice a guest at the glamorous villa: on Jan.

14, on her way to Egypt, she pays her thanks "for being honoured with two beautiful days at the Villa Discopoli as an unexpected present on my journey - between Berlin and Egypt", and after her return she spends the last few weeks there with her husband: "returned from Egypt the 20th of April, I was received and indulged until May 15 in the dear Villa Discopoli". Rilke's brief but grateful entry does not reveal that here he composed his "Improvisations from the Capri Winter“, a work that points beyond his "New Poems". Other guests at the Villa whom Rikle must have met during his stay there included Wolfgang von Tirpitz (the son of Alfred von Tirpitz), Ferdinand von Martitz, and Franz von Niebelschütz. The encounter with the with most far-reaching consequences, however, was that with the young Countess Manon zu Solms-Laubach, a niece of the Hereditary Count Friederich (1833-1900). After her departure, a correspondence ensued which by 1913 was to comprise on Rilke's side no less than 19 letters and a calligraphic transcription of what is possibly Rilke's most famous poem, "The Panther". - Rilke and his wife had known the sister of their hostess Alice (called "Alla" in the guestbook), Countess Luise von Schwerin, née Nordeck zu Rabenau, since 1905, when they had met in Dresden. At the beginning of his stay, Rilke had been the only guest, but with the arrival of Alice, Julie von Nordeck ("Nonna"), and Manon zu Solms-Laubach his solitary position ended. "The exploration of Anacapri, the ascent to Monte Solaro, the visit to the grotta of Migliera and to the little church of Sarita Maria a Cetrella unlocked a countryside similar to Greece [...] During the evenings, the ladies were an attentive audience, when they sat doing their needlework or peeling him an apple, ready to hear his day's work [...]“ (cf. Donald A. Prater, Ein klingendes Glas. Das Leben R. M. Rilkes, Hamburg 1989). - Apart from the entries of the Rilkes, the guestbook contains an autograph pencil portrait by Pauline von Kalckreuth, as well as the two-page poem, "Le tombeau du poete" ("d'apres Henry Heine") by Camille du Locle, who was soon to end his life on Capri. Other entries are by Vera Amerongen, Julia and Eugéne Bonnard, Réne and Gilbert Clavel, Emmy and Ernst Gumppenberg, Baroness and Baron Alice and Walther von Falkenhausen, Hanns and Margarethe Floerke, Leonie and Marie Fontaine, Eberhard Hardeck zur Rabenau (Count of Schwerin), Heinrich and Elise Lützow, Richard Mackensen, Ferdinand von Martitz, Julie Baroness Nordeck zu Rabenau (née von Wallenberg), Baron Friedrich von Oppeln-Bronikowski (fine, 1½-page dedication with a 14-line poem), Emmy von Radetzky, Prince Heinrich XXX. zu Reuss, A. von Röder, Auguste Schepp, Leopold von Schlözer (with a half-page, coloured pencil drawing), Luise Schwerin (wife of Count Karl v. Schwerin), Count Friedrich von Schwerin, Countess Manon zu Solms-Laubach, Baroness and Baron Mathilde and Arthur von Stackelberg, Wolfgang von Tirpitz, Baron Jakob and Gabrielle von Uexküll (twice), Hermann Vierordt, Anna von Wallenberg, Wanda von Wallenberg, Elisabeth Wegeli, Baroness Adele Wolff, Count and Countess von Zieten Schwerin, and Ernst Zitelmann (with a fine quote from his "Radierungen und Momentaufnahmen", published the same year). - Wants spine; covers rubbed and with signs of splitting; binding loosened. Interior well-preserved throughout, with occasional penciled notes regarding individual contributors..

buy now

sold

 
Rilke, Rainer Maria

Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

To Gertraud Wolf, arranging an appointment with Magda von Hattingberg, who is to meet her at the War Ministry. - From the collection of the German theologian Hermann Dembowski (1928-2012).


