Frieda Port

Port, Frieda

Schriftstellerin (1854-1926). Korrespondenz mit Julie Kalbeck, der Gattin des Musikschriftstellers und -kritikers Max Kalbeck, bestehend aus 17 eigenh. Briefen (mit 11 eigenh. Kuverts), 4 eigenh. Postkarten und einer eigenh. beschriebenen Visitkarte. München u.a. Zusammen 87 SS. Meist 8vo.
$ 1,752 / 1.500 € (31714/BN18919)

Die Münchner Schriftstellerin Frieda Port (1854-1926) war zuerst Erzieherin in Nürnberg. Später lebte die u.a. mit Paul Heyse befreundete Übersetzerin und Lyrikerin in München. Ihr Nachlaß befindet sich in der StB München (vgl. Kosch XII, 189; Pataky II, 149 u. DBA, Fiche I 973,97). - "[...] Daß Sie sich bald wieder fotographieren lassen (taten Sie's vielleicht schon?) las ich gleich Heyse, der gerade zu mir kam, als ich Ihren Brief erhalten hatte, vor und wir billigten beide Ihren Entschluß sehr und freuen und auf die neuen Bilder [...].

Ich nahm mir vor, Ihnen recht ausführlich von Heyses Geburtstag zu berichten, da ich weiß, wie sehr Sie diese lieben Menschen verehren und möglichst viel von Ihnen hören wollen! Ihre Grüße machten ihnen viel Freude, und als wir Abends kamen, las Heyse Max Kalbecks Gedicht vor [...]. Am Abend [las Heyse] zuerst einen Einakter dem alle großen Beifall spendeten [...]" (München, 19. März 1884). - "[...] Eben habe ich ein Gedicht verschönert [...], worüber Ihr kritischer Mann sich im Tadel erging und was allerdings auch selbst nicht recht war. Sagen Sie ihm aber, wie sehr seine Ermahnungen nachwirken und daß er mich für meine schülerhafte Folgsamkeit bewundern soll [...]" (München, 7. September 1886). - "[...] Brahms' Sapphische Ode kenne ich nun, möchte sie aber wo[h]l einmal von Brahms selbst oder von Kalbeck spielen hören; ich fürchte, meine liebe Sängerin, der ich einen eigenen Text dazu schreiben mußte, singt sie mir zu wenig streng im Rhythmus. Warum hat Brahms eine gereimte Ode genommen! Der Reim paßt doch so gar nicht zur antiken Form [...]" (München, 16. Jänner 1889)..

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