Heinrich Albrecht Prinz von Preußen

Prinz von Preußen, Heinrich Albrecht

preußischer Offizier und Angehöriger des Hauses Hohenzollern (1874-1940). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Tsingtao. 4to. 2 pp. Doppelblatt. Gedr. Briefkopf „S.M.S. Deutschland“ mit roter Krone. Mit Kuvert.
$ 479 / 450 € (76668)

An Oberst Conzen in Darmstadt: „[…] Dem Empfang Ihrer Meldung vom 27. März hiermit bestätigend sende ich Ihnen meinen aufrichtigsten Glückwunsch zu Ihrer Ernennung als Kommandeur des mir so lieb gewordenen Regiments. Gleichzeitig bitte ich Sie dem Oberlieutnant von Renz meinen Dank für seine Meldung übermitteln zu wollen. […]“ Am 2. Dezember 1897 stellte der umgebaute Große Kreuzer Deutschland wieder in Dienst, um nach Ostasien zu gehen. Er wurde das Flaggschiff einer neugebildeten II. Division des Kreuzergeschwaders unter Konteradmiral Prinz Heinrich von Preußen, dem Bruder des Kaisers, der ihn mit dreien seiner Söhne am 15. Dezember persönlich verabschiedete und von Kiel bis Rendsburg an Bord blieb.

Begleitet wurde der Kreuzer vom Kleinen Kreuzer Gefion. Die auch zur II. Division gehörige Kaiserin Augusta war aus einem Mittelmeereinsatz heraus schon am 14. Dezember in Singapur angekommen. Die Ausreise war von Pannen begleitet, da sich die Maschine der Deutschland als unzuverlässig erwies und die Gefion sie mehrfach in Schlepp nehmen musste. Auch gab es ein Missverständnis in der Bestellung von Kohlen, was zu weiteren Verzögerungen führte, so dass erst am 1. Februar 1898 die Querung des Indischen Ozeans begann. Ab Colombo liefen auch zwei russische Linienschiffe (Nawarin und Sissoi Weliki) im Verband mit. Erst im April erreichte die Deutschland Hongkong, wo sie ins Dock musste. Prinz Heinrich setzte mit Gefion die Fahrt nach Shanghai fort. Auch auf der Weiterfahrt erlitt die Deutschland eine weitere Maschinenhavarie, und Gefion musste wieder zur Hilfe kommen. Erst am 5. Mai 1898 war das Geschwader in Tsingtau versammelt, das im Vorjahr besetzt worden war, seit Januar 1898 eine dem Reichsmarineamt unterstellte deutsche Kolonie war und über dessen Pachtung gerade am 28. April 1898 ein Vertrag zwischen China und dem Deutschen Reich zustande gekommen war. Prinz Heinrich besuchte noch im Mai den Chinesischen Kaiser Guangxu und die die Macht innehabende Kaiserwitwe in Peking. Begleitet wurde er bei diesem Besuch von seinem Stabschef, Korvettenkapitän mit Oberstleutnantsrang Müller, seinem Flaggleutnant, Kapitänleutnant Graf Spee und seinem Signaloffizier, Unterleutnant zur See Erich Raeder..

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