Rilke, Rainer Maria

„Der lieben Anneliese zum 11. Geburtstag“. Eigenh. Gedichtmanuskript m. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Rilke pens a poem for Anneliese on her 11th birthday. In full (untranslated): “Manchmal noch empfind ich völlig jenen Kinder-Jubel, ihn: da ein Laufen von den Hügellehnen schon wie Neigung schien. Da Geliebt-Sein noch nicht band und mühte, und beim Nachtlicht-Schein sich das Aug schloß wie die blaue Blüte von dem blauen Lein. Und da Lieben noch ein blindes Breiten halber Arme war—, nie so ganz um Einen, um den Zweiten: offen, arm und klar.” In very good condition, with scattered creases and dampstaining. This comes from a relatively unknown poetic cycle by Rilke which went unpublished until finally being released under the title Aus dem Nachlaß des Grafen C. W. [Posthumous Poems by Count C. W.] in 1950. Rilke wrote these poems in November 1920 and March 1921, while staying at Castle Berg in the northwestern part of Switzerland. He claimed that they were not his own original work, but that the verse had been dictated to him by a gentleman dressed in 18th century clothing who haunted the castle. Some scholars believe that this provided him with a pretext for writing simplistic poetry not on par with his usual standards. As such, he unflinchingly denied authorship of them and refused to include them in any of his published works. This poem, in particular, is more or less about the innocence of youth, a common theme throughout the cycle that has led some to believe that it is a cycle of love poems, inspired by Rilke’s affair with Baladine Klossowska. An immensely fascinating piece from an important and lesser-known period of Rilke's life. Rilke is exceptionally desirable in any sort of autographic material, and a complete handwritten poem such as this is a truly extraordinary find.


Rilke, Rainer Maria

Eigenh. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

To the bookseller Vogelsberger at Darmstadt, explaining that his book "Mir zur Feier" no longer exists in its original form, but the poems contained were re-published almost unchanged in "Die frühen Gedichte".


Rilke, Rainer Maria

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Rainer Maria Rilke (1875–1926), Schriftsteller. E. Brief m. U. „RMRilke“, Sierre, „Hôtel Bellevue“, 30. Oktober 1926, 1 ½ Seiten gr.-8°. Kleiner Einriß. An Eduard Korrodi (1885–1955), den Feuilletonchef der „Neuen Zürcher Zeitung“. „[…] wenn ich nicht irre, müßte Valéry nächstens in Zürich vorlesen. Krank seit Wochen, konnte ich für das vorbereitete Lesezirkel-Heft nichts zu seinem Willkomm beitragen, konnte nichtmal (was ich mir arg vorwerfe) meine Verhinderung dorthin berichten. Aber ich habe, vom Bett aus, neulich eine kleine Übertragung Valery’scher Prosa diktiert, die Sie hier eingelegt finden: ich dachte, es könnte Ihnen lieb sein, mit einem Beitrag in der N.Z.Z. des Dichters Anwesenheit zu betonen, und ,Tante Berthe‘ schien mir geeignet, liebenswürdig auf seine eigene Stimme vorzubereiten. Unmöglich mehr zu schreiben! […]“ – Rilke, der Paul Valéry sehr bewunderte, übertrug einige seiner wichtigsten Gedichte ins Deutsche. Einer der letzten Briefe Rilkes, der zwei Monate später, am 30. Dezember der Leukämie erlag. – Beiliegt: 1 Brief m. U. von Carl Helbling, dieses Autograph betreffend (Zürich, 1930).


