Gottfried Wenzel Graf Purgstall

Purgstall, Gottfried Wenzel Graf

Staatsmann und Militär (1773-1812). Schirmbrief mit eigenh. U. Hainfeld. 15.05.1797. Gedr. Formular, von Sekretärshand ausgefüllt. 1 S. Qu.-Folio.
$ 1,598 / 1.500 € (935176/BN935176)

Schermbrief für "Michl Fritz und Theresia dessen Ehewirthin", denen einige zum Gut Hainfeld dienstbare Liegenschaften gegen jährlichen Zins zur Bewirtschaftung übergeben werden. - Der zum Kreis der österreichischen Kantianer zählende Purgstall hatte bereits in jungen Jahren Kant in Königsberg besucht; nach seiner Rückkehr nach Österreich trat er "zunächst als Volontär bei der niederösterreichischen Regierung in den Staatsdienst und sein Haus ward in Wien bald ein Vereinigungspunkt aller Elemente, welche höhere Bildung und vaterländisches Gefühl verbanden" (ADB XXVI, 716).

1809 wurde er Generalintendant des Heeres von Innerösterreich und von den Franzosen gefangengenommen. Obwohl bald freigelassen, hatte die Kerkerhaft in Mantua seine Gesundheit zerstört, und er starb noch nicht vierzigjährig in Florenz. Sein einziger Sohn Wenzel Raphael überlebte ihn nur um wenige Jahre. Da mit diesem die Linie der Grafen von Purgstall erloschen war, hinterließ die Witwe Gottfrieds dem befreundeten Orientalisten Joseph von Hammer das Gut Hainfeld und den Namen des Hauses Purgstall, welches er an 1836 führte..

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