Hermann Eberhard Friedrich Richter

Richter, Hermann Eberhard Friedrich

Mediziner (1808–1876). Eigenh. Brief mit U. Dresden. 2 SS. 8vo.
$ 295 / 250 € (11558)

Hermann Eberhard Friedrich Richter (1808–1876), Mediziner. E. Brief mit U. Dresden, 22. Februar 1876. 2 Seiten 8°. – Lt. beiliegender Sammlungsbeschreibung an einen Hofrat Winter, d. i. der Mediziner und Bibliothekar Johann Adolf Winter (1816–1901) in Leipzig: „Hier schicke ich Dir einiges Neues. Luchsingers Abh[andlung] wird ein Physiolog excerpi[e]ren müssen. Die Züricher V[iertel] J[ahres] Schr[ift] besitzt das hiesige Polytechnicum. Hoh wird nun wohl beschwichtigt sein? 3 Mißzellen liegen bei.

Dergl. ein Referat über den Bremer Bericht von Lorent [...]“ . – Richter trat 1835 eine Professur für allgemeine und spezielle Therapie an der Medizinisch-Chirurgischen Akademie in Dresden an und war zugleich Direktor der Medizinischen Poliklinik. Aufgrund der Teilnahme an den Unruhen 1849 des Hochverrats angeklagt, verlor er trotz Freispruch die Professur. Danach widmete er sich einer freien Praxistätigkeit, redigierte seit 1850 „Schmidts Jahrbücher der gesammten Medizin“ und war seit 1864 außerordentliches Mitglied des Sächsischen Landes-Medicinal-Collegiums. Auf seine Initiative erfolgte 1872 auf der Naturforscherversammlung in Leipzig die Gründung des Deutschen Ärztevereinsbundes. – J. A. Winter war als Arzt und Dozent für Augenheilkunde, seit 1850 auch für Ohrenheilkunde, Rezeptierkunde und Geschichte der Medizin in Leipzig tätig, wurde 1853 a.o.Prof. und war von 1859 bis 96 zudem Bibliothekar an der Universitätsbibliothek. Er schrieb u. a. „Beiträge zur Geschichte der Entwicklung des Medizinalwesens im Königreich Sachsen“ (1893) und war seit 1876 alleiniger Herausgeber von „Schmidts Jahrbüchern der in- und ausländischen gesammten Medizin“. – Mit kl. Läsuren am linken Rand; ohne die erwähnten Beilagen..

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Richter, Hermann Eberhard Friedrich

Mediziner (1808–1876). Eigenh. Postkarte mit U. [Dresden]. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
$ 141 / 120 € (11559)

Hermann Eberhard Friedrich Richter (1808–1876), Mediziner. E. Postkarte mit U. [Dresden], 15. Dezember 1874. 1 Seite Qu.-8°. Mit e. Adresse. – An Benno Schmidt (1826–1896) in Leipzig: „Wie ist die Operation verlaufen? Viele Grüße an die Operi[e]rte! Machte virtute!“ – Richter trat 1835 eine Professur für allgemeine und spezielle Therapie an der Medizinisch-Chirurgischen Akademie in Dresden an und war zugleich Direktor der Medizinischen Poliklinik. Aufgrund der Teilnahme an den Unruhen 1849 des Hochverrats angeklagt, verlor er trotz Freispruch die Professur.

Danach widmete er sich einer freien Praxistätigkeit, redigierte seit 1850 „Schmidts Jahrbücher der gesammten Medizin“ und war seit 1864 außerordentliches Mitglied des Sächsischen Landes-Medicinal-Collegiums. Auf seine Initiative erfolgte 1872 auf der Naturforscherversammlung in Leipzig die Gründung des Deutschen Ärztevereinsbundes. – Benno Schmidt studierte u. a. bei Johann Rt. von Oppolzer, habilitierte sich für Chirurgie und wurde 1865 Professor für Medizin und 1869 Direktor des chirurgisch-poliklinischen Instituts in Leipzig. Von seinen zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind besonders verdienstlich „die Untersuchungen über die engl. Krankheit, seine ‚Anatomie am Lebenden’ und die Arbeiten zur Pathologie des Darms und der Harnorgane“ (Pagel, Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts, zit. n. DBA I 1114, 316)..

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[Richter, Hermann Eberhard Friedrich

Mediziner (1808–1876)]. 2 Briefe und 1 Telgramm aus Anlaß seines Ablebens bzw. betr. seiner Habseligkeiten. Dresden. Zusammen 5½ SS. auf 5 Bll. (Qu.-)8vo.
$ 141 / 120 € (11560)

[Hermann Eberhard Friedrich Richter (1808–1876), Mediziner]. – 2 Briefe und 1 Telgramm aus Anlaß seines Ablebens bzw. betr. seiner Habseligkeiten. Dresden, Mai bzw. Juli 1876. Zusammen 5½ Seiten auf 5 Bll. (Qu.-)8°. – An den namentlich nicht genannten Mediziner und Bibliothekar Johann Adolf Winter (1816–1901) in Leipzig, den Richters Schwester Julie mittelst Telegramm vom Ableben des Mediziners in Kenntnis setzt und zwei Monate darauf, unterm 13. Juli, von der Sichtung seines Nachlasses berichtet: „Die Bücherkiste wird wohl nun endlich in Ihren Händen seyn, und ich erlaube mir hier noch Einiges was eingegangen, u.

wohl für die Jahrbücher bestimmt ist beizufügen. Es sind in meines Bruders Schreibtisch noch einige Paquete Diplome, Autographa [!] und Curiosa gefunden; können Sie etwas davon brauchen zum Necrolog, so sollen Sie es gleich haben. Schul[-] und Universitätszeugnisse lege ich bei [...]“ (mit von fremder Hand stammendem Vermerk am oberen Rand der Recto-Seite von Bl. 1). – Unmittelbar nach Richters Ableben berichtet ein Dr. Pusineki [?] an Richter: „Eben wurde ich zu meinem Nachbar Prof. Richter gerufen. Ich fand ihn wie einen Apoplektischen [...], vollständig bewußtlos, mit sterkorösem Athem, unzählbarem Pulse, einer Temperatur von 42½° C. Blase bis zum Platzen gefüllt [...] entleerte durch Catheter 2 Liter Harn. Also wohl eine Uraemie in Folge einer schon lange bestehenden Blasenlähmung [...]“ (Br. v. 24. Mai 1876). – Richter trat 1835 eine Professur für allgemeine und spezielle Therapie an der Medizinisch-Chirurgischen Akademie in Dresden an und war zugleich Direktor der Medizinischen Poliklinik. Aufgrund der Teilnahme an den Unruhen 1849 des Hochverrats angeklagt, verlor er trotz Freispruch die Professur. Danach widmete er sich einer freien Praxistätigkeit, redigierte seit 1850 „Schmidts Jahrbücher der gesammten Medizin“ und war seit 1864 außerordentliches Mitglied des Sächsischen Landes-Medicinal-Collegiums. Auf seine Initiative erfolgte 1872 auf der Naturforscherversammlung in Leipzig die Gründung des Deutschen Ärztevereinsbundes. – Das Telegramm mit kl. Läsuren..

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