Agostino Ramelli

Ramelli, Agostino

Erfinder (um 1538–1600). Schriftstück von Schreiberhand mit eigenh. U. („Agostino Ramello“). O. O. 1 S. Qu.-8vo. Auf Pergament und mit Gegenzeichnung der zwei Notare Rucher und Tybault.
$ 3,160 / 2.800 € (23126)

Agostino Ramelli (um 1538–1600), Erfinder. Schriftstück von Schreiberhand mit e. U. („Agostino Ramello“). O. O., 22. Februar 1608. 1 S. Qu.-8°. Auf Pergament und mit Gegenzeichnung der zwei Notare Rucher und Tybault. – Quittiert den Empfang von 184 livres tournois, 3 sols und 3 deniers für die am Ende des ersten Quartals fällig gewordene erste Tranche seiner jährlichen Rente von 737 livres 5 sols, die er sich mit einem Kapital von 50.000 livres i. J. 1573 gekauft hatte: „Augustus Ramelly Ingenieur du Roy demeurant au fauxbourgs St Germayn des prets [...] derriere labbaye dudit lieu Confesse avoir eu [...] La Somme de Cent quatre Vingts quatre livres six solts trois deniers [...] pour Vng quartier escheu le dernier jour de Mars Mil six cent Trois a cause de Sept cent trente sept livres Cinq solts [...] de rente audict Ramelly Venduts pour constituer L’an mil CV soix[an]te seize Le Treizieme Jour de Juillet savoir Cinquante mil livres [...] de rente a prandre sur les receptes de Paris [...] fait et passe en lhostel dudit Ramelly [...]“.

– Der aus dem Mailändischen stammende Erfinder diente nach Abschluß seiner mathematischen Studien im kaiserlichen Heer, kam 1555 in die Dienste des Duc d’Anjou, des späteren Königs Henri III., wurde 1573 bei der Belagerung von La Rochelle schwer verwundet und fiel dann in die Hände der Protestanten, aus den ihn der Duc d’Anjou durch Zahlung eines Lösegelds befreite und anschließend nach Paris holte. Ramelli wurde bekannt durch sein Maschinenbuch a. d. J. 1588, „Le diverse et artificiose machine“, in dem er verschiedene Maschinen beschrieb, darunter eine kreiskolbenartige Wasserpumpen – die als Vorläufer des Wankelmotor angesehen werden kann –, ein amphibischer Kampfwagen und das heute noch mit seinem Namen verbundene Bücherrad. – Etwas berieben und mit einem kleinen Löchlein in der Unterschrift sowie einem kleinen Papierdurchbruch am linken Rand..

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