Gustav Reichardt

Reichardt, Gustav

Musiker und Komponist (1797–1884). Visitenkarte mit 2 eigenh. Zeilen. O. O. u. D. 1 S. Visitkartenformat.
$ 171 / 150 € (8680)

Gustav Reichardt (1797–1884), Musiker und Komponist. Visitkarte mit 2 e. Zeilen. O. O. u. D. 1 Seite Visitkartenformat. – G. Reichardt/Königl. Musik Director „aus Berlin | durch Gräfin Ute Bernstorff empfohlen“. – Reichardt war als Komponist und Gesangslehrer von u. a. Kaiser Friedrich tätig. „Sein Haus war durch Decennien der Sammelplatz von Künstlern (an ihrer Spitze F. Mendelssohn-Bartholdy) und kunstgebildeten Dilettanten. Durch eine Reihe von Jahren leitete er die von ihm, L[udwig] Berger, B[ernhard] Klein und L[udwig] Rellstab 1819 gestiftete jüngere Berliner Liedertafel.

Diese Ehrenstelle hat ihn wohl auch zunächst zur Composition vieler hübscher Männergesänge angeregt. Obwohl 1850 zum königl. Musikdirektor ernannt, hat er doch nie eine amtliche Thätigkeit begleitet [...]“ (ADB XXVII, 624). – In altem Sammlungsumschlag..

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Reichardt, Gustav

Komponist (1797-1884). Eigenh. Musikzitat mit U. [Hütte bzw. Gasthaus bei Brienz oder Meiringen]. ½ SS. 4to.
$ 2,845 / 2.500 € (935822/BN935822)

Ein Blatt (S. 130/131) aus einem Gästebuch (Hüttenbuch) eines Hauses südlich des Brünigpasses mit mehreren Einträgen von verschiedenen Händen. Der Eintrag Reichardts für den musikalischen Hauswirt besteht aus 2 Notenzeilen (14 Takte) mit unterlegtem Text und 2 Strophen: "Im Wald, im dunklen Wald, wo sanft das Horn erschallt, sitz ich still und denke dein, wo willst du o Geliebte sein! [...]". Unterzeichnet als "Gust. Reichardt aus Berlin / Musikus". Der Musiklehrer und Chorkomponist Reichardt, später Mitarbeiter an Robert Schumanns 1834 begründeter "Neuer Zeitschrift für Musik", wurde 1850 kgl.

Musikdirektor. In seinem Haus trafen regelmäßig Künstler wie Felix Mendelssohn Bartholdy und Musikinteressierte zusammen. Reichardts jugendlicher Enthusiasmus für das Bergwandern sollte bei seiner Tour im Folgejahr noch ergiebiger für die Musikgeschichte sein: 1825 vertonte er bei einem Besuch auf der Schneekoppe im Riesengebirge Ernst Moritz Arndts Gedicht "Des Deutschen Vaterland", womit er sich bleibende Bekanntheit erwarb. - Zu den weiteren Einträgern des vorliegenden Blattes zählen u. a. die Herren Lenox und Amory aus New York, der mecklenburgische Adlige von Lützow, J. C. Klüpfel aus Stuttgart, Ferdinand Oppert aus Berlin, der Jusstudent Frey aus Eisenach, der Heidelberger Jusstudent Emil Groos aus Karlsruhe und der Jusstudent Otto Maurer aus Koblenz; außerdem Gäste aus Kreuznach, Hamburg und Altona sowie der Iserlohner Tuchfabrikantensohn Friedrich von Scheibler (1803-28) und seine Reisegefährten Friedrich Theodor Verbeek aus Sachsen und Rudolf Werthemann aus Basel. Scheiblers Eintrag vom 8. September lautet. "Mit innigem Vergnügen verweilen in dieser friedlichen Hütte des braven Schweitzers 3 junge Wanderer, vergeßen der Mühe eines langes Marsches von Stanz über den Brünig und freueten sich des Gesanges der munteren Kinderchen, versammelt am Clavier, auf welchem der Vater sie accompagnierte. Lange lebe derselbe, im Kreise seiner Familie, und genieße ungestört daes Glücks in der herrlichen Natur!" - Etwas fleckig; Faltspuren; im Innenrand etwas fransig..

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