Rilke, Rainer Maria

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Rainer Maria Rilke (1875–1926), Schriftsteller. E. Brief m. U. „Rilke“, München, 3. Juni 1918, 4 Seiten gr.-8°. Gedruckte Adresse. Doppelblatt. Blaues Papier. Mit e. Briefumschlag. Inhaltsreicher Brief an den Schriftsteller und Übersetzer Paul Thun-Hohenstein (1884-1963) in Wien „[…] vorgestern hat man den ‚Garten’ der noch beim Gärtner deponiert war, auf meine Terrasse gestellt, das war das letzte, was noch fehlte, und somit kann ich Ihnen nun den besitzanzeigenden Brief schreiben, der nicht früher abgehen sollte, als bis alles fertig sein würde. Ich bin nun also ausübender Eigenthümer in der Ramberg’schen Wohnung, seit vier Jahren zum ersten Mal im ‚Eigenen’, und dieser Erfolg steht gewissermaßen unter Ihrer Pathenschaft, dem jener Ihr letzter hiesiger Abend und der Impuls und Wunsch, den Sie mir zu dieser Wohnung hinterlassen haben, waren entscheidend. Schade nur, daß Sie sich nun nicht selbst von meinem Anfang überzeugen können. Daß er unter dem Zeichen guten Willens steht, darf ich versichern, nichts desto weniger ist es sehr schwer. Wie soll man eine eigene neue Seite beginnen, wenn doch auf jeder, die man aufschlägt, die vorgeschriebenen Zeilen des Krieges stehen und seine Wasser- und Blutzeichen? Um einiger Besinnung sicher zu sein, hab ich, seit ich hier eingezogen bin, alle Zeitungen ausgeschlossen, weiß also so gut wie nichts von den Verschiebungen im Allgemeinen, was ich im Augenblick insofern bedauere, als mir jeder Anhaltspunkt fehlt, mir vorzustellen, wie sich, über so mancher Veränderung, Ihre neue Stellung ausgebildet haben mag. Hoffentlich zu Ihrer Befriedigung? Was München angeht, so habe ich mindestens zwei oder drei Mal der Woche Gelegenheit festzustellen, wie sehr man Sie hier entbehrt. Das Haus Zech steht da, soviel ich weiß, obenan. Der Frühling spielt sich herrlich vor, mit vollem Orchester, und der Dirigent scheint diesmal wunderbar disponiert: so genau rechtzeitig und sicher fällt alles Blühen ein. Ich seufze, trotz meiner Wohnung, manchen Tag nach Land und Ländlichkeit, manchen Tag nach Veränderung überhaupt. Was aus der Schweizer Anfrage geworden sein mag? Drei Wochen mags her sein, da reiste jemand aus Wien hier durch (leider hab ich ihn nicht selbst gesehen) der behauptete, vom Ministerium des Äußeren her zu wissen, daß meine Schweizer Reise längst bewilligt sei; aber da müßte ich schließlich doch unter denen sein, die davon Kenntnis erhalten? Sollte ich den dortigen Behörden unerreichbar scheinen? So überraschte Graf Hartenau mich vor ein paar Tagen mit der Mittheilung, daß mir eine namhafte Auszeichnung zugefallen sei, - aber auch dafür fehlt mir jede Nachricht. Was die Frage mit der Schweiz angeht, so zweifle ich, ob ich die Bewilligung, wenn Sie käme, jetzt ausnützen würde. Vielleicht doch. Vielleicht aber würde die Wohnung, die nun eben bewohnt sein will, stärker sein. Der Michelangelo liegt auch recht anfordernd und bindend hier aufgeschlagen. (Wenn ich nur, ach, München nicht so müde wäre!) […]“ – Rilke war am 8. Mai 1917 in seine eigene Wohnung in der Münchner Ainmillerstraße gezogen, „eine schillernde Seifenblase, die über allem [revolutionären] Aufruhr schwebte.“ (Claire Goll). – Mitte Juni 1919 zog Rilke in die Schweiz.


Rilke, Rainer Maria

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Rainer Maria Rilke (1875–1926), Austrian poet. ALS. Val-Mont, 20 March 1926. 8°. 8 pp. on 2 double leaves. – Fine, long letter to the Swiss critic, editor and literary historian Eduard Korrodi (1885–1955), written in the last year of the poet’s life. Rilke had entered the Valmont sanitarium late in 1925 and was to remain there until the end of May. Rilke writes that in general, as Korrodi is certainly aware, he never reads what others write about his work, so as not to endanger his creative autonomy, but as he has just received the last galleys of his forthcoming volume of French verses (“Vergers suivi des Quatrains Valaisans”, to be published in the NRF collection “Un Œuvre, un Portrait”) and fears that this volume will renew or even add to the reproaches leveled against him, he endeavors to outline the true circumstances of his latest work, so that Korrodi might be in a better position to represent his cause: “Das Absurde erscheint mindestens überflüssig; und in diese Rubrik, des überflüssig Absurden, müßte ich die Vermutung einstellen, zu denen meine Versuche, einer nicht ursprünglich meinigen Sprache ein Eigenes und Eigentümliches abzuringen, den Vorwand geboten haben”. Rilke continues to discuss the book, which forms the principal part of the poet’s work in French, explaining the haunting impression which Switzerland has made on him, and also describing his experience of writing in a foreign language: “Es ist schließlich niemand (nicht wahr?) verpflichtet zu wissen, welche Bedeutung die große schweizerische Gastfreundschaft, nach jenen Jahren tiefster Verstörung und Unterbrechung, für die Fortsetzung meines Lebens und meiner Arbeit mehr und mehr annehmen sollte; und ich frage mich, ob für mich eine Pflicht besteht, mich über diese Fügungen auszusprechen? Ich hielt es für hinreichend, ihre Ergebnisse, nach und nach, vorzulegen. Zu diesen gehört, nach den Sonetten an Orpheus und dem Band der Elegien, auch diese Sammlung französischer Verse, die ich recht passend mit dem (von der Königin Christine von Schweden für gewisse Aufzeichnungen gewählten) Titel ‘Nebenstunden’ hätte benennen dürfen. Nebenstunden: in denen gleichwohl ein Hauptgefühl sich geltend machte. Das Gefühl für die reine und großgeartete Landschaft, aus der mir, in Jahren der Einsamkeit und Zusammenfassung, ein unaufhörlicher und unerschöpflicher Beistand zugewachsen war. Abgesehen von jenen frühesten jugendlichen Versuchen, in denen die Einflüsse meiner [P]rager Heimath sich durchsetzen wollten, hatte ich mich nie mehr hingerissen gefühlt, eine erlebte Umgebung unmittelbar im Gedicht zu rühmen, sie zu ‘singen’; nun erhob sich, im vierten dritten Jahre meines dort Angesiedeltseins, aus mir eine walliser Stimme, so stark und unbedingt, daß die unwillkürliche Wortgestalt in Erscheinung trat, bevor ich ihr das Mindeste gewährt hatte. Nicht um eine beabsichtigte Arbeit handelt es sich hier, sondern um ein Staunen, ein Nachgeben, eine Überwältigung. Um die Freude, mich unvermutet an einer mehr und mehr erkannten Landschaft zu bewähren; um die Entdeckung, mit ihr umgehen zu dürfen im Bereich ihrer eigenen Laute und Akzente. Und ganz zuletzt, wenn alles erwähnt sein soll, um die beglückende Erfahrung, jünger zu sein, fast jung im Gebrauch einer zweiten Sprache, in der man bisher nur aufnehmend oder praktisch betätigt gewesen war und deren steigender Überfluß (wie man das ähnlich, in jungen Jahren, an der eigenen erfahren hatte) einen nun, im Raume des namenlosen Lebens, zu tragen begann. So ist also, seinen Ursprüngen nach, dieses Buch Gedichte zunächst ein schweizerisches Buch, und es war mir recht, daß, neben dem von Freunden gewählten Titel ‘Vergers’, der Name der größeren Gedicht-Gruppe, um die herum die übrigen Verse sich angesetzt hatten, der ‘Quatrains Valaisans’, auf dem Umschlag mit zur Geltung kommen soll [...]”. – With tiny, insignificant tears and occasional ink smudges.